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Aus Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik bittet die Tibet Initiative Deutschlande. V. zum vierzehnten Mal die deutschen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte, sich auch in diesem Jahr wieder am 10. März, dem 50. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands, mit den Tibetern solidarisch zu erklären. Im vergangenen Jahr beteiligten sich allein in Deutschland 922 Städte und Landkreise an der weltweiten Aktion. Vielfach – so auch in Mainz – wurde in den vergangenen Jahren symbolisch an einem öffentlichen Gebäude die tibetische Fahne gehisst. Da diese Aktion nicht die gewünschte öffentliche Resonanz erzielte, hat sich die Stadt in diesem Jahr entschlossen, mittels einer Erklärung über die schwierige Lage in Tibet zu informieren. Bürgermeister Norbert Schüler: „Wir wollen auf diesem Weg das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung unterstreichen. Und wir fordern von China und von den Tibetern, auf Gewalt zu verzichten und in einem konstruktiven Dialog eine für beide Seiten akzeptable Autonomielösung zu finden, die die Erhaltung der tibetischen Kultur, Religion und Sprache sicherstellt. Vor allem anderen muss es darum gehen, die Situation in Tibet so rasch wie möglich zu normalisieren und die Lebensumstände der Tibeter nachhaltig zu verbessern. “
Der Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, verfolgt weiterhin konsequent eine Politik der Gewaltlosigkeit und Toleranz. Um das Überleben seines Volkes und der tibetischen Kultur zu sichern, ist der Friedensnobelpreisträger bereit, auf die Tibet völkerrechtlich zustehende Unabhängigkeit zu verzichten und sich mit echter Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbands zu bescheiden. Gleichwohl sind seine Versuche, China zu einem ernsthaften Dialog über die Zukunft Tibets zu bewegen, bisher leider ohne Ergebnis geblieben. Auch die wiederholten Besuche zweier hochrangiger Abgesandter des Dalai Lama in Peking haben die in sie gesetzten Hoffnungen, dass China sich zu Gesprächen bereit fände, nicht erfüllt. Vor allem junge Menschen in Tibet selbst verlieren immer mehr die Hoffnung, dass sich die Lebensbedingungen im Lande bessern werden. Nach Berichten aus Tibet halten die Repressalien unvermindert an und haben sich nach den Unruhen des vergangenen Jahres noch verstärkt.
(red/rap)
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