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Watford

Kurzinformation

Watford liegt in der Grafschaft Hertfordshire, 32 km nordwestlich von London und somit im direkten Einzugsbereich der britischen Hauptstadt. Mit dem Schnellzug kann man London in 20 Minuten erreichen und auch durch die nahegelegene Autobahn M1 ist Watford direkt mit London verbunden. Watford hat 81.000 Einwohner.

Geschichte

Der Stadtname ist sächsischen Ursprungs. "Wath" hieß "jagen", so dass Watford bedeutet: "Die Furt, die zum Jagen benutzt wurde". Die frühe Geschichte der Stadt ist relativ unbekannt. Watford selbst wird erstmalig im 10. Jahrhundert in einem Testament erwähnt. Die Äbte von St. Albans kontrollierten die Stadt und ihre Einwohner bis zur Auflösung der Klöster durch Heinrich VIII. Das Landgut Watford blieb bis 1609 im Besitz der Krone. Dann wurde es an den Lordkanzler verkauft. 1770 wurde es zum Besitz des Grafen von Essex. Die Familie von Essex spielte von nun an eine große Rolle in der Geschichte der Stadt. Die Pracht des Cassiobury Parks ist bleibende Erinnerung an ihre Herrschaft.

Letztendlich waren es jedoch die guten Zugverbindungen, die Watford von einer friedlichen Marktstadt zu einem belebten Handelszentrum machten. Der Bahnhof "Watford Junction" wurde 1838 eröffnet. Er ermöglicht es bis heute vielen Pendlern, die in Hertfordshire leben, schnell zu ihrem Londoner Arbeitsplatz zu kommen. Außerdem siedelten sich nun neue Industriezweige in Watford an.

Sehenswürdigkeiten

In Watford selbst ist vor allem ein Besuch verschiedener Parks und Gärten lohnend. Die Cheslyn Gardens besitzen interessante Blumenrabatten mit einer Auswahl an seltenen Pflanzen, Bäumen und Büschen, Vogelgehegen und Teichen, die im ländlichen Stil angelegt sind. Sehenswert sind auch die verschiedenen Kirchen und religiösen Bauwerke in Watford, denn hier haben Katholiken, Methodisten, Baptisten, Mormonen, Muslime, Hindus unter anderem ihre Gotteshäuser erbaut. Die Gemeindekirche von Watford, St. Mary's, ist eine der größten in Hertfordshire.

In der nahen Umgebung, circa 15 Auto-Minuten entfernt, befindet sich die von den Römern gegründete Stadt St. Albans, die einst den lateinischen Namen Verulamium trug. In St. AIbans gilt es, die herrliche Kathedrale zu besichtigen. Hier wird, wie in der rheinhessischen Gemeinde Bodenheim bei Mainz, das Fest des ersten christlichen Märtyrers in England, des Heiligen Alban, gefeiert. Faszinierend sind auch die römischen Ausgrabungen und das Verulamium-Museum.

Weltweit bekannt ist Schloss Windsor, eine der bevorzugten Residenzen der königlichen Familie, von Watford aus in 30 Minuten erreichbar. Hier kann man einen ganzen Tag in der Kapelle des Heiligen Georg, im Privatwohnsitz der Königin - der besichtigt werden kann - und in der Ausstellung des Puppenhauses von Queen Mary verbringen. Außerdem lädt Windsor Great Park ein. Die großzügige Parkanlage ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. In seinem Safari-Park gibt es Löwen, Elefanten, Lamas, Delphine und viele weitere exotische Tier- und Pflanzenarten.

Selbstverständlich ist Watford auch immer ein guter Ausgangspunkt für die vielen Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt und Weltmetropole London.

Universitäten und Schulen

Watford verfügt über Vorschul-Kindertagesstätten, Grundschulen, weiterführende Schulen und Gymnasien, ein College sowie eine Musikschule. Da die Stadt im unmittelbaren Einzugsbereich von London liegt, haben einige der Londoner Universitäten und Colleges Außenstellen in Watford errichtet. Ansonsten bietet sich natürlich den Watforder Studenten der Besuch der London University an.

Wirtschaft

Watford war und ist eine Handelsstadt. Im Mittelalter fungierte sie für die umliegenden Siedlungen hauptsächlich als Marktstadt. Die ersten Marktkonzessionen bewilligte Heinrich I. Daher findet heutzutage der Markt in Watford, der aus 300 Ständen besteht, auf dem "Konzessionsplatz" statt. Das Angebot in den Geschäften ist noch heute groß. Käufer kommen aus dem gesamten Umkreis.

Ein bekanntes LKW- und Motorenproduktionsunternehmen, die Druckindustrie sowie ein Unternehmen zur Ausstattung von Mutter und Kind haben zum wirtschaftlichen Wohlstand und einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote beigetragen.

Die Druckindustrie war zweifellos einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Stadt. Schließlich führte der aus Watford stammende William Caxton den Buchdruck mit beweglichen Lettern in England ein. Diese Brücke, die der Nachfolger Gutenbergs schon vor fünf Jahrhunderten zwischen den beiden Städten schlug, war letztlich die Wurzel für die Freundschaft zwischen Mainz und Watford, die 1956 offiziell besiegelt wurde. Die starken strukturellen Veränderungen im Industriebereich haben dazu geführt, dass sich Watford heute mehr und mehr als Dienstleistungszentrum präsentiert.

Erholung und Freizeit

In und um Watford gibt es viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Ein herausragendes Freizeitgelände mit verschiedenen Sportplätzen, Kinderplanschbecken, Spielwiesen und Naturpfaden, die zu Spaziergängen im Wald und am Fluss entlang einladen, ist der Cassiobury Park. Obwohl das Herrschaftshaus heute nicht mehr steht, ist der Park selbst äußerst sehenswert. Naturfreunde können sich nicht nur dort, sondern auch in "Whippendell Woods", einem riesigen Waldgebiet mit vielen Wanderwegen, erfreuen. Alte englische Gartentradition kann man in den Cheslyn Gardens bewundern. Prachtvolle Blumenrabatten und der Duft der Kräuter im Sommer sprechen alle Sinne des Besuchers an.

Dem Sportler bietet Watford eine große Auswahl verschiedener Möglichkeiten. In der parkähnlichen "Woodside" kann man Cricket, Golf und Bowling spielen sowie laufen. Das "Watford Leisure Centre" bietet Plätze für Badminton und für Squash. Schwimmen kann man im "Central Baths", im "Bill Everett Center", das auch Badminton, Stepp-Aerobic und Volleyball anbietet, sowie in "Watford Springs" mit Solarien, Dampfbädern und Saunen.

Kultur und Veranstaltungen

Das Watford "Palace Theatre" ist nach dem Urteil der Zeitung "Guardian" das erfolgreichste Theater in Großbritannien. Es weist eine durchschnittliche Besucherauslastung von 95 Prozent auf, die unter anderem auch durch die Auftritte internationaler Topstars bewirkt wird. Kein Theater im eigentlichen Sinne, sondern eher ein Kunstzentrum ist "The Pump House Theatre and Arts Centre". Hier werden alle Möglichkeiten für künstlerische Aktivitäten von Theater über Folk Music bis zum Jazz geboten.

Ein weiterer kultureller Gewinn Watfords ist ein georgianisches Herrschaftshaus, die Gründungsstätte der Benskins Brauerei, das zu einem Museum umgebaut und 1981 eröffnet wurde. Hier kann man sich über die Geschichte Watfords informieren. Am ersten Samstag im September findet jährlich die "Watford Show" statt. Die "Horticultural-Show", eine Kirmes mit über 100 Ständen, bietet während der gleichen Zeit für drei bis vier Tage Spaß für die gesamte Familie.

Das "Artlinks Arts Festival" in der zweiten Oktoberwoche lädt dazu ein, Kunst aus anderen Ländern und natürlich auch aus den Watforder Partnerstädten zu bewundern. Im öffentlichen Versammlungsraum des Rathauses, der für seine ausgezeichnete Akustik bekannt ist, werden hervorragende Philharmonieorchester für Konzerte engagiert. Außerordentlich beliebt sind die dort wöchentlich angebotenen Tanzveranstaltungen. Natürlich stehen mit den typischen englischen Pubs, Diskotheken, Kinos und Nachtclubs weitere Unterhaltungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Spezialitäten

Watford ist für eine gute Zubereitung des traditionellen englischen Essens bekannt. Gleichermaßen beliebt unter Touristen und Einheimischen sind die mit Teig ummantelten Fleisch- und Wurstpasteten, die es in den verschiedensten Variationen gibt.

Fischliebhaber haben die Möglichkeit, ihre Delikatessen in speziellen Fischfarmen rund um Watford selbst zu fangen, um ihn danach ganz frisch zu verzehren. Unbedingt probieren muss man die englischen Biersorten. Für Watford steht vor allem das Benskins Ale, dessen Qualität auf ein schon seit dem 16. Jahrhundert aus unterirdischem Gipsgestein gezapftes Wasser zurückzuführen ist.

Entwicklung der Städtepartnerschaft

Die Partnerschaft mit Watford im Jahre 1956 war für beide Städte die erste offizielle freund-schaftliche Beziehung zu einer anderen ausländischen Stadt. Gemeinsamkeiten ergaben sich vor allem auch daraus, dass der aus Watford stammende William Caxton den Buchdruck mit beweglichen Lettern in England verbreitete.

Diese Brücke bildete letztlich die Grundlage für die offizielle Partnerschaft.

Unabhängig von diesen historischen Bezügen war die Partnerschaft geprägt von dem starken Willen der damaligen Repräsentanten der beiden Städte, die Wunden des Krieges zu überwinden, aufeinander zuzugehen und auf der Ebene der Städte einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.

Logo der Stadtverwaltung Watford
Logo der Stadtverwaltung Watford© Watford Borough Council
Die Partnerschaft ist heute in allen gesellschaftlichen Bereichen und Bevölkerungsgruppen verankert. Schwerpunkte bilden der Jugend- und Schüleraustausch, die Beziehungen im kulturellen und sportlichen, musikalischen und touristischen, ja selbst im wirtschaftlichen Bereich.

Kontakt

Stadtverwaltung

Watford Borough Council
Gary Oliver
Town Hall
Watford
Hertfordshire
WD17 3EX
Großbritannien
Telefon: +44 1923 27 82 54
Telefax: +44 1923 27 83 35
gary.oliverwatford.govuk
www.watford.gov.uk

Freundschaftskreis

Freundschaftskreis Mainz-Watford e. V.
Präsident Herbert Egner
Wormser Str. 15C
55130 Mainz
Mobil: +49 152 33 67 95 45
herbert.egnerwebde

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