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Gutenberg hautnah: Der große Erfinder in zehn Stationen.

Vom Gutenberg-Museum bis zum Algesheimer Hof (letzter Wohnsitz)

Start- und Zielpunkt des Gutenberg-Pfades ist das Gutenberg-Museum am Liebfrauenplatz. Der Komplex aus Spätrenaissance-Gebäude, modernem Ausstellungstrakt und Druckladen beherbergt neben den weltberühmten, originalen Gutenberg-Bibeln Pressen und technisches Gerät, wie es auch bei ihrer Herstellung benötigt wurde.

Auf dem Weg zum Dom ist das Lettern-Denkmal auf dem Liebfrauenplatz die Station 2. Hier erinnern neun Sandsteinquader an seine eigentliche und bahnbrechende Erfindung: nämlich die erste serielle Herstellung von in Blei gegossenen Buchstaben-Matrizen. Jeder Quader zeigt eine Letter. Zusammen bilden sie den Namen Gutenberg.

Vorbei an der Nagelsäule in Richtung Dom, befindet sich der Domkreuzgang (Station 3) aus der Zeit um 1400 und stellt somit eine der raren Bauten in Mainz dar, die noch originale bauliche Zeitzeugen Gutenbergs sind. Eine der größten Sammlungen von Bildteppichen, bestechend in ihrer Leuchtkraft und Qualität, sind im angrenzenden Diözesanmuseum zu finden.

Das Haus zum Korb, im nahegelegenen Brand-Einkaufszentrum (Station 4, Am Brand 6), legt ebenfalls Zeugnis ab über die spätgotische Bauweise zu Gutenbergs Zeit. Angeschlossen an den Humbrechthof gehörte es zu einer der ältesten Druckereien von Mainz: der Fust-Schöfferschen Druckerei. Fust, ursprünglich Geschäftspartner, war späterer Konkurrent Gutenbergs. Im Druckhaus im Haus zum Humbrecht in der Schusterstraße 22 (Station 5) soll auch die berühmte erste Bibel, die B 42, gedruckt worden sein.

Auf dem Gutenbergplatz vor dem Staatstheater thront seit 1837 das vom Dänen Thorvaldsen entworfene Gutenberg-Denkmal. Die im Jahr 2010 komplett sanierte Statue zeigt den Erfinder bärtig, vornehm gekleidet, mit Bibel und Drucktypen in der Hand. (Station 6)

Ebenfalls in der Schusterstraße, an der Ecke zur Christofsstraße stand der Hof zum Gutenberg, Gutenbergs Geburtshaus und Ort seiner ersten Druckerei, heute Urdruckerei genannt. Das Gebäude, im Zweiten Weltkrieg vollends zerstört, beherbergt heute eine Apotheke. (Station 8). In unmittelbarer räumlicher Nähe zu Gutenbergs Geburtshaus befand sich auch seine letzte Ruhestätte (Station 7). Am Platz der heutigen Alten Universität war im 15. Jh. ein Franziskanerkloster mit Klosterkirche. Beide gingen bei der Rückeroberung von Mainz im Jahr 1793 verloren – und damit alle vielleicht noch vorhandenen Spuren von Gutenbergs Grabstätte.

In der Kirche St. Christoph, ebenfalls im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, wird heute Gutenbergs Pfarrkirche vermutet. Der dort befindliche Taufstein stammt zwar aus seiner Zeit. Die Annahme, es handle sich auch um Gutenbergs Taufbecken, hat sich allerdings nicht bestätigt. (Stationen 9 und 9a).

Unweit seiner Pfarrkirche befand sich auch Gutenbergs letzter Wohnsitz, der Algesheimer Hof, wo er als Hofmann des Mainzer Erzbischofs seine letzten Jahre verbracht haben soll (Station 10). Dieses Gebäude wurde im 18. Jh. vollends umgestaltet und überbaut. Von hier aus gelangt man über den Brand in wenigen Minuten wieder zum Ausgang des Rundganges, dem Gutenberg-Museum.

Broschüre "Gutenberg-Pfad"

Ausführliche Informationen finden Sie in der Broschüre "Gutenberg in Mainz – Wirkungs- und Gedenkstätten" erhältlich im Tourist Service Center und im Gutenberg-Museum Mainz sowie als PDF-Download unten.