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Pressemitteilung vom 16.11.2011
Wohnraumversorgungskonzept Mainz

Analyse des Mainzer Wohnungsmarktes liegt vor / Schwerpunkt Wohnungen mit sozialen Bindungen

Wie viele Wohnhaushalte gab es im Jahr 2009 in Mainz? Wie viele davon waren Empfänger von sozialen Transferleistungen? Wie entwickelt sich die Wohnungsmarktnachfrage für diesen Personenkreis in Mainz?

Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Wohnraumversorgungskonzept, das die Landeshauptstadt Mainz im Rahmen „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“ erarbeitet hat. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Sanierungsausschusses mit dem Sozialausschuss vorgestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt bei der Erstellung des Konzeptes, das im Auftrag des Dezernates für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit von der empirica ag durchgeführt wurde, lag auf dem Niedrigpreissektor für die unteren Einkommensgruppen.

„Mit dem seit 2002 geltenden Wohnraumförderungsgesetz haben wir als Kommune rechtlich die Möglichkeit erhalten, unsere Wohnungspolitik stärker als bisher selbst zu gestalten. Bei der Erstellung des Wohnraumversorgungskonzeptes haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf die sozialen Belegbedingungen der Wohnungen gelegt, um hier Probleme zu erkennen und im zweiten Schritt dann gegensteuern zu können“, unterstreicht Sozialdezernent Kurt Merkator.

Das Konzept dient dazu, lokale Planungs- und Diskussionsprozesse in Gang zu bringen, um möglichst alle im Hinblick auf die soziale Wohnraumversorgung relevanten Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure einzubinden. So sollen die notwendigen Rahmenbedingungen für eine langfristig nachfragegerecht ausgestaltete lokale Wohnraumversorgung geschaffen werden.

„Gerade vor dem Hintergrund der neuen potenziellen Konversionsmaßnahmen auf den Mainzer Bundeswehrarealen, kommt einer genauen Bedarfsprognose eine entscheidende Bedeutung zu“, so Baudezernentin Marianne Grosse. „Daneben sind natürlich auch die planerischen Anforderungen aus dem demografischen Wandel in unseren zukünftigen Planungen zu berücksichtigen. Die methodische Vorgehensweise hat sich bereits bei der Entwicklung der Gebiete ,Großer Sand’ und ,Gonsbachterrassen’ bewährt; die planerischen Vorgaben passten auf die Nachfragerstrukturen von Wohnungssuchenden und Eigenheimbauern.“