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Frauenkalender

Seit 1990 erscheint unser historischer Mainzer Frauenkalender. Damit werfen wir jedes Jahr zwölf neue Blicke auf die Lebensgeschichte von weiblichen Persönlichkeiten, auf die Geschichte von Frauenorganisationen oder auf einzelne bedeutsame Ereignisse.
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© StA Mainz

Jeweils zwölf Blicke auf die Lebensgeschichte von weiblichen Persönlichkeiten, auf die Geschichte von Frauenorganisationen oder auf einzelne bedeutsame Ereignisse sollten es werden. Für das Jahr 1991 erschien der erste Wandkalender; seitdem gibt es jedes Jahr zwölf Blicke auf und Einblicke in die vielfältige und doch weitgehend unbekannte Mainzer Frauengeschichte. Das Konzept des Kalenders folgt einem einfachen Prinzip:

  • porträtiert werden ausschließlich verstorbene weibliche Persönlichkeiten
  • erinnerungswürdig sind nicht nur die großen Persönlichkeiten oder Ereignisse
  • erinnerungswürdig ist besonders auch die Alltagsgeschichte
  • jedes Ereignis muss sich duch ein Bilddokument illustrieren lassen.

Frauen machen Geschichte: 28. historischer Mainzer Frauenkalender erhältlich

100 Jahre Frauenwahlrecht und Frauen, die sich in der Mainzer Kommunalpolitik einen Namen machen konnten – zentrales Thema des Mainzer Frauenkalenders für 2018 ist die politische Teilhabe von Frauen am Stadtgeschehen. So erinnern Porträts an die Sozialdemokratin Berta Korn, an Olga Metzger, die mit 92 Jahren noch für die CDU Mitglied des Ortsbeirates Hartenberg/Münchfeld war, an die Beigeordnete Dr. Gisela Thews, an die Stadträtin und Staatssekretärin Dr. Maria Herr-Beck oder an Margarete Scheller, die sich in der FDP engagierte. Nicht weniger engagiert für die Stadt war auch die langjährige Pressesprecherin der Stadtwerke, Dr. Antje Hermanni. Wie die Resonanz in Mainz auf die Einführung des Frauenwahlrechts im November 1918 war, lässt sich ebenfalls im Kalender nachlesen. Das Titelbild des neuen Kalenders aber ziert die allererste weibliche Fastnachtsprinzessin, Hildegard Kühne.

Zum 100-jährigen Bestehen des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) im Jahr 1938 bestand das »Prinzenpaar« erstmals nicht aus zwei Männern. Eine ganz andere Hoheit stattete Mainz im November 1860 einen Kurzbesuch ab: Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi. Sie machte auf ihrer Reise nach Madeira für eine Nacht hier Station, begrüßt von zahlreichen anderen gekrönten Häuptern, österreichischen Militärs und städtischen Honoratioren. Ein weiteres Porträt gilt dem bewegten Leben der in Mainz geborenen Tänzerin und Tanzpädagogin Nini Willenz. Sie gehörte in den 1920er Jahren zu den Neugestalterinnen des Tanztheaters in Deutschland.

Seit 28 Jahren fester Bestandteil des Kalenders sind die von Reinhard Frenzel verfassten Biografien ehemaliger jüdischer Schülerinnen der Höheren Mädchenschule. Der pensionierte Mainzer Lehrer widmet sich für 2018 den Lebensgeschichten von Eugenie Kirchheimer und Maria Eppelsheimer.
Hauptautorin des Kalenders ist Frauenbüroleiterin Eva Weickart, gestaltet wurde er von Alexandra Blei und Janin Liermann, die Illustrationen stammen aus der Feder von Seda Demiriz.

Erhältlich ist der historische Wandkalender ab sofort im Frauenbüro der Landeshauptstadt Mainz, Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz, Zimmer 171. Reservierungen sind möglich unter Telefon 06131 – 12 21 75 oder E-Mail: frauenbuerostadt.mainzde. Gegen Einsendung von 7,00 Euro in Briefmarken kann der Kalender auch als Päckchen verschickt werden.

Blick auf Mainzer FrauenGeschichte 2017: Frauen mit Geschichte

Wussten Sie, dass die Tochter von Therese und Georg Forster, Claire von Greyerz, eine begabte Silhouettenschneiderin war? Oder dass sich bereits 1977 Frauen im ZDF zu einer Frauengruppe zusammengeschlossen haben, um sich für mehr Frauen vor und hinter der Kamera stark zu machen? Wenn nicht, hilft hier der neue historische Wandkalender „Blick auf Mainzer Frauengeschichte“ für 2017 des Frauenbüros. Im Mittelpunkt stehen Mainzerinnen, die sich in ihrer Zeit auf ganz unterschiedliche Art Aufmerksamkeit in Kunst, Kultur und Gesellschaft verschaffen konnten. Der Bogen spannt sich dabei weit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Porträtiert werden zudem neben den Sängerinnen Margarete Maschmann, Fatima Genoveva Heinefetter und Maria Wilhelmj die Komponistin und Klavierpädagogin Catharina Haass und die Malerin Dora Seige-Schulz. Aufmerksamkeit besonderer Art fanden auch die ersten Frauen, die 1987 bei der rheinland-pfälzischen Schutzpolizei eingestellt wurden und bald darauf auch in Mainz ihren Dienst aufnahmen. Auf eine 30jährige Geschichte kann 2017 das Frauenbüro selbst zurückblicken, und so erinnert ein Kalenderblatt an die Anfänge hauptamtlicher städtischer Frauen- und Gleichstellungspolitik. Rund drei Jahrzehnte frauenlos blieb hingegen der 1823 gegründete Mainzer Verein für Kunst und Literatur. Erst ab den 1850er Jahren konnten sich auch Mainzerinnen dem Vereinsziel „Verschönerung des Lebens durch die Kunst“ anschließen. Fester Bestandteil des Kalenders seit 27 Jahren sind die von Reinhard Frenzel verfassten Biografien ehemaliger jüdischer Schülerinnen der Höheren Mädchenschule. Der pensionierte Mainzer Lehrer widmet sich für 2017 den Lebensgeschichten von Therese Rothschild und der Pianistin Helene Dörner.

Blick auf Mainzer FrauenGeschichte 2016: Mainzerinnen aus Kunst, Kultur und Literatur

Die junge unbekannte Radfahrerin auf dem Titelblatt des neuen Kalenders „Blick auf Mainzer Frauengeschichte“ lässt es nicht gerade vermuten, doch im Mittelpunkt des historischen Wandkalenders des Frauenbüros der Landeshauptstadt Mainz fürs Jahr 2016 stehen eng mit Mainz verbundene Künstlerinnen und Kultur schaffende Frauen aus drei Jahrhunderten. Und auch die Radfahrerin aus Weisenau dient als Motiv für ein Porträt einer mehr als ungewöhnlichen Frau der Kultur: die 1852 in Mainz geborene österreichische Radfahrpionierin und Journalistin Josa Matzner Edle von Heilwerth.

„Ungewöhnliche Lebensläufe zeichnen auch die anderen Porträtierten aus“, so Frauenbüroleiterin und Hauptautorin des Kalenders, Eva Weickart.

Da ist beispielsweise die in Mainz geborene Architektin und erste Bauhaus-Studentin Tony Simon-Wolfskehl, die noch mit großem Glück die Nazi-Zeit in Belgien überstehen konnte. Völlig anders bewegt verlief das Leben der Tänzerin Elinor Obstfelder, die als 16jährige erstmals auf der Bühne stand. Nach Engagements an Theatern in Deutschland und der Schweiz wurde sie zur Spielzeit 1930/1931 Ballettmeisterin am Mainzer Stadttheater.

Tänzerin, Choreografin und Chefin einer eigenen Tanzcompagnie war auch die gebürtige Amerikanerin Nancy Seitz-McIntyre, die ab 1991 Hauschoreografin an den Mainzer Kammerspielen war.

Als Hochschullehrerin für Druckgrafik und künstlerische Buchgestaltung war Irmgard Haccius ab Ende der 1950er Jahre nicht nur selbst Kunstschaffende, sondern auch Wegbereiterin für angehende Künstlerinnen und Kunsterzieherinnen. Auch für die Koloratursopranistin Gertie Charlent stand in ihrer Mainzer Zeit die Weitergabe ihrer Erfahrungen im Vordergrund. Nach Beendigung ihrer aktiven Bühnenlaufbahn widmete sie sich ab 1980 im Peter-Cornelius-Konservatorium und an der Universität dem talentierten Nachwuchs. Ende des 18. Jahrhunderts wäre beinahe nichts aus der Bühnenlaufbahn der Sängerin und Schauspielerin Therese Eunicke geworden. Doch es kam anders und Eunicke wurde zum Star auf vielen Bühnen Deutschlands.

Porträts der Bildungs- und Frauenbeauftragten der französischen Militärregierung, Geneviève Carrez und der Romanschriftstellerin und Theaterautorin Auguste Arens von Braunrasch runden den Blick auf Kunst und Kultur ab. Ergänzend dazu gibt es eine Erinnerung an der allerersten Internationalen Frauentag in Mainz am 19. März 1911.

Blick auf Mainzer FrauenGeschichte. Mainzer Frauenkalender 1991 bis 2012. Ein Lesebuch

Blick auf Mainzer
Frauengeschichte
Mainzer Frauenkalender
1991 bis 2012
Ein Lesebuch

Sein 25-jähriges Bestehen hatte das Frauenbüro zum Anlass genommen, noch einmal die vielen kleinen und großen Blicke auf die Mainzer Frauengeschichte in einer Broschüre zusammenzufassen und damit den zahlreichen Geschichtsinteressierten in dieser Stadt zugänglich zu
machen.

Kalenderbroschüre
© Frauenbüro