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, 19:30 Uhr

Gedenken: Rebellische Pianistin - Das Leben der Grete Sultan

© Eugene Cook, International Piano Archives University of Maryland
© Eugene Cook, International Piano Archives University of Maryland

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) im Rathaus

Grete Sultan, die "rebellische Pianistin", wie Theodor W. Adorno sie nannte, stand in den 1920er Jahren am Beginn einer großen Karriere als Interpretin klassischer und Neuer Musik. 1906 in Berlin geboren, wuchs Grete Sultan in einer musisch vielseitig orientierten Familie mit Mainzer Wurzeln auf. Doch für sie als Jüdin war gleich 1933 die künstlerische Laufbahn in Deutschland beendet. Berufsverbot und wachsende Bedrohung bestimmten von da an ihr Leben und das ihrer Familie. Noch Mitte 1941 gelang ihr die Flucht in die USA. Nach mühsamen Anfängen glückte ihr dort eine zweite Karriere als Interpretin Neuer Musik, eng verbunden mit den Werken von John Cage. Sie starb 2005 im Alter von 99 Jahren in New York.

Moritz von Bredow, der als Kinderarzt und Autor in Hamburg lebt, zeichnet in seiner 2012 und 2014 in 2. Auflage erschienenen viel beachteten Biografie Grete Sultans bewegtes und bewegendes (musikalisches) Leben zwischen Berlin und New York nach - und ebenso das Schicksal ihrer Familie. Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltungen des Landes Rheinland-Pfalz im Jahr 2017 stehen im Nationalsozialismus verfolgte Künstlerinnen und Künstler.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mainz

Veranstaltungsort

Rathaus, Ratssaal
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz

Veranstalter

Landeshauptstadt Mainz, Frauenbüro
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz

Preise

Freier Eintritt