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Mainz-Marienborn

Marienborn im Südwesten der Landeshauptstadt, ist der zweitkleinste Stadtteil von Mainz, an der Bahnlinie Mainz-Alzey und der Autobahn A 63 gelegen. Dass es sich zu einem beliebten Wohnvorort im Grünen entwickeln würde, schien dem Ort keineswegs vorherbestimmt. Denn nur zögernd ließen sich die Menschen in dem stark bewaldeten Gebiet des heutigen Marienborn nieder.

Zwar existierte schon vorher eine gut ausgebaute römische Straße nach Gallien nebst römischen Villen. Doch erst im 10. Jahrhundert setzten größere Rodungen ein, um Siedlungen anzulegen. Dann jedoch verewigte sich gleich ein prominenter Mainzer: Auf Geheiß von Erzbischof Willigis (975-1011), Erbauer des Doms und der Stephanskirche in Mainz, soll in Marienborn eine Kapelle errichtet worden sein. Aus dem Namen "Kapelle zu Brunnen" wurde mit der Zeit "Born" und im 17. Jahrhundert zum ersten Mal "Marienborn". Im 18. Jahrhundert wurde die Dorfkirche mit barockem Innern errichtet.

Das Gnadenbild im Altar von 1748 stammt bereits aus dem 15. Jahrhundert und zieht das ganze Jahr über zahlreiche Pilger zur Wallfahrt nach Marienborn. Marienborn war im 18. und 19. Jahrhundert wichtiger Bestandteil des Festungswalls rund um Mainz.

Der Ort, am Fuß des rheinhessischen Plateaus gelegen, eignete sich hervorragend als militärisches Hauptquartier. So auch 1793, als ein preußisches Heer das von Franzosen besetzte Mainz zurück eroberte. Auch die Truppen von Herzog Karl August von Weimar lagen damals bei Marienborn. Der Herzog hatte seinen Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe mitgebracht. Goethe schrieb im Chausseehaus die "Belagerung von Mainz" und Teile seines "Reinecke Fuchs". Auch der junge Heinrich von Kleist und Carl von Clausewitz waren damals in Marienborn.

Mit dem Bau der Ludwigsbahn nach Alzey 1871 erhielt der Ort den direkten Anschluss an Mainz und wurde schließlich am 8. Juni 1969 in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt eingemeindet. Attraktiv wird Marienborn auch durch seine unmittelbare Nähe zum ZDF und zum Forschungszentrum des Glasherstellers SCHOTT.

Doch Marienborn hat sich seinen dörflichen Charakter bewahrt. Der mittelalterliche Grundriss mit den typischen mitteldeutschen Gehöften rund um die schöne Kirche ist ein gutes Beispiel. Vor allem im regen Vereinsleben und bei den Festen im Jahresverlauf zeigt sich dörfliche Gemeinschaft. Das Brunnenfest und die Kerb sind feste Bestandteile im Zusammenleben der Bürger des kleinen aber feinen Stadtteils.

Hinweis

In einigen Stadtteilen werden private Internetseiten angeboten. Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Leben vor Ort. Die Stadt Mainz übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität dieser Informationen jedoch keine Verantwortung.