Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen
Sie befinden sich hier:
  1. Freizeit & Sport
  2. Feste und Veranstaltungen
  3. Veranstaltungskalender
, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel (Rostock): Durch dinster finster nebel dicken - ein „unechtes“ Tagelied Frauenlobs?

Mainzer Frauenlob-Gespräche

© Codex Manesse: Frauenlob – cpg 848, fol. 399r – CC BY-SA 3.0 DE
© Codex Manesse: Frauenlob – cpg 848, fol. 399r – CC BY-SA 3.0 DE

Öffentliche Vortragsreihe zum 700. Todestag des Mainzer Dichters Frauenlob

Der 700. Todestag von Frauenlob († 29. Nov. 1318, Mainz) soll Anlass sein, im Rahmen einer universitären Gesprächsreihe und eines sich daran anschließenden Colloquiums eine wissenschaftliche Standortbestimmung und Neuperspektivierung der Forschung vorzunehmen zu einem Dichter, der mit seinen Liedern, Leichs und Sangsprüchen als einer der größten, zugleich aber auch bis heute als einer der schwierigsten deutschsprachigen Lyriker des Mittelalters gilt.

Um die komplizierte Überlieferung, artistische Kühnheit, gedankliche Komplexität und virtuose Form von Frauenlobs Werk bemüht sich die germanistische Mediävistik schon lange. Mit der Göttinger Ausgabe samt Wörterbuch und Supplement, aber auch dem Repertorium der Sangsprüche und Meisterlieder des 12. bis 18. Jahrhunderts liegen mittlerweile nicht nur Grundlagewerke vor, die eine relativ sichere Text- und Überlieferungskenntnis gewährleisten. Sie legen v.a. auch das Fundament für eine interpretatorische Neubewertung. Von den Handschriften aus, unter dem Blickwinkel des Autorschaftskonzepts und von den Horizonten der lyrischen Gattungen und ihrer ästhetischen Verfahren aus gibt es immer wieder Neues und Faszinierendes über Frauenlob zu lesen – ein, so scheint es, nicht enden wollender Explorations- und Erkenntnisprozess, der als eindrücklicher Beleg für Frauenlobs Potential wie zugleich aber auch nachhaltig als Appell für weitere Frauenlob-Forschungen gelesen werden kann.

Die Mainzer Frauenlob-Gespräche möchten diesen Impuls aufgreifen. Im Zentrum steht dabei zum einen, resümierend, die Frage nach dem aktuellen Stand der Frauenlob-Forschung gute 15 Jahre nach dem Erscheinen des Supplements der Göttinger Ausgabe und einer letzten „Bilanz“ (Stackmann 2002). Avisiert ist damit zum anderen aber auch eine gezielte Diagnose von Themen- und Problembereichen, mit der sich perspektivisch mögliche weitere Wege erschließen sowie neue Forschungsfelder kartieren lassen. Behandelt werden Schwerpunkte der Frauenlob-Forschung wie z.B. den Aufbau von Phantasmen im Schnittpunkt von autor- und überlieferungszentrierten Fragestellungen, die vielfältige Faktur von Frauenlobs lyrischem Schaffen oder auch die Faszination Frauenlobs und ihre weitreichenden Folgen. Zu Fragen auf diesen und ähnlichen Gebieten laden die Mainzer Frauenlob-Gespräche im Wintersemester 2018/2019 zu einer universitär eingebundenen Veranstaltungsreihe mit 12 Vorträgen von ausgewählten Frauenlob-Experten ein. Darüber hinaus möchten sie die einzelnen Gespräche, die den 700. Todestag des Dichters umrahmen, in einem abschließenden Colloquium bündeln: Gemeinsam mit den Vortragenden und den Beiträgern eines 2018 erscheinenden Handbuchs zu Frauenlob sollen die verschiedenen Fragen zu Frauenlob noch einmal zusammengeführt werden, um so am Ende auch systematisch und in ganzer Breite neue Wege der Frauenlob-Forschung diskutieren zu können.

Hinweis

Termine am 25. Oktober, 8., 15, 22. und 29. November, 6. und 13. Dezember, 2018 sowie am 10., 17., 24. und 31. Januar und am 7. Februar 2019

Veranstaltungsort

JGU - Philosophicum, Raum ÜR 01-471
Jakob-Welder-Weg 18, neben P109a
55128 Mainz

Veranstalter

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie unter 'Datenschutz'.

'Datenschutz'