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Rede des Oberbürgermeisters anlässlich der Verleihung der Rheingold-Plakette an Michael Millard, Musikalischer Leiter Sinfonietta Mainz

Samstag, 30. April 2016
Staatstheater Mainz

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

erschrecken Sie bitte nicht: Niemand ist erkrankt!

Gustav Mahler muss aber trotzdem noch einen kleinen Moment auf seinen Einsatz warten – zumindest musikalisch. Ein Wort von ihm möchte ich hingegen schon jetzt aufgreifen, um meine kleine Dankesrede auf Michael Millard und die Sinfonietta Mainz ein­zuleiten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Musikerinnen und Musiker,

liebe Vorstandsmitglieder der Sinfonietta Mainz,

vor allem aber: sehr geehrter Herr Millard,

"Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche", soll Gustav Mahler einmal gesagt haben, und genau das ist es, was die Sinfonietta Mainz unter ihrem langjährigen Dirigenten ausmacht:

Sie verbindet eine lange Tradition mit brennender Leidenschaft und unbändiger Spielfreude!

Sie, Herr Millard, halten diese musikalische Fackel seit über 20 Jahren hoch, und dafür möchte ich Ihnen heute Abend herzlich danken: im Namen der Landeshauptstadt Mainz, im Namen aller musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürger und ganz besonders im Namen der vielen treuen Fans der Sinfonietta Mainz!

Wir alle sagen danke für Ihren immensen ehrenamtlichen Aufwand und ebenso für die unermüdliche Ausdauer, mit der Sie Ihre Musi­kerinnen und Musiker zu immer neuen Höchstleistungen führen.

Sechzig abendfüllende Konzerte, dazu private Galakonzerte, Werk-Einstudierungen und unzählige Proben: Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann – umso mehr von einem Mann, der wahrlich genug anderes "um die Ohren" hat (um in der Welt des Klanges zu bleiben).

Das Staatstheater Mainz ist nämlich nicht nur heute Ihr Auftrittsort, lieber Herr Millard, sondern es ist Ihre tägliche Wirkungsstätte: als 2. Kapellmeister und Studienleiter sowie als Assistent von General­musikdirektor Hermann Bäumer.

 

Meine Damen und Herren,

bei der Sinfonietta Mainz kommen Menschen zusammen, die die Musik lieben, aber nicht von ihr leben müssen. Menschen, die andere mit ihrer Kunst begeistern, die sich aber auch selbst begeistern lassen wollen.

Und genau das verlangt von einem Orchesterleiter nicht nur ein hohes Maß an musikalischem Können, sondern ein mindestens ebenso hohes Maß an Motivationskunst.

Bei Michael Millard verbindet sich Menschenkenntnis mit Menschenfreundlichkeit, verbindet sich Geduld mit dem festen Glauben, dass man auch mit einem Orchester Höchstleistungen erzielen kann, das eben nicht ausschließlich aus professionellen Musikern besteht.

Wir alle wissen, wie Recht er damit hat!

Die Sinfonietta Mainz ist ein musikalisches Aushängeschild unserer Stadt. Und mehr noch: Vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung und zwei Jahrzehnte unter der Leitung von Michael Millard ist sie auch eine eingeschworene Gemeinschaft, ja fast schon eine Familie geworden – mit Michael Millard als ihrem "pater familias".

Und eine Art "Vaterfigur" ist er ja in der Tat: mit einem starken Verantwortungsbewusstsein für die ihm anvertrauten Musikerinnen und Musiker und einem beeindruckenden Pflichtgefühl als Orchesterleiter.

Die Sinfonietta Mainz hat sich unter seinem Dirigat zu einem der größten und erfolgreichsten semi-professionellen Sinfonieorchester in Rhein-Main entwickelt; zu einem Orchester, das – wie heute Abend – immer wieder auch mit international renommierten Solistinnen und Solisten auftritt.

Es steht also außer Frage: Michael Millard beherrscht die hohe Kunst souverän!

Gleichzeitig aber – und das freut mich besonders – ist er auch für jeden musikalischen Spaß zu haben. Immerhin begleiten er und seine "Philharmonischen Salonsolisten" bereits seit 15 Jahren die Inszenierungen der Mainzer Fastnachtsposse – und das soll für einen gebürtigen Engländer etwas heißen!

Auf ihn jedenfalls trifft das Sprichwort zu, dass Musik über alle Grenzen hinweg verbindet.

Musik – das lehrt uns das vielfältige Wirken von Michael Millard – braucht keinen festen Ort und kein festes Ensemble. Musik braucht einfach nur Menschen: Menschen, die sie erklingen und Menschen, die sich von ihr begeistern lassen wollen.

Sehr geehrter Herr Millard,

Sie haben sich in hohem Maße um die Musik und um die musikalische Nachwuchsförderung in Mainz verdient gemacht. Und Sie haben uns gezeigt, wie vielfältig, berührend und überwältigend Musik sein kann.

Es ist daher eine Freude und Ehre für mich, Sie heute in An­erkennung Ihres herausragenden Engage­ments als musikalischer Leiter der Sinfonietta Mainz und in Würdigung Ihrer Verdienste um den Musikstandort Mainz mit der Rheingold-Plakette der Landes­hauptstadt Mainz auszeichnen zu dürfen.

Damit verbunden nehmen Sie bitte meinen Dank und meine Hoch­achtung für Ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken entgegen.

Verehrter Herr Millard, ich darf Sie jetzt zu mir bitten.