Landeshauptstadt Mainz Direkt zum Inhalt
Die Ursprünge des heutigen Stadtparks liegen in den Stifts- und Abtsgärten des seit 802 bestehenden Benediktinerklosters St. Alban. In den Jahren 1672 bis 1693 ließ Graf Christoph Rudolf von Stadion die Gärten künstlerisch gestalten. Der vom "Bauwurm" besessene Kurfürst Lothar Franz von Schönborn errichtete schließlich ab 1700 auf diesem Gelände die Sommerresidenz "Favorite", eine terrassierte Parkanlage in barocker Formensprache mit dem dazugehörigen Lustschloss nach dem Vorbild französischer und italienischer Gartenanlagen. Das von Zeitgenossen viel gerühmte Gartenkunstwerk ging in den Kriegsjahren 1792/93 unter.
Der obere Teil des verwüsteten Geländes diente am 3. November 1803 als Hinrichtungsstätte des legendären Räuberhauptmannes Johannes Bückler, alias Schinderhannes sowie 19 seiner Bandenmitglieder, die im Hunsrück, an der Nahe und im Taunus Reisende überfallen und ausgeraubt hatten.
Nach dem Erwerb des Geländes durch die Stadt Mainz, schuf 1819/20 der Mainzer Gartenbauer Peter Wolf zwischen Fort Kartaus und dem Rheinufer eine neue Anlagen im Stil der englischen Landschaftsgärten. Die zeitgenössische Literatur pries den Landschaftsgarten als "kleines Paradies".
Zum 2000jährigen Stadtjubliläum im Jahre 1962 entstanden Blütenhäuser, ein Vogelhaus sowie ein Lese- und Ruhehof. Aus der alten Gartenanlage der Favorite wurde eine barocke Herkules-Statue und der Torso des Flussgottes Rhenus wieder aufgestellt
Heute laden große Rasenflächen und mächtige Bäume im Stadtpark zum Verweilen und Entspannen ein. Gegen Osten hat man eine gute Sicht auf die Mündung des Mains in den Rhein. Spannend zu beobachten sind die Manöver der Rheinfrachter beim Wechsel der Flüsse. Am Nordeingang begrüßt die Besucher eine liebevoll in der Flora der jeweiligen Jahreszeit gestaltete Blumenuhr. | in www.mainz.de |
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