Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen
Sie befinden sich hier:
  1. Tourismus
  2. Sehenswertes
  3. Denkmäler und Brunnen
  4. Schillerdenkmal

Schillerdenkmal

Namensgeber für den Platz

Bei den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des großen Dichters reifte in Mainz die Idee, im zu Ehren ein Denkmal zu errichten.

In der Vergangenheit hatte es einige Berührungspunkte zwischen Schiller und Mainz gegeben: Auf der Flucht aus Württemberg 1782 machte Schiller unter anderem hier Station. Er besichtigte Dom und Stadt, verbrachte eine Nacht in Mainz, bevor er am nächsten Morgen seine Reise fortsetzte.

Ab November 1789 bemühte er sich über mehrere Jahre immer wieder um eine Stelle in Mainz. Er setzte dabei seine Hoffnung auf Karl Theodor von Dalberg, Statthalter des Mainzer Kurfürsten in Erfurt. Die Mainzer Republik bereitete Schillers Anstrengungen in dieser Hinsicht jedoch ein Ende. Die Perspektive, dass er unter Dalberg als Kurfürsten nach Mainz kommen könnte, war verloren. Der Mainzer Republik selbst stand Schiller politisch skeptisch gegenüber.

Das Standbild Schillers  wurde zunächst am anderen Ende des Platzes, der nach dem Denkmal benannt wurde, errichtet. Seit 1929 steht es an heutiger Stelle.

Schillerdenkmal auf einen Blick

Zahlen, Daten, Fakten

Baujahr: 1862
Entworfen von: Johann Baptist Scholl dem Jüngeren, Darmstädter Hofbildhauer
Stil: Klassizismus

Historisches

Schiller war bereits 50 Jahre nach seinem Tod zum Klassiker par excellence geworden. 1859 aber machten die zahlreichen parallel stattfindenden Veranstaltungen das Fest zu dem größten, das in Deutschland jemals zu Ehren eines Dichters gefeiert wurde. Über drei Tage wurde der 100. Geburtstag Schillers in 440 deutschen und 50 ausländischen Städten mit Festumzügen, Denkmalsenthüllungen, Festaufführungen und Reden gefeiert.

Auch in Mainz fand zu diesem Datum eine große Schillerfeier statt, die durch umfangreiches Material in der Stadtbibliothek dokumentiert ist. Im Theater wurde am 1. November 1859 eine Festvorstellung mit Wallensteins Lager und Wilhelm Tell gegeben. Am Abend darauf gab es ein großes Festkonzert.

Während dieser Festlichkeiten entstand die Idee zur Gründung eines Vereins zur Errichtung eines Schiller-Denkmals. Ein provisorisches Komitee trat am 14. November 1859 erstmals zusammen. Am 1. Dezember veröffentlichte das Comité einen Aufruf zur Errichtung des Schiller-Denkmals, in dem es die Mainzer Bevölkerung um Unterstützung bat. Die Bevölkerung beantwortete den Aufruf mit Enthusiasmus. In der Folgezeit wurden Konzerte und Theateraufführungen zu Gunsten des Denkmals gegeben und zahlreiche Privatspenden gingen beim Komitee ein.

Der Darmstädter Hofbildhauer Johann Baptist Scholl (1818-1881) wurde ausgewählt, um das Modell des Denkmals zu fertigen. Der Guss des Standbildes wurde in Nürnberg bei der Firma Burgschmied und Lanz ausgeführt; das Podest in Mainz von dem Steinmetz Roßbach und der Firma Lauer. Die Statue wurde durch die hessische Ludwigs-Eisenbahn kostenlos nach Mainz geliefert, wo sie am 6. Oktober 1862 ankam. Die Enthüllung fand am Freitag, den 18. Oktober 1862 statt. Die Balkone der Stadt waren aus diesem Anlass mit Fahnen und Blumen geschmückt und die Läden verkauften Schiller-Artikel. Ein sogenannter "Schiller-Stern", eine Plakette zur Einweihung des Denkmals, wurde ausgegeben.

Insgesamt dauerten die Feierlichkeiten zur Enthüllung des Denkmals drei Tage lang an. Am 18. Oktober gab es einen großen Umzug über Große Bleiche, Rheinstraße, Fischtorstraße, Markt und Ludwigsstraße zum Schillerplatz.

Das Denkmal wurde zunächst am südlichen Ende des Platzes aufgestellt. Seit 1929 steht es am nördlichen Ende.

Architektur

Das Denkmal besteht aus einer überlebensgroße Bronzefigur des Dichters sowie einem Sockel aus belgischem Marmor. Dieser ist verziert mit bronzenen Tafeln.

Symbolik

Auf dem ornamental geschmückten und mehrfach horizontal gegliederten Sockel steht der Dichter - überlebensgroß in idealisierter Darstellung. Seine Körpersprache soll den vorwärtsstrebenden Geist symbolisieren. In der Hand hält er ein aufgeschlagenes Buch.

Heute

Die bronzene Figur steht auf einem der belebtesten Plätze der Mainzer Innenstadt. Umgeben von Adelshöfen aus Barock und Rokoko markiert sie das nördliche Ende des Schillerplatzes. Um sie herum laden Bänke zum Verweilen ein.

Kontakt / Lage

Schillerplatz 55116 Mainz

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie unter 'Datenschutz'.

'Datenschutz'