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"Sight-board": Angebote des Einzelhandels der Mainzer Altstadt bereits im Netz kennenlernen

Das jüngste Einzelhandelsmonitoring vom April 2010 belegt: Mainz ist und bleibt eine attraktive, pulsierende Einkaufsstadt mit vielfältigem Angebot. Weit über 600 Geschäfte gibt es allein im zusammenhängenden Einkaufsquartier der Mainzer Innenstadt. Ergänzt werden diese Geschäfte noch durch ein Vielzahl an inhabergeführten Läden in den benachbarten Straßenzügen, die den Einkauf in Mainz zu einem echten Erlebnis abrunden.

Der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer: „Durch Gassen bummeln, individuelle Geschäfte entdecken, das kann man hervorragend in Mainz. Zudem kommen noch wichtige Filialisten hinzu, die sich die Umsatzmöglichkeiten des kaufkraftstarken Standortes Mainz nicht entgehen lassen. Ich darf auf die aktuellen Investitionen in die Wehmeyer-Immobilie in 1A-Lage erinnern. Dies sind wichtige Signale.“

Mainzer Altstadt und Internet? - Vermeintliche Gegensätze wie „historisch, alt, gediegen“ mit neuen innovativen Komponenten wie dem „Sight board“ zu kombinieren, erscheint nur auf den ersten Blick irritierend - bei näherem Hinschauen zeigt sich, dass es sich um eine gelungene, naheliegende Symbiose handelt.
Das Wirtschaftsdezernat der Stadt Mainz macht das Einkaufen in Mainz auch im Internet erlebbar - in Form einer dreidimensionalen Darstellung im Standortinformationssystem: dem „Sight-board“.

Wie muss man sich dies vorstellen?

Mainz ist seit 2008 in ausgewählten Bereichen aus der Vogelperspektive im Netz zu sehen. Möglich wird dies mit dem Standortinformationssystem, das es interessierten Bürgern, Unternehmern oder Investoren ermöglicht, alle wichtigen Informationen auch räumlich zu verorten und darüber hinaus noch detaillierte Beschreibungen zu erhalten.
Diese Technologie nennt sich Sight-board.

Damit unterstreicht die Wirtschaftsförderung ihre multimediale Präsenz und macht neben dem „Wirtschafts-Podcast“ weitere innovative Angebote im Dienste der Unternehmen und Bürger im Netz. Das Sight-board kombiniert komplexe Daten zu einem kooperativen System, das auf 3D-Modellen beruht. Entwicklungs-, Gewerbe- und Wohnflächen sind genauso zu finden wie Informationen zu Wirtschaft, Wissenschaft oder Tourismus. Auch Daten zu Neubaugebieten, Schulen und Einzelgebäuden kann der interessierte Besucher ansteuern. Das jüngste Projekt der Wirtschaftsförderung war die Darstellung des Wochenmarktes im Sight-board.

Interessierte können sich auf diesem Wege schnell, verlässlich und mit geringem Aufwand einen Überblick über die Lage von Mainz am Rande des Rhein-Main-Gebietes und verschaffen.

Die Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften, Konstanze Jutzi: „Die bisher angebotenen Möglichkeiten werden wir nun ergänzen für den Bereich des Mainzer Einzelhandels.
Mit einem ersten Bereiches der Mainzer Altstadt, dem Leichhof, beginnen wir. Die Vorarbeit haben wir geleistet, indem wir die Gebäude darstellen. In einem nächsten Schritt werden wir nun die Einzelhändler bitten, uns – analog dem Wochenmarktmodell – ihre Unternehmensdaten zu geben. Wie z. B. Produkte, Serviceleistungen, Öffnungszeiten. Diese Informationen werden dann eingespielt und sind für den Besucher jederzeit abrufbar. Das einspielen der Daten sowie Aktualisierungen sind ein Service der Wirtschaftsförderung für den Einzelhandel. Man kann die Altstadt dann so erleben, als wäre man zu Fuß vor Ort unterwegs.“

Das Besondere daran sei, dass die Besucher von daheim oder unterwegs aus bereits sehen könnten, welches Einkaufserlebnis und konkreten Angebote sie in der Stadt Mainz erwarten.

Erstellt wurde das virtuelle 3D-Modell von der maila-push GmbH. Das Darmstädter Unternehmen ist Markt- und Technologieführer im Bereich der 3D-Stadt- und Umgebungsmodellierung - des so genannten „Virtual Urban Engineering“.
Für die Darstellung des Einzelhandels im 3D-Stadtmodell wurden bisher der Leichhof mit sämtlichen Gebäuden und Straßen sowie Details wie Laternen und Bäume wirklichkeitsgetreu nachgebildet. Die vorhandenen Geodaten wurden und werden von den 3D-Spezialisten akribisch mit Hilfe von Fotomaterial zu einem virtuellen Stadtmodell weiterverarbeitet. Alle weiteren Ladenbetreiber oder gastronomischen Betriebe können am System teilhaben und davon profitieren.

Und die vermeintlichen Berührungsängste älterer Mitbürger mit dem Internet? Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer mag daran nicht mehr glauben: „Viele ältere Menschen surfen inzwischen regelmäßig im Netz - und bereiten sich auf Reisen minutiös vor. Natürlich wird man nicht jeden mit einem solchen Angebot erreichen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ausgiebig genutzt wird.“
Dem stimmt auch Martin Lepold, Vorsitzender der Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandelns e.V. nachdrücklich zu: „Ich finde es großartig, dass mich in Zukunft zumindest ein Teil meiner potenziellen Kunden auf diese neue Art und Weise finden können.“

Insbesondere auch für Touristen ist diese Präsentationsform interessant, sie können sich im Vorfeld eines Aufenthalts im Detail informieren. Franz Ringhoffer: „Natürlich ist ein Stadtbummel oft auch von Spontaneität geprägt - aber mancher Besucher wird vorab auch die Möglichkeit nutzen, sich von der Attraktivität des Mainzer Einzelhandels zu überzeugen und zuvor im Netz ausgewählte Ziele anzusteuern. Das ist die Zukunft, und der wollen wir uns keineswegs verschließen, sondern von Anfang an vorne mit dabei sein!“

Unter www.standort.mainz.de kann man sich bequem über das angebotene Warensortiment informieren.

Kontakt:
Amt für Wirtschaft und Liegenschaften
Konstanze Jutzi, Amtsleiterin
Tel.: 06131-12 3440
wirtschaftsfoerderung@stadt.mainz.de