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Pressemitteilung vom 29. Februar 2012
Mainz möchte Projekte beim Wettbewerb zum "Schaufensterregion Elektromobilität" einspeisen

Bewerbung mit Land Rheinland-Pfalz und Hessen läuft seit 16. Januar / Präsentation in Mainz / Entscheidung fällt Ende April / Fördervolumen insgesamt rund 180 Mio Euro

Im Rathaus der Landeshauptstadt stellten heute die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sowie die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder die Bewerbung der Region Rhein Main zum „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung der Öffentlichkeit vor. Dieser Wettbewerb vergibt für ausgewählte regionale Demonstrationsprojekte insgesamt 180 Millionen Euro.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt diese Bewerbung nachdrücklich mit einer - gemeinsam mit Hessen forcierten - Projektbewerbung mit über 100 Projektskizzen, die am 16. Januar beim Bundesministerium für Forschung eingereicht worden war. Die Projekte im Lande Rheinland-Pfalz sollen vorrangig in der Landeshauptstadt Mainz umgesetzt werden („Satellitenprojekte“ sind in Bingen und Guntersblum verortet).

Zu den Projektvorschlägen gehört unter anderem der Betrieb einer Solarfähre zwischen Guntersblum und dem Naturschutzgebiet Kühkopf, der Einsatz von Hybridbussen bei der MVG, der Einsatz von Elektrofahrzeugen beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz sowie der Aufbau von elektrischen Ladestationen in der Landeshauptstadt. In Bingen soll ein Elektrobus zum Einsatz kommen. Die Landesregierung hat bereits 2010 das Netzwerk Elektromobilität Rheinland-Pfalz gegründet.
Die Mainzer Beteiligten und Ideengeber der Projekte - so die der Stadtwerke Mainz AG, deren Tochter Überlandwerke Groß-Gerau, die Mainzer Verkehrsgesellschaft sowie der Partner Juwi - präsentierten ihre Ideen und machten gleichzeitig deren Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit deutlich.
„Zur Energiewende gehört das Umdenken in Sachen Mobilität. Elektrische Fortbewegung, die auf Erneuerbaren Energien beruht, ist eine große Chance und eine Herausforderung zugleich. Sie erhält uns die Mobilität, ist aber nachhaltig angelegt, muss aber umfänglich weiterentwickelt und erprobt werden. Ich freue mich, dass die Stadt Mainz die Weichen hier richtig stellt und sich beteiligt“, stellt die rheinland-pfälzische Energie- und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest.

Gleichzeitig machte die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder deutlich, dass die Bewerbung keinen „absoluten Neuanfang im Bereich E-Mobilität“ darstelle, da es im Gesamtkonzern Stadt schon seit vielen Jahren erfolgversprechende Ansätze zur Umsetzung der Fortbewegung auf der Basis erneuerbarer Energien verfolgt wurde, welche nun sukzessive weiterentwickelt werden. Eder: „Die Bewerbung zum Schaufenster Elektromobilität hat einen großen zusätzlichen Schub für dieses Thema in der Stadt Mainz bewirkt. Auch aus dem Blickwinkel der gebotenen Luftreinhaltung ist der verstärkte Einsatz von mit erneuerbaren Energien betriebenen Elektromobilen sinnvoll und das Gebot der Stunde.“ Die Konkurrenz um die Bundesfördermittel von insgesamt 180 Mio Euro sei groß, so Eder abschließend: „Unsere Projekte haben aber Qualität, daher schauen wir der Prämiierung Ende April optimistisch entgegen.“
Die Projektlaufzeit soll danach 36 Monate betragen.