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Bus und Staßenbahn in Mainz (Bild: Landeshauptstadt Mainz)
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Ein Forum für das Fahrrad!

Dank dem erfolgreichen Umweltverbund zählt nachhaltige Mobilität schon heute zu einer der Stärken der Stadt Mainz.
Der in diesem Zusammenhang wachsenden Rolle des Radverkehrs sowie seiner Förderung widmete die Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder am 13. Oktober 2015 ein Forum für das Fahrrad.

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung für mehr Radverkehr in Mainz

Wir sind schon gut – aber wir können noch mehr! Das war der Grundtenor der regen Diskussionen beim ersten „Forum Fahrrad“ in Mainz, das am 13. Oktober auf der Zitadelle über die Bühne ging. Der Einladung von Dezernentin Katrin Eder waren rund 60 Interessenvertreter verschiedener Bereiche gefolgt. Das Ziel der dreistündigen Veranstaltung: Neue Wege dafür zu erschließen, wie der Mainzer Umweltverbund noch besser gefördert und ausgebaut werden kann. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie das Fahrrad in Mainz vor allem im Alltag stärker zum Einsatz kommen kann.

Karlsruher Impulse

Für eine erfolgreiche Radverkehrsförderung sei eine starke Vernetzung in der Stadt und ein großes Durchhaltevermögen von großer Bedeutung, so der Karlsruher Bürgermeister Michael Obert (FDP). Er war als Redner geladen, um am Beispiel seiner Stadt den Weg zur Radlerkommune aufzuzeigen. Als Erfolgsrezepte präsentierte er dabei engagierte planerische Schritte ebenso wie eine breite Vernetzung mit allen Akteuren in der Stadt und vielfältige Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. So wurden in Karlsruhe zuletzt beispielsweise Lastenräder medienwirksam an Testnutzer verliehen und in einer öffentlichen Fotoaktion unter dem Titel „Tu’s aus Liebe“ Radlerhelme als Mode-Accessoires beworben.

Download: Meilensteine auf dem Weg zu einer Radler-Stadt


Thementische

Das Kernelement des Mainzer „Forum Fahrrad“ waren interaktive Diskussionsrunden, in denen sich die TeilnehmerInnen in mehreren Schritten über Wege zu einer fahrradfreundlichen Stadt austauschten. An fünf „Thementischen“ wurde dazu aus verschiedenen Perspektiven auf die Situation geblickt. Themen wie der Ausbau des Radwegenetzes, Angebote zum Abstellen, eine Vernetzung der verschiedenen Interessenvertreter und Öffentlichkeitsarbeit waren genauso relevant wie die Ahndung von Fehlverhalten und die Verknüpfung des Rades mit dem ÖPNV und Arbeitgebern.

1. Verkehrsbetriebe

Mit der Unterstützung des Geschäftsführers der MVG Mainzer Verkehrsgesellschaft, Jochen Erlhof, als Tischherr zum Bereich Verkehrsbetriebe wurde die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten von Rad und ÖPNV diskutiert. Für die TeilnehmerInnen am wichtigsten waren dabei vor allem folgende Punkte:

  • Park and Ride
  • Förderung für Pedelec-Integrierung in MVGmeinRad als Anschub für den %-Radanteil
  • Integration Mietrad in ÖPNV
  • E-Bike-Vermietung (Touristik- vs. Alltagsmobilität)
  • Gelbe Räder für Flüchtlinge
  • Vandalismus
  • Sicherheit
  • Platzbedarf Fahrrad/Mietrad
  • Fahrradtourismus (Hotels)

2. Zivilgesellschaft

Für den Thementisch des Bereichs Zivilgesellschaft lieferte Michael Obert, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, weitere Impulse. Insbesondere wurden hier folgende Anregungen diskutiert. Die Verknüpfung und Kommunikation spielen auch hier eine große Rolle.

  • Strategisches Ziel vereinbaren
  • Kampagnen für Rücksicht
  • Radschnellwege zur Steigerung der mittellangen Wege (5-9km)
  • Carsharing + Rad
  • Radlerforum mit allen relevanten Gruppen
  • Akzeptanz und Rücksichtnahme
  • Probleme beidseits offen ansprechen
  • Mitnahme von Vereinen und Initiativen

3. Unternehmensverbände

Herr Martin Lepold von der Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandels blickte aus seiner Perspektive auf den Radverkehr. Die folgenden Punkte wurden in diesem Zusammenhang herausgestellt. Vor allem das Bild des Radfahrenden sowie Abstell- und Verknüpfungsmöglichkeiten kamen hier zum Tragen.

  • Parkmöglichkeiten
  • Betriebliches Mobilitätsmanagement, Fokus Rad
  • Mehr Fahrradabstellplätze
  • Ungerechte Taktung
  • Fahrradkontrollen? → Zielrichtung? Rahmen? Vorgaben?
  • MVG als „one way“ bzw. Ab-/Zubringer
  • Langsame Umstellung
  • Fahrräder in Fußgängerzone → „Sündenbock“ in Raddiskussion 
  • Einkaufsmöglichkeiten mit dem Rad (mehr Radverkehr ≠ weniger Umsatz)
  • Kampfradler = Ausnahme?
  • Einzelhandel braucht keinen MIV-Bonus

4. Verwaltung und Politik

Unter der Leitung von Frau Franziska Voigt, Radfahrbeauftragte der Stadt Mainz, wurden an diesem Thementisch die nachfolgend aufgelisteten Punkte angesprochen. Vielfältige Abstellmöglichkeiten und eine adäquate Berücksichtigung des Radverkehrs in der Planung waren dabei von Bedeutung.

  • (mit Angebot) Lenken 
  • Fahrradbox
  • Ebikes
  • Noch mehr Abstellplätze in der Innenstadt
  • Sicheres, zentrales Abstellen
  • Fahrradparkhaus
  • Fahrradfahrer in der Fußgängerzone
  • Autofahrer in der Fußgängerzone
  • Ampelphasen/-schaltungen anpassen
  • Geschlossene Radrouten
  • Schrotträder
  • „paralleles Grün“, ohne extra anfordern
  • Klare Kennzeichnung von B+R (Corporate Design) 
  • Radwegebenutzungspflicht

5. Medien

Herr Carlo Müller von der Internet-Plattform „fahrRadMainz" erarbeitete mit den TeilnehmerInnen folgende Hinweise zum Thema Radverkehr in Verbindung mit den Medien. Insbesondere die Darstellung in der Öffentlichkeit sowie entsprechende Kommunikationsmethoden wurden hier thematisiert.

  • Think-Tank Fahrrad als Medieninput
  • Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Multiplikatoren zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Vernetzung aller Beteiligten zu einem Bündnis für Medien
  • Pimp my bike, Khan Academy
  • Unterstützung einer Pro-Fahrrad-Öffentlichkeit durch beispielgebundene Firmen
  • Berichterstattung Presse einseitig
  • Diskussion von Fakten im Verkehr
  • Prävention in der Berichterstattung
  • Weg vom Bashing, hin zum Positiven
Die Ergebnisse dienten als Basis für eine Podiumsdiskussion. Unter der Leitung des Mobilitätsexperten Michael Adler entwickelten die Experten aus den einzelnen Themenrunden gemeinsam mit Dezernentin Eder Ideen für die Radlerzukunft.

Fazit

Das Fazit der Abschlussrunde: Eine gute Vernetzung und Kommunikation sind essentiell für die Förderung des Radverkehrs! Um dem Wunsch nach einem regelmäßigen Austausch gerecht zu werden, wird drei bis vier Mal im Jahr ein „Runder Tisch Radverkehr“ stattfinden. Hier werden die Forum-TeilnehmerInnen von der Stadt aktiv einbezogen, um zentrale Fragen zu definieren und gemeinsam neue Wege für den Radverkehr zu beschreiten – denn zusammen erreicht man mehr!

Adresse

Frau Franziska Voigt
Radfahrbeauftragte, Radwegeplanung
Zitadelle, Bau B
Am 87er Denkmal
55131 Mainz
Telefon
+49 6131 12-3405
E-Mail
Franziska.Voigtstadt.mainzde

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle: Am Gautor
Linien: 50, 52, 53
Haltestelle: Eisgrubweg
Linien: 70, 71
Haltestelle: Bahnhof Mainz - Römisches Theater
Linie: S8
Haltestelle: Zitadellenweg/Bahnhof Römisches Theater
Linien 64, 65