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Lebendige Antike: Die Jupitersäule

Zu sehen ist das Duplikat der neun Meter hohen römischen Jupitersäule, die zur Zeit des Kaiser Nero errichtet wurde. Die Säule steht vor dem Landtag an der Großen Bleiche. Das Orginal befindet sich in der Steinhalle des Landesmuseum Mainz.Die über neun Meter hohe Jupitersäule ist ein gutes Beispiel dafür, wie lebendig antike Bauwerke von der Vergangenheit erzählen können. Die Inschrift am Fuß der Säule bringt Licht in ein bewegtes Kapitel römischer Geschichte zur Zeit Kaiser Neros. Hier sind schemenhaft die Worte „Nero“ und „pro salute“ zu entziffern, zusammen also „für das Heil Neros“.

Die in mehr als 2000 Teile zerbrochene Säule fand man 1905 bei Bauarbeiten in der Nähe einer antiken Kaufmannsiedlung. Diese lag im Gebiet der heutigen Mainzer Neustadt. Mainzer Kaufleute stifteten die Säule zum Wohle des Kaisers. Doch nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass man diesen Schluss heute überhaupt noch ziehen kann. Denn nach seinem Tode wurde Nero, der als Urheber des Brandes von Rom ausgemacht worden war, als Staatsfeind behandelt und geächtet. Natürlich konnte jetzt auch die Inschrift am Fuß der Mainzer Jupitersäule nicht bleiben. Also entfernte man sie - freilich unzureichend.

Auch das Nebeneinander von römischem und germanischem Götterkult ist an der Säule beispielhaft abzulesen. 28 Reliefs zeigen römische und keltische Gottheiten. Ursprünglich krönte eine bronzene Jupiterstatue die Säule. Von ihr existieren jedoch nur noch ein Fuß, ein kleiner Finger sowie Teile des Blitzes.

Standort:

Die Kopie der Jupitersäule ist vor dem Landtag an der Großen Bleiche zu sehen, das Original befindet sich in der Steinhalle des Landesmuseums.
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