Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Hier schreibt Michael Ebling

Stadt der Kultur – Stadt der musikalischen Höhepunkte

Der Sommer ist stets der Zenit, während dessen die Mainzerinnen und Mainzer nicht nur im Urlaub in fernen Destinationen andere Kulturen entdecken, kennen- und im besten Falle lieben lernen.

Nein, es ist auch die Zeit des Jahres, da allerorten Kultur zu erleben ist: Zuletzt mit der 11. Museumsnacht, die immer wieder ein großartiges Erlebnis ist und 2017 mit einem Rekordbesuch endete. Überall gibt es im Sommer etwas zu erleben – ob Freiluftkino, Songwriter auf der Planke Nord, kleinere Konzerte im Stadtgebiet oder beim  Bühnenprogramm der 50. Johannisnacht, die Ende Juni gefeiert wurde.

Mainz hat viele kulturelle Perlen zu bieten.

Der Sommer ist zugleich auch stets jene Phase, in der gefühlt bereits seit Ewigkeiten mit der zu früheren Zeiten als „Zeltfestival“ gestarteten Musikreihe „Summer in the City“ zahlreiche populäre Musiker, Bands und große Stars an den Rhein kommen – und entweder vor großem Publikum, aber auch mal im kleineren, intimeren Zitadellen-Ambiente - unvergessene Auftritte absolvieren.

Ob Bob Dylan, Deutschrapper Max Herre oder Neil Young, ob als Gegenstück Helene Fischer oder die Legende Patti Smith – sie ist auch 2017 wieder bei uns in der Stadt: Absolute Größen des Musikgeschehens der Pop-und Rockgeschichte wie auch aktuelle „Stars und Sternchen“ geben sich die Klinke in Mainz in die Hand.

Dabei wundert man sich manchmal, dass in kürzester Folge die Pet Shop Boys, der Teenie-Schwarm Mark Foster oder auch Sarah Connor allabendlich Hallen oder Plätze füllen. Connor hat mit ihrem Album „Muttersprache“ eine große Überraschung hingelegt – in nun deutscher Sprache singend hat sie nichts an Attraktivität verloren.

Das Team um Programmplaner Ludwig Jantzer von mainzplus verfügt seit vielen Jahren über ein offenkundig exquisit gepflegtes Notizbüchlein mit wichtigen Adressen, begrüßt wiederholt Weltstars und behält zugleich den Blick für neue Talente, welche gerade die jungen Menschen bewegen. Nicht zufällig gastieren daher in Kürze auch Tom Odell, Philipp Poisel, Namika oder auch ein komplettes Hip Hop-Paket um Kool Savas im Rahmen des „Summer in the City“-Festivals in Mainz – für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei.

Es gelingt dem mainzplus-Team dabei seit unzähligen Jahren, großartige Perlen an Mainz zu gewinnen und zu binden. Ludwig Jantzer hat das goldene Händchen – nicht allein durch gute Kontakte, die über Jahrzehnte entstanden sind. Es gibt wohl kaum eine Band, die Jantzer noch auf seiner „to do“-Liste hätte – er hat unzähligen Stars die Hand geschüttelt und vielen das Terrain bereitet. Und so mancher hat die ruhige und unaufgeregte Art des Konzert-Handlings in Mainz genossen - und kommt daher gern erneut.

In diesen Tagen steht die Diva des Chansons, Patricia Kaas auf der Bühne der Zitadelle und mancher wird ihr schmachtend folgen. Jennifer Rostock wiederum ist dazu der komplette der Gegenentwurf - es wird heftig und auch nicht immer politisch korrekt zugehen – vor allem aber krachend laut. Auch dafür muss Raum sein – die Geschmäcker sind eben vielfältig.

Um diesen Gedanken zu untermalen ist am 13. Juli mein „etwas anderer, persönlicher“ Geheimtipp zu erleben: Mariza, die unerklärte Königin des Fado, dem traurigen aber ungemein mitreißenden Gesang Portugals. Welche Präsenz diese ungewöhnlich eindringliche Stimme auf der Bühne entfalten kann, lässt sich daran ablesen, dass Mariza bereits 32 Mal  (in Worten: zweiunddreißig!) mit Platin geehrt wurde. Mariza zieht mit ihrer Gesangskunst unweigerlich in ihren Bann.

Diese Liste kann man wortreich ergänzen: Yann Tiersen, der den Kinohit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ mit seiner Musik unsterblich machte, gastiert „solo“ am Flügel auf der Zitadelle.

Patti Smith, Gregory Porter, gerade auch Amy Macdonald  – Legenden geben Mainz die Ehre. Und bei Porter gibt es obendrein ein Wiedersehen mit der Wahlmainzerin Aziza Mustafa Zadeh, die sich einen immensen Ruf in der globalen Jazzszene gemacht hat - und selbst mit Ikonen wie Stanley Clarke zusammen im Studio war… Die gebürtige Aserbaidschanerin lebt seit 1989 unter anderem in Mainz.

Kultur und Musik also in allen Dimensionen – und wer sich sagt: Das ist alles nicht so „meins“ – der wiederum findet vielleicht Gefallen an der speziellen Lese-Performance „Ich Judas – Einer wird Euch verraten“ mit dem berühmten Schauspieler und „bad boy“, Ben Becker nach den Texten des israelischen Schriftstellers Amos Oz und des bekannten Philosophen Walter Jens, der vor wenigen Jahren verstarb.

Ein garantiert unvergesslicher Abend im „Schatten des Doms“.

Mainz lebt, tanzt und feiert auf seinen Plätzen – gerade auch bei „Summer in the City“. Seien auch Sie dabei.

Ihr

Michael Ebling

Videokolumne von Oberbürgermeister Michael Ebling / Datenschutzhinweis zur Videonutzung siehe www.mainz.de/datenschutz© Landeshauptstadt Mainz
OB Michael Ebling Landeshauptstadt Mainz
1 / 1