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Klimakatastrophe, Wasser als knappe Ressource, staatliche Sanktionen und eine korrupte politische Elite – diese gesellschaftlichen Verhältnisse, die das Musical „Pinkelstadt“ aufzeichnet, klingen nicht unbedingt nach allzu ferner Zukunftsmusik. Die Hochschulgruppe Musical Inc. bringt das Erfolgsstück, das bereits am Broadway gezeigt wurde, nun in Mainz auf die Bühne. Der Premiere am 27. Mai folgen 10 weitere Termine im Hörsaal P1 auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Doch das arme Volk wehrt sich gegen die korrupten Machenschaften von Werdmehr von Mehrwert, dem Betreiber der öffentlichen Bedürfnisanstalten. Angeführt von Jonny Stark kämpfen sie um das Recht, ihre menschlichen Bedürfnisse ganz legal befriedigen zu können. Ausgerechnet in den heldenhaften Jonny verliebt sich Freya, die Tochter des machtdurstigen Unternehmers von Mehrwert. Wird sie ihrem Herzen folgen und sich gegen die Ungerechtigkeiten ihres Vaters auflehnen? Und wird es am Ende ein Happy End geben?
Diese eher traurig anmutende Dystopie einer möglichen Zukunft wird immer wieder durch vielseitige Elemente aufgelockert: Shownummern, Duette, Balladen, Kurt Weill, Gospel, BigBand-Jazz, HipHop und große Orchestermusik bieten Kitsch, Dramatik und Showeffekte in einem. Nicht zuletzt liegt darin auch der Erfolg des Musicals von Mark Hollmann und Greg Kotis begründet, das in Mainz in der deutschen Übersetzung von Wolfgang Adenberg und Ruth Deny zu sehen ist. Am New Yorker Broadway gewann es bereits Auszeichnungen für die beste Regie, die beste Originalmusik und das beste Libretto und hat dazu beigetragen, das Musical als eigenständige Kunstform zu etablieren.
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