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Presseinformation vom 24.2.2005
Mainzer Stadtschreiberpreis 2005

21. Mainzer Stadtschreiberpreis geht an Sten Nadolny
Biografie und Werdegang von Sten Nadolny
Der Stadtschreiber-Literaturpreis von ZDF und Stadt Mainz
Stadtschreiberlesung am Tag nach der Preisübergabe

21. Mainzer Stadtschreiberpreis geht an Sten Nadolny

Der Schriftsteller Sten Nadolny ist der Mainzer Stadtschreiber 2005. ZDF, 3sat und die Stadt Mainz vergeben den Literaturpreis in diesem Jahr zum 21. Mal. 1984 wurde der Preis erstmals ausgeschrieben. Er ist mit 12.500 Euro und freiem Wohnen im Stadtschreiberdomizil im Mainzer Gutenberg-Museum verbunden.


Im Mainzer Gutenberg-Museum (Liebfrauenplatz 5, Vortragssaal) wird der Autor am Dienstag, 01. März 2005, um 16.00 Uhr von ZDF-Intendant Markus Schächter, dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel und dem Mainzer Kulturdezernenten Peter Krawietz in sein Amt eingeführt. Die Laudatio hält die Publizistin und Literaturkritikerin Sigrid Löffler
Ein Quartett des Trompetenensembles Zephir, ein Ensemble des Peter-Cornelius-Konservatroiums der Stadt Mainz, bestehend aus Patrik Arnold, Georg Birner, Gilles Burgund und Ingmar Kreibohm wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Biografie und Werdegang von Sten Nadolny

Der 1942 in Zehdenick an der Havel geborene Autor, Sohn der Schriftsteller Burkhard Nadolny und Isabella Nadolny, machte 1961 Abitur in Traunstein; studierte Mittlere und Neue Geschichte sowie Politologie in München, Tübingen, Göttingen und Berlin. 1976 promovierte er an der Freien Universität Berlin über "Abrüstungsdiplomatie 1932/33".

Sten Nadolny war zunächst als Studienrat tätig und vollzog 1977 den Einstieg ins Filmgeschäft, wo er als Aufnahmeleiter tätig war. Unerwartet erhielt er das Stipendium für ein Drehbuch-Exposé, aus dem zu guter Letzt ein Roman wurde: Netzkarte, erschienen 1981
Sein literarischer Durchbruch war ihm bereits 1980 gelungen, als er für die Lesung eines noch unveröffentlichten Kapitels aus seinem Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ (1983) den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt. Der Roman über den britischen Seeoffizier und Entdecker John Franklin (1786 -1847) setzt der Idealisierung des technischen Fortschritts, der Schnelligkeit und dem Leistungsanspruch Langsamkeit als Voraussetzung für Humanität und Verantwortung entgegen. Erfolgreich war Sten Nadolny mit seinem Generationenroman „Selim oder die Gabe der Rede“ (1990) ebenso wie mit dem Schelmenroman „Ein Gott der Frechheit“ (1994) und dem Roman über eine Lebenskrise „Er oder Ich“ (1999). 2003 blätterte er in einem großen Zeitpanorama mit dem „Ullsteinroman“ die Geschichte eines der berühmtesten deutschen Verlage auf.

Der Stadtschreiber-Literaturpreis von ZDF und Stadt Mainz

Den jährlich zu vergebenden Stadtschreiber-Literaturpreis stifteten die Stadt Mainz und das Zweite Deutsche Fernsehen im Jahre 1984. Ziel der mit 12.500 EURO dotierten Auszeichnung ist es, Schriftsteller deutscher Sprache zu ehren, welche die deutschsprachige Literatur mit ihren Werken beeinflussen oder prägen und die sich darüber hinaus um das Zusammenwirken von Literatur und Fernsehen bemühen.

Der Jury für den Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis 2005 gehörten an: die Schriftsteller: Katja Behrens (Stadtschreiberin 1992), Dr. Friedrich C. Delius (Stadtschreiber 1997), Dr. Hanns-Josef Ortheil (Stadtschreiber 2000 und 2001), und als amtierender Stadtschreiber Dr. Raoul Schrott, für die Stadt Mainz Kulturdezernent Peter Krawietz und für das ZDF Programmdirektor Dr. Thomas Bellut, Dr. Gottfried Langenstein (Direktor Europäische Satellitenprogramme), der Hauptredaktionsleiter Kultur und Wissenschaft, Dr. Hans Helmut Hillrichs, Jury-Vorsitzender Werner von Bergen (Hauptredaktion Kultur und Wissenschaft/Literatur und Kunst), "aspekte"-Chef Dr. Wolfgang Herles sowie der Literaturredakteur Dr. Thomas Hocke an.

Stadtschreiberlesung am Tag nach der Preisübergabe

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literarisches Mainz“ wird Sten Nadolny, Stadtschreiber 2005 der Stadt Mainz, des ZDF und 3sat am Mittwoch, 02. März 2005, um 19.30 Uhr im Mainzer Rathaus (Jockel-Fuchs-Platz 1, Ratsaal) nach der Begrüßung durch Kulturdezernent Peter Krawietz aus dem Buch „Ein Gott der Frechheit“ vorlesen.

Der Eintritt ist frei.
Die Lesung wird veranstaltet von der Stadt Mainz (Kulturdezernat) in Kooperation mit dem ZDF und 3sat.

im WWW
 Informationen über Sten Nadolny im Internet