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Hildegard-von-Bingen-Preis an Theo Koll

Sonntag, 1. Oktober 2017, 11.00 Uhr
Erbacher Hof

Sehr geehrte Necla Kelek,

sehr geehrter Helmut Ahrens,

sehr geehrte Mitglieder des Kuratoriums,

sehr geehrter Theo Koll,

meine Damen und Herren,

zwei Tage lang feiern wir ab Morgen in Mainz den Tag der Deutschen Einheit. Jedes Jahr ist ein anderes Bundesland Aus­richter. In diesem Jahr ist Rheinland-Pfalz an der Reihe, und die Landeshauptstadt Mainz hat die Ehre der gastgebenden Stadt.

Es sind Tage wie solche, an denen wir uns in Erinnerung bringen, was diese Republik ausmacht und was für uns wichtig ist: die Vielfalt der Menschen in unserem Land von den Bayern im Süden bis zu den Friesen im Norden, die regionalen Traditionen, die Kunst unseres Landes, die Kultur und sogar das, was wir essen und trinken, und wenn es Handkäs’ mit Musik ist.

Fragen wir nach den Fundamenten dieses Deutschland, müssen wir vor allem dankbar für unsere Verfassung sein – aber auch für das gute und trotz großer politischer Herausforderungen stabile Miteinander zu unseren Nachbarn seit nunmehr über sieben Jahrzehnten.

Dazu zählt insbesondere auch die enge Bindung zwischen Frankreich und Deutschland, die uns Aufgabe und Verpflichtung ist. In Mainz fühlen wir uns, wie Sie alle wissen, allein schon aus historischen Gründen Frankreich und den Franzosen besonders zugetan. Ihren vielleicht schönsten Ausdruck findet diese Nähe in der engen und vielfach bewährten Städtepartnerschaft unserer Stadt mit Dijon. Eine Partnerschaft, die auf kultureller, wissenschaftlicher und schulischer Ebene besonders reiche Früchte trägt.

 

Und auch darüber hinaus ist sich unsere Stadt der Prägung durch ihre französischen Nachbarn sehr bewusst: die Elferratskappen der Fastnacht – letztlich Symbole der Französischen Revolution –, der Einfluss eben dieser Revolution auf die Historie unseres Bürgertums, die Entwicklung unserer Stadt in der Napoleonischen Zeit – all das hat sich fest in das Gedächtnis unserer Stadt  ein­geschrieben.

In Frankreich nennt man unsere Stadt Mayence. Und wer in diesen Tagen Gäste auf den Plätzen, in den Museen, in den Cafés und Weinstuben aus anderen Ländern trifft, hört nicht selten die französische Sprache. Mainz und Frankreich – das ist einfach eine „liaison amoureuse“!

Verehrter Theo Koll,

auch Ihnen als Leiter des ZDF-Auslandsstudios in Paris merkt man Ihre Liebe und Ihr Interesse an Frankreich an. Sie verstehen sich in Ihren Reportagen, Analysen und Hintergrundberichten auf die glänzende Gabe uns den Nachbarn Frankreich mit Wissen und Leidenschaft, aber auch mit Souveränität und Sachlichkeit nahe zu bringen. Diese Gabe bewährt sich natürlich dann besonders gut, wenn Sie uns mit den vielen Facetten dieses faszinierenden Landes – sei es in Politik, Wirtschaft oder Kultur – vertraut machen. Sie bewährt sich aber mindestens ebenso in den schweren, immer wieder von Terroranschlägen geprägten Zeiten wie diesen.

Sehr geehrter Herr Koll,

wir alle freuen uns heute mit Ihnen, denn mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis werden Sie nicht nur für Ihre ganz individuelle Art der Wissensvermittlung ausgezeichnet. Sondern Sie stehen damit auch in einer  Reihe mit den namhaftesten Journalistinnen und Jour­nalisten der Gegenwart. Und ich gebe es gerne zu: Dass in diesem Jahr noch dazu ein Journalist des ZDF geehrt wird, ist für alle Mainzerinnen und Mainzer eine doppelte Freude, schließlich ist das ZDF das Aushängeschild unserer Medienstadt Mainz.

Und diese Medienstadt wächst und wächst: Bedeutende Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie eine Vielzahl von Verlagen und Agenturen führen erfolgreich fort, was vor über 500 Jahren mit Johannes Gutenbergs genialer Erfindung in Mainz begann!

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch der Landeszahnärzte­kammer: Mit ihrem Engagement für die Publizistik fördert die Kammer auf überzeugende und wirkungs­volle Weise die Meinungsvielfalt und Medienkultur in unserem Land und stärkt damit nicht zuletzt die Säulen unserer Demokratie.  

Meine Damen und Herren, verehrte Gäste,

ich bin dem Kuratorium dankbar für seine hervorragende Wahl und darf dem Preisträger Theo Koll auch im Namen der Landeshaupt­stadt Mainz meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen.

Vielen Dank, verehrter Herr Koll, für viele eindrucksvolle und unvergessliche Reportagen!