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Seitenflügel des Kaisertores rekonstruiert

Mainz hat wieder ein Kaisertor! Die beiden Seitenflügel des alten Festungstors stehen so prächtig wie einst am Rheinufer und sind einen Besuch wert. Durch eine Spende an das Mainzer Denkmal-Netzwerk in Höhe von 200.000 Euro konnte das Projekt angestoßen werden. Die Überreste des alten Tores wurden bei den Arbeiten im Jahr 2018 erhalten, samt ihrer über die Zeit erlittenen Schäden - denn diese erzählen Geschichte - und um die fehlenden Steine ergänzt.

Dabei konnte auf alte Pläne aus der Zeit des Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig zurückgegriffen werden. Diese enthielten jedoch nur die Hauptmaße des dreiteiligen Tores, nicht die der einzelnen Steine. Glücklicherweise waren jedoch von beiden Seitenflügeln des Tores Reste vorhanden, sodass die Maße der einzelnen Quader aufgenommen werden konnten und mit den alten Zeichnungen abgeglichen wurden. Auf Grundlage dieser Recherchen wurde dann jeder einzelne Stein der Seitenflügel, den es zu ersetzen galt, für die Steinmetzarbeiten gezeichnet.

Rheinkehl-Befestigung

Die sogenannte "Rheinkehlbefestigung" mit einem Eisengitterzaun und mächtigen gemauerten Toren wurde zwischen 1837 und 1879 zur militärischen Sicherung der Stadt angelegt. Die Tore – zu denen auch das Kaisertor zählte – gewährleisteten die Verbindung zwischen Stadt und Uferpromenade und waren zur Bereicherung des Stadtbildes aufwendig gestaltet. So auch das von Stadtbaumeister Eduard Kreyßig geschaffene dreiteilige Kaisertor, das als eines der prächtigsten Tore von einem von zwei Putten flankierten Wappenschild mit Adler gekrönt war. Auf eine Rekonstruktion dieses Mittelteils musste aus verkehrstechnischen Gründen leider verzichtet werden.

Behelfsbrücke über den Rhein

Zwar bleib das Kaisertor von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges weitestgehend verschont, doch kurz darauf ereilte das Festungstor aus dem 19. Jahrhundert ein trauriges Schicksal. Um den Rhein queren zu können - die Rheinbrücke gab es nicht mehr - errichteten die amerikanischen Truppen im Januar 1946 eine Behelfsbrücke in Verlängerung der Kaiserstraße. Dazu musste das Kaisertor weichen. Lediglich Überreste des linken und rechten Seitenflügels erinnerten seither an das Festungstor.

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