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Öllampen werfen flackerndes Licht an die Wände des Tempels, der Duft von Räucherwerk und verbrannten Früchten hängt schwer in der Luft... Die Mainzer Erde hat ein wenig mehr Licht in den kultischen Alltag der Römer in Mogontiacum gebracht. Im Jahre 2000 stieß man auf Teile eines der altägyptischen Gottheit Isis und der orientalischen Mater Magna geweihten Tempels, der vermutlich bis ins 3.Jh. genutzt wurde. Ein sensationeller Blick auf religiöse Kulte der Römerzeit ist damit möglich geworden.
Aufsehenerregend sind neben den mehr als 300 rund um den Tempel gefundenen Öllämpchen auch die freigelegten Opfergaben: Neben Früchten wie Datteln und Feigen wurden Pinienkerne und Getreidekörner auf Altären verbrannt. Auch Tieropfer wurden dargebracht, wie zahllose Hühnerknochen belegen. Unter den geborgenen Statuetten finden sich ein eng umschlungenes Liebespaar, eine Venus, ein Stier mit einer Opferbinde und ein bronzener Merkur mit einem Geldsack in der Hand.
Die Fundamente des römischen Heiligtums Isis und Mater Magna Tempel entdeckte man bei Aushubarbeiten für eine Einkaufspassage. Mauern, Steine und Fundstücke wurden drei Jahre sorgfältig eingelagert. Im Jahre 2003 wurde der Tempel im Präsentationsraum der "Taberna archaeologica" an ihrer Fundstelle wieder aufgebaut.
Den Besucher erwartet auf seiner Zeitreise zurück in die Welt des kultischen Rom nun eine alle Sinne ansprechende Inszenierung des Heiligtums.
Sonderführungen nach Absprache. Anmeldung von Gruppen:
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