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Wie das Wasser zum Legionslager kam: Die Römersteine

Zu sehen sind die Pfeilerreste des römischen Aquädukts an der Unteren Zahlbacher Straße.„Doch wer die Fülle des Wassers sieht, das so geschickt in die Stadt geleitet wird, um öffentlichen Zwecken zu dienen ...; wer die hohen Aquädukte betrachtet, die erforderlich sind, um die richtige Beförderung zu garantieren; wer an die Berge denkt, die deshalb durchstoßen, und die Täler, die aufgefüllt werden mussten, der wird zugeben, dass der Erdkreis nichts Bewundernswerteres aufzuweisen hat." Plinius d.Ä. bringt den Stolz der Römer auf ihre Erfindung auf den Punkt.

Wasser diente nicht zuletzt zur Sicherung des Lebensstandarts der Bevölkerung. Mit Hilfe eines Aquädukts konnte das wertvolle Nass über Kilometer in die Militärlager und Städte transportiert werden. Mit der Wasserleitung in Mainz verwirklichte die antike Besatzungsmacht geradezu einen architektonischen Superlativ: den höchsten Aquädukt nördlich der Alpen. Die „Römersteine“ im Stadtteil Zahlbach sind die Reste dieser Anlage.

Von dem etwa neun Kilometer entfernten Quellgebiet im Stadtteil Finthen aus verlief die Leitung zunächst unterirdisch. Wegen des zunehmenden Gefälles führte sie dann aber oberirdisch weiter. Um den größten Höhenunterschied in Zahlbach zu überwinden, brauchten die Pfeiler eine Höhe von über 25 Metern. Heute sind von diesen Pfeilern nur noch Überreste vorhanden - die Römersteine.

Standort:

Die Pfeiler des Aquädukts befinden sich an der Unteren Zahlbacher Straße.