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Mainz-Weisenau

Direkt am Rhein gelegen erinnert der alte Ortskern von Mainz-Weisenau an ein Fischerdörfchen. Und in der Tat lebten hier über Jahrhunderte neben Winzern vor allem Fischer und Fährleute. Damals wie heute winden sich schmale Gassen den Hang hinauf zur katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt, dem Wahrzeichen von Mainz-Weisenau. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick über den Rhein und auf das begrünte gegenüberliegende Ufer.

Neben der dörflichen Struktur ist aber auch die Industrialisierung an Mainz-Weisenau nicht vorüber gegangen. So wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Südosten ein Zementwerk gegründet. Schnell folgten weitere Unternehmen und Betriebe - vor allem dank der guten Verkehrsanbindung an Eisenbahn, Autobahn und - natürlich - den Schiffsverkehr. Die günstige Lage nutzten schon die alten Kelten und Römer. Sie siedelten sich vor gut 2.000 Jahren im Höhenbereich (heutige Portland Zementwerke) an. Wirklich neu war sie allerdings nicht. Funde von Gräbern und Scherben lassen darauf schließen, dass bereits in der Steinzeit Menschen hier gelebt haben müssen. Erstmals urkundlich erwähnt wird Mainz-Weisenau allerdings erst im Jahre 1192 als "Wizinove".

Zahlreiche Relikte aus römischer Zeit finden sich heute im Landesmuseum Mainz, darunter der Original-Grabstein des Schiffers Blussus und seiner Gemahlin Menimane. Sie deuten darauf hin, dass es in Mainz-Weisenau neben einem Militärlager auch eine zivile Siedlung gegeben haben muss. Die am heutigen Bettelpfad entdeckte Gräberstraße wirft ein Licht auf Organisation und Rituale der Römer. Sie führte entlang des Weges, der das Weisenauer Militärlager mit dem auf dem Kästrich verband. Die ungewöhnliche Bestattung ihrer Toten an besonders verkehrsreichen Straßen erklärt sich aus dem Wunsch der Römer, nicht in Vergessenheit zu geraten: Vorbeikommende sollten die Gräber sehen und der Toten gedenken.

Neben der katholischen und der evangelischen Kirche gibt es in Mainz-Weisenau auch eine 1735/36 im barocken Stil errichtete und heute unter Denkmalschutz stehende jüdische Synagoge. Sie zeugt von einer vom 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts hier ansässigen jüdischen Gemeinde. Erst vor kurzem entdeckte man bei Grabungen im Inneren der Synagoge zwei einzigartige rituelle Badestätten, die so genannten Mikhwen.

Über 10.000 Menschen leben heute in Mainz-Weisenau. Sie schätzen die Lage des Stadtteils in direkter Nähe zur Mainzer Innenstadt und seine gute Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten. Die Attraktivität Mainz-Weisenaus besticht aber nicht zuletzt durch seine zahlreichen Vereine. Sie bereichern auf vielfältige Weise das musikalische, kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben. Das Herz Weisenaus schlägt auf dem Tanzplatz. Hier finden die beliebten Feste wie das Blussus Fest und die Weisenauer Kerb statt. Sie sind eine herzliche Einladung, den besonderen Charme dieses Stadtteils kennen zu lernen.

Hinweis

In einigen Stadtteilen werden private Internetseiten angeboten. Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Leben vor Ort. Die Stadt Mainz übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität dieser Informationen jedoch keine Verantwortung.
Tanzplatz Weisenau Landeshauptstadt Mainz
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