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Römische Badekultur: Das Hypokaustum

Zu sehen sind Reste einer römischen Fußbodenheizung, einem Hypokaustum.Wer sich heute die Reste des römischen Hypokaustums in der Grünanlage zwischen Maison de France und Proviantmagazin ansieht, wird kaum vermuten, welch ausgeklügeltes technisches Können dahinter steckt. Die Idee zu einer Art Fußbodenheizung stammte eigentlich von den Griechen (griech. hypocauston = „von unten heizen“). Dabei wurde der - oft reich verzierte - Fußboden von kleinen Pfeilern getragen. Ein Holzfeuer verteilte seine Wärme in den so entstandenen kanalartigen Gängen direkt unter dem Fußboden und sorgte für angenehme Temperaturen von etwa 25 Grad.



Oft war das Hypokaustum noch mit einer Wandheizung ausgestattet, durch deren kaminartige Schächte die Rauchgase des Feuers nach außen entweichen konnten. Ebenso ausgefeilt wie die Technik des Hypokaustums war auch die eigentliche Badekultur. Die Baderäume Sudatorium, Caldarium und Tepidarium unterschieden sich nach ihren Temperaturniveaus. Daneben gab es Schwimmbassins, Gymnastikplätze und sogar Bibliotheken. Dem antiken Bedürfnis, Körper und Geist in Einklang zu bringen, durften allerdings Männer und Frauen nur getrennt nachgehen.

Standort:

Die Reste des Hypokaustums sind in der Nähe des Schillerplatzes in der Grünanlage zwischen Maison de France und Proviantmagazin zu sehen.