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Für mich ist zum Ende dieses Jahres der richtige Zeitpunkt gekommen, in den Ruhestand zu gehen und damit ohne lange Vakanz die Wahl eines Nachfolgers im März 2012 zu ermöglichen. Diese Überzeugung hat mir in den vergangenen Wochen Kraft gegeben. Und sie trägt mich auch in diesen Tagen. Ich freue mich, künftig mehr Zeit für meine Familie zu haben. Damit heißt es aber auch, Abschied vom Amt zu nehmen, und so wende ich mich mit meiner Kolumne ein letztes Mal an Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Genau 15 Jahre ist es her, dass Sie mir in der ersten Direktwahl ihr Vertrauen geschenkt haben – ein Vertrauensbeweis, der vor sieben Jahren erneuert wurde. Oberbürgermeister meiner Heimatstadt zu sein, das war eine große, eine besondere Aufgabe. Und es war eine Aufgabe, die angesichts der kommunalen Finanznot und ohne eigene Mehrheit im Rat ein hohes Maß an Pragmatismus und Kompromissbereitschaft verlangte.
Ich habe mich immer als Brückenbauer und Architekt im politischen Sinne verstanden. Eine solche Haltung entspricht auch dem Grundgedanken der Kommunalpolitik, die – richtig verstanden – auf Ausgleich und Konsens und nicht auf politischen Streit ausgerichtet sein muss. Nur dann kann ein so positives Lebensgefühl, wie es Mainz ausstrahlt, bestehen.
Der Blick in meine Antrittsreden zeigt, dass ich die mir selbst gestellten Aufgaben abgearbeitet habe. Das ist und war mir immer wichtig: klare, berechenbare und konsensfähige Ziele, die tatsächlich erreichbar sind. Ich bin mir bewusst, dass die Erträge aller Anstrengungen das Ergebnis einer Mannschaftsleistung sind – im Stadtvorstand, im Rat oder auch im Städtetag. Daher ist es mir auch ein ganz besonderes Anliegen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für Ihre Loyalität, Ihr Engagement und Ihre kompetente Aufgabenerfüllung in diesen politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten herzlich Dank zu sagen und Ihnen für das Geleistete meine Anerkennung und Wertschätzung auszusprechen.
Meiner Heimatstadt Mainz wünsche ich glückliche Jahre und meinem Nachfolger eine gute Hand bei der Erfüllung dieser schönen und anspruchsvollen Aufgabe.
Ihnen allen und Ihren Familien alles Gute und ein gesundes und friedliches Jahr 2012,
Ihr
Jens Beutel
OB-Kolumne
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