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»Flossen weg!«

Mit Beginn der Freibadsaison sind das Frauenbüro, der Frauennotruf und die Kriminalpolizei/ K2 gemeinsam mit dem Mombacher Schwimmbad und dem Taubertsbergbad in eine neue Kampagne gestartet.

Flossen weg! - Null Toleranz bei (sexueller) Belästigung im Schwimmbad

»Flossen weg!« transportiert drei klare Botschaften:

  • Belästigungen jeglicher Art werden nicht geduldet
  • wer andere belästigt muss mit Konsequenzen rechnen
  • Betroffene erhalten vor Ort Hilfe und Unterstützung

Was den Projektpartnerinnen und Projektpartnern wichtig ist

»Flossen weg!« Eindeutiger kann eine Botschaft gegen (sexuelle) Belästigung in einem Schwimmbad nicht lauten. Und so eindeutig positionieren sich mit Beginn der Freibadsaison auch die beiden Mainzer Schwimmbäder gegen alle Formen von Belästigung. Für Mainz hat das städtische Frauenbüro die Aktion auf den Weg gebracht und als Mitstreiterinnen nicht nur die beiden Schwimmbäder, sondern auch den Frauennotruf Mainz und die Polizei gewonnen. Ursprünglich entwickelt wurde das Projekt von der Gleichstellungsstelle der Stadt Recklinghausen und Schülerinnen und Schülern der Klasse B3GL des dortigen Max-Born-Berufskollegs.

„Für uns transportiert »Flossen weg!« drei klare Botschaften: (sexualisierte) Übergriffe jeglicher Art werden nicht geduldet, Grenzüberschreitungen haben Folgen und Betroffene erhalten direkt Hilfe und Unterstützung“, so Eva Weickart, Leiterin des Frauenbüros. „Wir danken der Stadt Recklinghausen, dass wir Elemente ihrer Aktion übernehmen und für Mainz anpassen durften. Dazu gehören der Slogan und die Bildmotive, inklusive des titelgebenden Fisches auf unseren Flyern, Plakaten und Aufklebern.“

Auch wenn es nicht an der Tagesordnung ist: scheinbar zufällige Berührungen, Anstarren, anzügliche Bemerkungen, Pöbeleien, Bedrohungen oder Verfolgungen kommen leider vor. „Mit dieser Problematik beschäftigen wir uns bereits seit einigen Jahren und versuchen durch neue Piktogramme, Änderungen in unserer Haus- & Badeordnung sowie Inhouse-Schulungen dem entgegen zu wirken“, berichtet Torsten Traxel, Geschäftsführer des Mombacher Schwimmbads. Deshalb habe er sofort für den Mombacher Schwimmverein zugesagt, bei dem Projekt mitzumachen, um so präventiv ein deutliches Zeichen zu setzen. 

Gleiches gilt für das Taubertsbergbad unter der Regie der Mainzer Stadtwerke. Überzeugt hat dort, so Pressesprecher Michael Theurer die klare Aussage gegen Belästigung. „Wichtig ist für uns auch, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, was bei Vorfällen zu tun ist.“ 

Teil des Konzeptes von »Flossen weg! « sind Schulungen des Schwimmbadpersonals, damit alle in konkreten Situationen souverän handeln können. Durchgeführt wurden die Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Mainzer Schwimmbäder von Susanne von Essen und Ina Wernet, zuständig für die Präventionsarbeit beim Mainzer Polizeipräsidium, und Eva Jochmann vom Frauennotruf Mainz. 

Die drei Expertinnen wissen aus langjähriger Erfahrung, dass zwar die allermeisten (sexualisierten) Übergriffe nicht durch Fremde im öffentlichen Raum verübt werden, sondern durch Partner, Verwandte und Bekannte im scheinbaren Schutz der Privatheit. “Aber, gleichgültig, wo und durch wen (sexualisierte) Gewalt ausgeübt wird, für die Betroffenen ist es immer wichtig, direkt kompetente Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen zu können“, verdeutlicht Jochmann.


Entwurf, Layout und Satz von »Flossen weg!« entstand 2016 in einem Kooperationsprojekt der Gleichstellungstelle Recklinghausen mit dem Fachbereich Schule und Sport, Abteilung Sport/Bäder, sowie Schülerinnen und Schülern der Klasse B3GL des Max-Born-Berufskollegs Recklinghausen.
Wir danken für die freundliche Überlassung der Projektidee und von Gestaltungselementen.


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