Mittelstandsumfrage der Stadt Mainz
Ergebnisse der Umfrage
Umfrage unter Mittelstandsunternehmen: Großteil der Firmen mit Perspektiven am Standort Mainz sehr zufrieden/Neues Forum: Erstes "Unternehmer-Treffen" bei Werner & Mertz

Die Landeshauptstadt Mainz gehört als Teil des Rhein-Main-Gebietes zu den wirtschaftlich dynamischsten Regionen Deutschlands. Mainz weist dabei einen gesunden Branchenmix im Wirtschaftsbereich auf. Dennoch ist die Stadt Mainz bestrebt, um die neuesten Tendenzen zu wissen: Wie sehen die Unternehmen vor Ort ihre Perspektiven - welche Planungen und Ziele verfolgen sie? In welchen Bereichen kann die Stadt Mainz hierbei Unterstützung anbieten?
Aus diesem Grunde führte die Stadt Mainz im Oktober eine Unternehmensbefragung seitens der Wirtschaftsförderung bei rund 300 Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern durch, deren Rücklauf bei 20 Prozent lag. Die Ergebnisse erläuterte Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer im Rahmen einer neuen Form der Kommunikation zwischen Stadt und Wirtschaft - dem ersten "Unternehmer-Treffen" im neu gestalteten Trainingscenter der Firma Werner & Mertz (Erdal) vor rund 100 Vertretern aus Unternehmen. Politik, Verwaltung, Industrie und Handel.
"Wir brauchen die enge Zusammenarbeit aller wichtigen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Akteure, um den Standort Mainz zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir wollten über die Unternehmensbefragung erfahren, welche Kontakte die Unternehmen ins Ausland unterhalten, wie sich die Zukunftspläne darstellen - vor allem auch, welche Vorstellungen die Firmen haben, in welcher Form die Stadt Mainz Ihre Wirtschaftspolitik in Ihrem Sinne gestalten sollte", erläuterte Oberbürgermeister Jens Beutel.
Die Stadt Mainz habe sich in den letzten zehn Jahren als "zupackende Stadt" erwiesen, bilanzierte Oberbürgermeister Jens Beutel eingangs. "Die hohe wirtschaftliche Stabilität von Mainz als Oberzentrum von Rheinhessen hängt vor allem damit zusammen, dass wir nicht zu den Städten gehören, die in erster Linie von ein oder zwei Großunternehmen profitieren."
Die Wirtschaftskraft vor Ort sei geprägt durch eine breit gefächerte und ausgewogene Unternehmensstruktur - mit Betrieben aller Größenordnungen, einem regen Einzelhandel und einer wachsenden Dienstleistungsbranche, zugleich mit einem bedeutenden Mediensektor, einer renommierten produzierenden Industrie - und einem leistungsstarken Handwerk und Mittelstand.
Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer präsentierte die Ergebnisse der Unternehmensbefragung und die daraus resultierenden Maßnahmen der Wirtschaftsförderung.
Ergebnisse der Umfrage
Im Zeitraum vom 14. Oktober bis 16. November waren 295 Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern online befragt worden. Der Rücklauf lag bei 20,3 %. Die befragten Unternehmen beurteilen ihre wirtschaftliche Situation als überwiegend gut und befriedigend (insgesamt 71 %). Gefragt nach geplanten betrieblichen Veränderungen in nächster Zeit antworteten 74 Prozent der Unternehmen mit "nein", ein Viertel hingegen plant Veränderungen. Diese wurden benannt mit
- Standortverlagerungen
- Neueinstellungen/Kapazitätsausweitungen
- Personalabbau/Kostenreduzierung
- Erschließung neuer Geschäftsfelder und
- Änderung der Betriebsform.
Die Perspektiven am Standort Mainz beurteilen insgesamt über 60 % der Unternehmen als sehr gut bis gut. 30 % nennen diese befriedigend.
Die Lebensqualität in der Stadt wurde mit großer Mehrheit als gut beurteilt (65 %), von 17 % der Befragten sogar mit sehr gut.
Das Angebot von "unternehmensbezogenen Dienstleistungen" der Stadt Mainz wurde von mehr als 85 % als "gut bis befriedigend" benannt. Auch die Beurteilung der "serviceorientierten Verwaltung" wurde mit insgesamt zu über 80 Prozent als gut bis befriedigend eingestuft.
Fast jedes zweite befragte Unternehmen unterhält Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Dabei haben die Mainzer Unternehmen Wirtschaftsbeziehungen rund um den Globus - mit den Schwerpunkten Europa, USA als auch Asien.
Lediglich 14 Prozent der Unternehmen verfügen über keine solchen Geschäftsbeziehungen über die Grenzen hinweg und haben auch nicht vor, diese zu knüpfen, da sie Dienstleistungen und Produkte ausschließlich für den deutschen Markt herstellen oder anbieten.
Die überwiegende Geschäftsbeziehung ins Ausland ist geprägt durch Lieferbeziehungen aus der Ferne. Aber auch Veranstaltungen, Beratungsleistungen, Zweig-Niederlassungen und Produktionsbeziehungen wurden benannt.
"Mainz ist zukunftsorientiert. Das haben uns die Unternehmen in der Umfrage als positiven Faktor für den Wirtschaftsstandort bestätigt. Darauf sind wir stolz", so Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer. "Gerne greifen wir die Vorschläge und Wünsche der Unternehmen an unsere Wirtschaftsförderung auf, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. So werden wir zeitnah zum Anfang des nächsten Jahres einen "Unternehmer-Newsletter" umsetzen. Der Dialog mit den Firmen wird intensiviert, auch um unsere Dienstleistungen weiter dem Bedarf anzupassen", umriss Ringhoffer zu ergreifende Maßnahmen.