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Mainz-Drais

Zu sehen ist der Marktbrunnen im Ortskern von Drais. Er stellt eine Kinderfigur dar, die in der hochgestreckten Hand einen Vogel hält. (Quelle: Landeshauptstadt Mainz)Dass Mainz-Drais heute zu den begehrten Wohngebieten von Mainz zählt, hätten die Bewohner lange Zeit kaum zu träumen gewagt. Schließlich war Drais über Jahrhunderte ein kleines Bauerndörfchen - und bis zur ersten Draiser Ansiedlung im 11. oder 12. Jahrhundert nicht einmal dies. So deutet der Name Drais (von gotisch driusan = sprudelnde Quellen) darauf hin, dass sich hier zunächst vor allem Wasser und - da Drais zum Bannforst der Ingelheimer Kaiserpfalz gehörte - ausgedehnte Wälder befanden.

1969 eingemeindet zu Mainz, ist Drais heute bekannt für seine weiten Felder und Obstbaumbestände, die den Ort umschließen, für seine stattlichen Backstein-Höfe in der Ortsmitte, die Nähe zum Ober-Olmer-Wald, zu ZDF und Universität und den direkten Autobahnanschluss nach Wiesbaden und Frankfurt. Für viele Bewohner ist der Stadtteil damit zu einer Art Oase am Rande der Großstadt geworden, die Ruhe und Beschaulichkeit bietet und doch nur wenige Autominuten von der Mainzer Innenstadt entfernt liegt.


Zu sehen ist ein Mädchen, das in einem Erdbeerfeld hockt und zwei Schalen mit frischen roten Erdbeeren in der Hand hält.Die Ruhe muss in der Tat lieben, wer in Drais lebt. Denn im alten Ortskern rund um die katholische Pfarrkirche Maria Königin und den Dorfplatz mit dem von Reinhold Petermann entworfenen „Lerchenbub“-Brunnen scheint die Zeit fast stehen geblieben zu sein. Maria Königin ist übrigens nicht nur von außen ein kleines Schmuckstück. Auch im Inneren der Kirche gibt es Sehenswertes: das Altarbild Mariä Himmelfahrt, die Orgel des renommierten Orgelbauers Johannes Schlaad aus dem 19. Jahrhundert und schließlich die 14 Nothelfer, kleine aus Lindenholz geschnitzte Figuren von 1835. Unweit der Kirche - im alten Draiser Hof an der Seminarstraße - residierten von 1670 bis 1773 die Jesuiten. Sie errichteten auf dem Anwesen ein noch erhaltenes Wohnhaus mit schönem Staffelgiebel, das heute mit dem Christophorus-Hospiz eine Institution beherbergt, die einzigartig in Mainz ist. Hier werden schwerstkranke und sterbende Menschen betreut und begleitet. Und wo ginge das besser, als im friedlichen Drais.Gleich daneben befindet sich das Altenheim.

Trotz aller Beschaulichkeit: Drais hat in den letzten Jahren viel getan, die Lebensqualität im Stadtteil zu sichern. Und auch neue Wohngebiete sind Am alten Sportplatz und Hinter den Weiden entstanden. Hier haben sich überwiegend Familien niedergelassen, die den dörflichen Charakter von Drais, aber auch die Nähe zu Grundschule, mehreren Kindergärten sowie Spiel- und Sportplätzen schätzen. Dass die Draiser auch zu feiern verstehen, beweisen sie alljährlich zur Kerb im August. Dann geht es auf dem Dorfplatz und in den Straßen von Drais zwar weniger ruhig, dafür aber umso fröhlicher zu.

Hinweis:

In einigen Stadtteilen werden private Internetseiten angeboten. Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Leben vor Ort. Die Stadt Mainz übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität dieser Informationen jedoch keine Verantwortung.