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Die Grüne Hausnummer

Projektbanner Grüne HausnummerAuch 2012 wird wieder die "Grüne Hausnummer" durch Umweltdezernentin Katrin Eder verliehen. Diese Auszeichnung für vorbildliches und umweltfreundliches Bauen und Wohnen kann sowohl von privaten Hausbesitzern, als auch von Firmen und Institutionen erworben werden. Die "Grüne Hausnummer" berücksichtigt sowohl Maßnahmen zum Energiesparen, als auch die Auswahl der Baumaterialien und die Gebäudeausstattung, den Strom- und Wasserverbrauch und die Gartengestaltung. "Es gibt viele Beispiele für nachhaltiges Bauen in Mainz, diese wollen wir gerne als Vorbilder für andere hervorheben" erklärt Katrin Eder.

Der Bewerbungsschluss ist immer zum 30. Juli. Hausbesitzer, die die Kriterien erfüllen, erhalten ihre eigene Hausnummer als (grünes) Metallschild und können dieses weithin sichtbar an ihrem Haus anbringen – neben der bisherigen Hausnummer oder stattdessen.

Der Kriterienkatalog umfasst Fragen nach der Bauweise, Energie-, Wasser- und Stromverbrauch, den verwendeten Materialien, aber auch die Gestaltung von Grünflächen und des Grundstücks.

Bewerbungsunterlagen erhalten interessierte Mainzer Hausbesitzer bei den Ortsverwaltungen und im UmweltInformationsZentrum der Stadt Mainz. Sie stehen auch als Download (siehe Ende der Seite) zur Verfügung.

Die bisherigen Auszeichnungen


Don Bosco Haus - Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Diözese Mainz

Hartenberg-Münchfeld

Der Neubau des Jugendhauses ist sehr energieeffizient ausgelegt, der Primärenergiebedarf ist 20 % unter dem Referenzwert. Bei den Baumaterialien wurde Wert auf den umfassenden Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz gelegt: die innenliegende Holzständerbauweise, Holzfußböden und –decken sowie die Außenfassadenverkleidung aus unbehandeltem Holz zeigen dies. Intelligente elektronische Beleuchtungssteuerung und sparsame Büro- und Küchengeräte helfen Strom zu sparen. Das Pneudach verbessert den natürlichen Lichteinfall im Innenhof.

Familie Annemarie und Karl Schumacher
Mainz-Oberstadt

Das Haus wurde 1935 errichtet und nach Kriegsschäden wieder aufgebaut. Eine umfassende energetische Sanierung wurde im Jahr 2007 durchgeführt: Die Fassade wurde mit 160 mm Polystyrol 035 gedämmt und die Fenster mit Wärmeschutzisolierverglasung erneuert. Das Dach wurde mit 160 mm PUR Aufsparrendämmung isoliert. Die Balkone wurden thermisch von der Gebäudehülle getrennt. Die Heizung wird durch eine Erdwärmepumpe mit 3,04 kW Leistungsaufnahme bei 4 erdspießen à 60-80 m sichergestellt. Der alte Öltank wurde zu einer 7000 l Regenwasserzisterne umfunktioniert.

Familie Uwe Wagner

Mainz-Gonsenheim

Das auf den Gonsbachterrassen 2007 errichtete Stadthaus ist als Passivhaus konzeptioniert. Baustoffe sind u.a. Kalksandstein, Die Innenwände sind weitgehend mit Lehmstreichputz und Lehmfarben ausgeführt. Durch sehr gute Dämmung von Außenwand und Dach sowie wärmebrückenfreie Kellerausführung liegt der Heizwärmebedarf bei 13,7 kWh/m²*a. Die Lüftungsanlage ist mit Wärmerückgewinnung und vorgeschaltetem Erdwärmetauscher versehen. Dem Hausherrn und Architekten war es für die Ausführung wichtig, dass das Haus auf konventionelle Weise mit einer konventionellen (aber aufgeschlossenen) Baufirma mit deren üblichen Mitteln errichtet werden konnte.

Familie Birgit Schößwender und Christoph Albuschkat

Mainz-Mombach

Das „Franzosenhaus“ wurde 1953 als Holzhaus in Fertigbauweise errichtet. Der Ursprungszustand war noch weitestgehend vorhanden, als das Haus 2008-2010 vorbildlich saniert wurde. Dabei wurde die Maßnahme auf die vorhandene Bausubstanz abgestimmt und Wert auf ökologische Materialien gelegt. Das Dach wurde mit 220 mm Holzfaserdämmung versehen. Die Hohlräume der Außenwände wurden mit Zellulosefasern gefüllt, zusätzlich wurde von außen eine 200 mm starke Holzfaserdämmung aufgebracht. Die Beheizung wird durch eine heizungsunterstützende Solarthermieanlage, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie einen Gasbrennwertkessel sichergestellt.
Der Primärenergiebedarf des Hauses sank so von 186 kWh/m²*a auf 53 kWh/m²*a.

Das Bild zeigt das Wohn- und Geschaeftshaus von Familie Gresch-Merz

Dr. Bernadette Gresch-Merz und Dr. Norbert Merz

Mainz – Mombach

Der Neubau mit insgesamt 773 qm Nutzfläche besteht aus einer Arztpraxis, dem munnosal-Gesundheitszentrum mit Seminarräumen und dem Arboresal-Verlag mit Buchhandlung im Unter- und Erdgeschoss. Die Wohnung der Eigentümer befindet sich im Obergeschoss. Eine Pelletheizung und ein 30 qm großes Sonnenkollektorfeld sorgen für die nötige Wärme. Regenwasser wird für Gartenbewässerung und Toilettenspülung genutzt. Die Gartengestaltung zeichnet sich durch große Trockenmauern und lange Hecken unter Einbeziehung des alten Baumbestandes aus.

Das Bild zeigt das Wohnhaus von Familie Nichell

Familie Angelika und Norbert Nichell

Mainz – Laubenheim

Das Haus, 2002 errichtet, ist mit einem Heizenergieverbrauch von unter 70 kWh/qm und Jahr ein gutes Niedrigenergiehaus. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt dafür, dass trotz dichter Hülle ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet ist. Auf baubiologisch einwandfreie Qualität wurde geachtet, z.B. sind die Wände mit Lehmputz gestrichen.
Der Garten bietet mit einer 8m langen Trockenmauer, mit Obstgehölzen, einer Hecke und Gesteinshaufen der heimischen Fauna viele Rückzugsorte und Nahrungsplätze.

Das Bild zeigt das Wohnhaus von Familie Reister

Familie Cornelia und Steffen Reister

Mainz – Gonsenheim

Ein Haus ganz aus Holz war der Traum von Familie Reister. Die Außenwände sind im Blockhausstil errichtet. Auch im Innenbereich dominiert Holz.
Die Beheizung erfolgt durch einen Kachelofen mit Hartholz-Briketts und ein großes Sonnenkollektorfeld auf dem Dach. Das Regenwasser von den großen Dachflächen wird auf dem Grundstück versickert.

Das Bild zeigt das Wohnhaus mit Praxis von Michael Schlechtriemen

Praxis Michael Schlechtriemen

Mainz-Gonsenheim

Das Gebäude umfasst neben der Praxis auch Wohnräume: Durch die energetische Sanierung und Wärmedämmung wird Neubaustandard erreicht, Sonnenkollektoren unterstützen die Heizung, eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom. Regenwasser wird auch für die Toiletten genutzt. Der Garten ist mit einheimischen Gehölzen eingegrünt, ein kleiner Teich und Hauswandbegrünung runden das Bild ab.

Das Bild zeigt das begrünte Hau von Familie Krembs

Familie Gerhard und Brigitte Krembs

Mainz-Hechtsheim

Schon frühzeitig, Ende der 70er Jahre, hat Familie Krembs ihr Haus nachträglich dämmen lassen: sowohl die Fassade, als auch das Dach. Der Energieverbrauch ist daher sehr moderat. Der Garten ist sehr artenreich gestaltet: Hauswandbegrünung, ein großer Teich, Trockenmauern, Heckenstrukturen und viele kleine Artenschutzmaßnahmen runden das Bild ab.

Das Bild zeigt den Neubau von Familie Prawitt-Wanner mit Solaranlagen

Familie Dr. Susanne Wanner und Olaf Prawitt

Mainz-Bretzenheim

Der Neubau ist als Niedrigenergie-Holzhaus ausgeführt. Mit der Verwendung von Holzdielen aus einheimischer Lärche und Buche, mit Holzfenstern aus einheimischer Fichte und der Verwendung von Lehmstreichputz und Naturharz-Dispersionsfarben wurde auch bei der Ausstattung auf umweltgerechte Ausführung geachtet. Frau Wanner und Herr Prawitt beziehen nicht nur zertifizierten Ökostrom, sondern erzeugen solchen auch selbst auf ihrem Dach. Der Garten muss zwar noch etwas einwachsen, doch mit einer Wildblumenwiese und Totholzhaufen für Igel und Insekten sind die Anfänge getan.

Das Bild zeigt das Wohnhaus von Familie Schwarz-Gill in Gartenansicht

Familie Andrea Schwarz und Matthias Gill

Mainz-Ebersheim

Herr Gill hat mit viel Engagement den Altbau nach Umweltgesichtspunkten saniert und die angrenzende Scheune zu zwei Wohnungen ausgebaut. So wurden z.B. alte Türen, Balken und sogar Biberschwanz-Dachziegel wieder verwendet, der Lehmputz wurde fachgerecht erneuert. Das Dach wurde gedämmt, der Altbau mit einer Fassadendämmung versehen. Die moderne Gas-Brennwertheizung trägt ein weiteres dazu bei, dass der Energiebedarf außerordentlich niedrig ist und im Bereich von Neubauten liegt. Eine Regenwasserzisterne für Garten und Toilette reduziert den Wasserverbrauch. Der Garten ist mit heimischen Gehölzen, Hecken und einer Trockenmauer ökologisch gestaltet.

Das Bild zeigt das Wohnhaus von Familie Theden vom Garten her

Familie Petra und Alexander Theden

Mainz-Oberstadt

Das Wohngebäude von Familie Theden wurde bereits 2001 ausgezeichnet im Rahmen der Aktion „Mainzer Bürger aktiv im Klimaschutz“, da es in hervorragender Weise zeigt, dass man auch einen Altbau zum Niedrigenergiehaus umbauen kann. Dass hierzu auch umweltverträgliche Dämmaterialien wie Zellulosefasern verwendet wurden, schlägt sich in der Bewertung der Grünen Hausnummer nieder. Hecken aus heimischen Gehölzen zeigen, dass sich Familie Theden auch bei der Gartengestaltung umweltbewusst verhält.

Das Bild zeigt das energetisch sanierte Haus von Familie Pannhorst

Familie Ingrid und Wolfgang Pannhorst

Mainz-Oberstadt

Familie Pannhorst hat sich an dem Modellprojekt „Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus“ des Umweltamtes erfolgreich beteiligt. Neben der energetischen Optimierung des Gebäudes, hat Familie Pannhorst zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert. Der Innenausbau ist zwar noch nicht vollends abgeschlossen, doch sind mit dem Projekt die weiteren Schritte abgesteckt. Eine Regenwasserzisterne für den Garten sowie die Gartengestaltung mit vielen einheimischen Gehölzen und Kompostwirtschaft runden das Bild ab.

Das Bild zeigt das Firmengebäude von Firma Spielmann in Passivhausbauweise mit Solaranlage

Firma Sigurd Spielmann GmbH

Mainz-Mombach

Der Neubau der Fa. Spielmann wurde im Jahr 2003 fertig gestellt und konsequent als Passivhaus errichtet. Das Holzhaus ist mit einer Zellstoffdämmung versehen. Die Südfassade mit Eingangsbereich ist mit großen Glasfronten versehen. Die Sonnenkollektoren zur Heizungsunterstützung sind als Vordach ausgestaltet, um sommerliche Überhitzung zu vermeiden. Neben einer Erdwärmepumpe kann auch ein Holzpelletofen zur Heizung eingesetzt werden. Außer einer Regenwasserzisterne wird eine Grauwassernutzungsanlage betrieben: Duschabwässer werden im Gebäude gereinigt und dann zur Toilettenspülung eingesetzt.
Firma Spielmann demonstriert damit am eigenen Gebäude in hervorragender Weise, wie ihre Produkte aus dem Bereich Sanitär – Solar und Heizung eingesetzt werden können.

Familie Inge Eggert und Dr. Carl Ehrig-Eggert

Mainz-Gonsenheim

Bei dem Haus kommt ein ganzheitlicher Ansatz zum Ausdruck: das 1949/50 in Holzrahmenbauweise errichtete Einfamilienhaus wurde an der Außenfassade und im Dach nachträglich, z.T. mit Zellulosefasern, gedämmt. Sonnenkollektoren erwärmen das Wasser. Der Energieverbrauch konnte auf das Niveau eines Neubaus reduziert werden. Die Fassadenanstriche sind mit Naturfarben hergestellt. Die über 50 Jahre alten Holzfensterläden wurden aufgearbeitet. Der Garten ist sehr naturnah gestaltet. Trockenmauern, Hecken aus heimischen Gehölzen, Nistkästen für Vögel, alte Öbstbäume und ein ökologisch bewirtschafteter Nutzgarten geben der Natur eine vielfältige Heimat.

zu sehen ist das Passivhaus von Familie Leinen

Familie Barbara und Dr. Felix Leinen

Mainz Hechtsheim

Das Passivhaus in Holzständerbauweise hat einen Endenergiebedarf von nur 11 kWh/qm im Jahr. Durch eine Wandstärke von 48 cm und doppelten wärmeschutzverglasten Fenstern (U-Wert 0,59) wird eine optimale Dämmung erreicht. Die Photovoltaikanlage mit ca. 100 qm Größe und einer Leistung von 14,5 kWp liefert mehr Energie, als für Heizzwecke benötigt wird. Das warme Wasser wird solar mit 14 qm Vakuumröhrenkollektoren erzeugt. Die Lüftungsverluste werden durch eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung minimiert.
Auch das Regenwasser wird genutzt mit einer 11 cbm Zisterne.

zu sehen ist das Haus von Familie Frank

Familie Martina Anker-Frank und Stephan Frank

Mainz-Gonsenheim

Dieses Haus mit 275 qm Wohnfläche ist in Holzständerbauweise errichtet. Umweltfreundliche Baustoffe zur Dämmung wie Holzweichfaserplatte, Zellulose und Hanf zeichnen es aus. Die Innenwände sind mit Lehmputz angelegt und mit mineralisch gefärbtem Lehmstreichputz getönt. Das sehr gute Niedrigenergiehaus-Niveau kommt mit einem Endenergiebedarf von 20,3 kWh/qm im Jahr aus. Geheizt wird mit Holz und Sonne. Solarspeicher zwischengelagert. Als Pufferspeicher wurde (wahrscheinlich erstmalig in Mainz) ein Latentwärmespeicher eingebaut,der in Salz etwa 3 mal soviel Energie bei 60 Grad speichern kann wie ein herkömmlicher Wasserspeicher. Die Photovoltaikanlage hat eine Leistung von 5,8 kWp
Downloads
 Die Grüne Hausnummer - Broschüre (3059 kb)
 Die Grüne Hausnummer - Flyer (1272 kb)
 Die Grüne Hausnummer Kriterienkatalog (123 kb)