Museumspädagogische
Werkstatt Drucken
an historischen Pressen für Schulklassen und Gruppen (Werkstattgebühr). Jeden
Donnerstag Jour Fixe - offene Werkstatt für Jedermann Der Druckladen
bietet als museumspädagogische Werkstatt interessierten Gruppen wie auch Einzelpersonen
Möglichkeiten zu praktisch-produktivem Tun im Bereich des Hoch- und Tiefdrucks.
Jeder kann zu einem selbsttätig handelnden Setzer und Drucker werden.
Druckladen: Seilergasse 1 (Erweiterungsbau des Gutenberg Museums)
Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr Samstag: 10 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung
Telefon (06131) 12 26 86 Gutenberg-Museum
Geschichte und Entwicklung 24.06.1900: Am Johannistag des Jahres 1900
feiert die Stadt Mainz den 500. Geburtstag ihres großen Sohnes Johannes Gutenberg.
Im Anschluss an die Feiern und Veranstaltungen entscheidet die Stadt, ein Gutenberg-Museum
und gleichzeitig eine Gutenberg-Gesellschaft zu gründen, die das Museum fördern
und die Gutenberg-Forschung weiterbringen sollt. Die Idee dazu stammt von einem
Nicht-Mainzer, von Karl Dziatzko, dem Göttinger Professor, Bibliotheksdirektor
und anerkannter Frühdruckforscher. 23.06.1901: Das Gutenberg-Museum wird
feierlich eröffnet, und die Gutenberg-Gesellschaft tagt zum ersten Mal. Erster
Vorsitzender des Vorstandes wird der damalige Oberbürgermeister von Mainz, Dr.
Heinrich Gassner. Das Protektorat übernimmt der kunstsinnige Großherzog Ernst
Ludwig von Hessen. Vorrangiges Ziel ist es zunächst, Mitglieder zu gewinnen. Entsprechende
Aktionen bringen der Gesellschaft unerwartet großen Zulauf. Bis Ende des Jahres
1901 zählt sie bereits 613 Mitglieder. Die Geschichte der Gesellschaft
ist aufs engste mit den Geschicken des Museums verknüpft. Beide sind
in den Anfangsjahren noch mit der Stadtbibliothek verbunden. 1920: Professor
Aloys Ruppel wird Direktor der Stadtbibliothek und damit Direktor des Gutenberg-Museums
(ab 1934 ist er ausschließlich Direktor des Gutenberg-Museums). 1925ff.:
Pläne für eine räumliche Trennung von Stadtbibliothek und Gutenberg-Museum werden
entworfen. Die Stadt Mainz stellt dafür zwei alte Bauten in nächster Nähe des
Domes in Aussicht: das Haus "Zum Römischen Kaiser" und das Haus "Zum
König von England". Einrichtung der rekonstruierten „Gutenberg-Werkstatt"
1926: Erwerbung einer 42zeiligen Gutenberg-Bibel Mai 1927: Die ersten
Räume werden im "Römischen Kaiser" feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
April 1932: Das Gutenberg-Museum übernimmt das gesamte Haus „Zum Römischen
Kaiser". 1933/1939 - 1945: Im Krieg Zerstörung der Gebäude, teilweise
Rettung der Bestände, und 1945ff.: nach dem Krieg provisorischer Neubeginn
1962: Die 2000-Jahr-Feier der Stadt Mainz beschert dem Museum den vorläufig
letzten Umzug. 1962 wird das neue Gutenberg-Museum eingeweiht. Die sehr gut ausgestattete
Fachbibliothek und die Gutenberg-Gesellschaft, die Verwaltung des Museums und
die Restaurierabteilung sind seitdem im renovierten Haus "Zum Römischen Kaiser"
untergebracht, die Ausstellungsräume im angegliederten Neubau, den der Wiesbadener
Rainer Schell geschaffen hat. 1963: Dr. Helmut Presser wird als
Nachfolger von Aloys Ruppel neuer Bibliotheksdirektor. Ausbau des Netzes internationaler
Beziehungen. 1977 bis 1987: Hans Adolf Halbey leitet das Gutenberg-Museum.
1978: Kauf einer zweibändigen Gutenberg-Bibel in New York (Shuckburgh-Exemplar)
1985: Begründung des Mainzer Stadtschreiberpreises (ZDF und Stadt Mainz).
Der Stadtschreiber logiert jeweils für ein Jahr unter dem Dach des Hauses „Zum
Römischen Kaisers". 1987: Dr. Eva-Maria Hanebutt-Benz wird Direktorin
des Gutenberg-Museums. 1989: Der Druckladen des Museums wird eingerichtet.
Er ist zunächst - bis 1999 - im Eckhaus an der Fischtorstraße 2, gegenüber dem
Haus "Zum Römischen Kaiser", untergebracht. Dort befindet sich seit
April 2000 der eigens für das Gutenbergjahr eingerichtete Gutenberg i-Punkt.
1990/91: Erwerb einer kompletten Bleisatz-Offizin, Setzerei und Druckerei
in Hamburg 1999: Beginn des Erweiterungsbaus und der Sanierung des
Gutenberg-Museums März 2000: Der Druckladen zieht in das Erdgeschoss
des neugebauten Erweiterungsbaus des Gutenberg-Museums. Jetzt wird hier wieder
gesetzt und gedruckt wie zu "Blei-Zeiten". 14. April 2000:
Wiedereröffnung des erweiterten und sanierten Gutenberg-Museums und Eröffnung
der großen historischen Gutenberg-Ausstellung Erweiterungsbau Gutenberg-Museum
Zahlen und Daten Bauherr: Wohnbau Mainz GmbH Projektleitung:
Hochbauamt der Stadt Mainz (jetzt: Gebäudewirtschaft Mainz (GWM)), im Dezernat
für Planung, Bauen und Sport Architekt: Rossmann + Partner (1. Preis unter
5 Architekten; Wettbewerbsentscheid datiert vom 18.01.1990) · Bauzeit: Baustelleneinrichtung
im 25. Mai 1998, 1.Spatenstich 22. Juni 1998 Bauarbeiten von Juni 1998
an bis Dezember 1999 Baukosten: 8,4 Millionen DM davon: vorgesehen
1,2 Millionen DM vom Förderverein des Gutenberg-Museums 4,3 Millionen DM Landeshauptstadtansatz
Restsumme Wohnbau Mainz GmbH Miete: Stadt Mainz mietet Gebäude von Wohnbau
Mainz GmbH geschätzte Mietbelastung pro Jahr zwischen 200.000 und 250.000 DM
Brutto-Geschossfläche: rund 1.807 qm/ Nutzfläche: rund 1.100 qm Gebäude-Volumen:
rund 7.460 qm Gebäudenutzung: Untergeschoss: Magazin- und Technikräume
Erdgeschoss: Druckladen 1. OG bis DG: Ausstellungsflächen, DG: kleiner Seminarraum
Bauweise: massive Bauweise in Anschluss an die Gebäude in der Seilergasse dachverglaste
Passage trennt Neubau vom vorhandenen Ausstellungsgebäude Eingang in den Druckladen
ist ebenerdig (in Abstimmung mit den Behindertenbeauftragten) Stahl-Glasbrücke
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