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, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr

Tag der Deutschen Einheit: Zwischen Anpassung, Widerstand und Utopie

© M.Langer
© M.Langer

Zwischen Anpassung, Widerstand und Utopie Eine kurze Geschichte der Literatur in der DDR

Ein Charakteristikum der DDR-Literatur war, dass die verschiedenen Generationen mit einem ganz unterschiedlichen Blick auf die Gesellschaft, mit der sie sich auseinandersetzen, zugingen: Die älteren Autoren, die den Nationalsozialismus als Erwachsene erlebt hatten und aus dem Exil in die DDR zurückgekehrt waren (Anna Seghers), die mittlere Generation, die den Hitlerfaschismus als Jugendliche erlebt hatte (Christa Wolf), und die jüngere Generation der "Hineingeborenen". Die beiden ersten Gruppen zeichnete eine grundsätzliche Loyalität gegenüber dem Staat aus - für sie war er die Alternative zur faschistischen Vergangenheit. Die jüngere Generation maß hingegen ihren Staat vor allem an seinem eigenen sozialistischen Anspruch. In formalkünstlerischer Hinsicht wollte sie den Anschluss an die Moderne finden, bei dem das staatlich verordnete Programm des "Sozialistischen Realismus" ihr im Wege stand. Spätestens die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 ließ alle Konflikte offen ausbrechen.
Texte werden vorgelegt.

Dozent: Dr. Christa Thomassen

Kursnummer: Z62119

Hinweis

Ort: vhs-Haus; Max. 20 Personen

Veranstaltungsort

vhs-haus
Karmeliterplatz 1
55116 Mainz

Veranstalter

Volkshochschule Mainz
Karmeliterplatz 1
55116 Mainz
Telefon: 06131/26250

Preise

Kosten
Teilnahmegebühr12,00