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Pinkelstadt: Das Musical
Vom New Yorker Broadway auf den Mainzer Uni-Campus

Premiere am 27. Mai 2011, 20 Uhr, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Darsteller des Musicals Pinkelstadt bei der Kostümprobe (Quelle: Musical Inc.)Klimakatastrophe, Wasser als knappe Ressource, staatliche Sanktionen und eine korrupte politische Elite – diese gesellschaftlichen Verhältnisse, die das Musical „Pinkelstadt“ aufzeichnet, klingen nicht unbedingt nach allzu ferner Zukunftsmusik. Die Hochschulgruppe Musical Inc. bringt das Erfolgsstück, das bereits am Broadway gezeigt wurde, nun in Mainz auf die Bühne. Der Premiere am 27. Mai folgen 10 weitere Termine im Hörsaal P1 auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Ab nach Pinkelstadt!

Verpackt in schrillen Humor und ausgestattet mit den verschiedensten Musical-Elementen, übt das Stück Gesellschaftskritik, die trotz aller Satire und Absurdität zeitgemäß und ernst erscheint: Nach einer dramatischen Klimakatastrophe wird Wasser zu einem knappen Gut und die staatliche Wasserregulierung hat weitreichende Folgen für das alltägliche Leben. Private Toiletten sind verboten, ebenso ein Ausflug hinter die Büsche. Zudem treibt ein windiger Geschäftsmann mit Unterstützung korrupter Politiker die Gebühren der öffentlichen WCs in die Höhe. Der Gang zur Toilette, den wir als selbstverständlich empfinden, wird in dieser Welt zum Problem: Wer nicht bereit ist die Wucherpreise zu zahlen und „Erleichterungs-Erschleichung“ begeht, dem droht eine furchtbare Strafe: Verbannung nach Pinkelstadt!

Darsteller des Musicals Pinkelstadt bei der Kostümprobe (Quelle: Musical Inc.)Doch das arme Volk wehrt sich gegen die korrupten Machenschaften von Werdmehr von Mehrwert, dem Betreiber der öffentlichen Bedürfnisanstalten. Angeführt von Jonny Stark kämpfen sie um das Recht, ihre menschlichen Bedürfnisse ganz legal befriedigen zu können. Ausgerechnet in den heldenhaften Jonny verliebt sich Freya, die Tochter des machtdurstigen Unternehmers von Mehrwert. Wird sie ihrem Herzen folgen und sich gegen die Ungerechtigkeiten ihres Vaters auflehnen? Und wird es am Ende ein Happy End geben?

Diese eher traurig anmutende Dystopie einer möglichen Zukunft wird immer wieder durch vielseitige Elemente aufgelockert: Shownummern, Duette, Balladen, Kurt Weill, Gospel, BigBand-Jazz, HipHop und große Orchestermusik bieten Kitsch, Dramatik und Showeffekte in einem. Nicht zuletzt liegt darin auch der Erfolg des Musicals von Mark Hollmann und Greg Kotis begründet, das in Mainz in der deutschen Übersetzung von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny zu sehen ist. Am New Yorker Broadway gewann es bereits Auszeichnungen für die beste Regie, die beste Originalmusik und das beste Libretto und hat dazu beigetragen, das Musical als eigenständige Kunstform zu etablieren.

Termine und Karten

Die Aufführungen finden am 27.05., 28.05., 31.05., 01.06., 03.06., 04.06., 06.06., 07.06., 09.06. und 10.06. jeweils um 20 Uhr statt. Der Kartenvorverkauf für sämtliche Vorstellungen hat bereits am 04. April begonnen. Vorverkaufsstellen sind die „Destille“ (Pfandhausstraße 1), das Kulturcafé (Becherweg 5, Uni Mainz) sowie die Ticketbox (Kleine Langgasse 4) – Onlinebestellungen sind ebenfalls unter www.musicalinc.de möglich.

Veranstaltungsort

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hörsaal P1
Philosophicum
Jakob-Welder-Weg 18

Kontakt

Johannes Gutenberg-Universität

Saarstraße 21
55128 Mainz
Telefon: 06131/ 39-0
http://www.uni-mainz.de/

Erreichbarkeit

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