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Pressemeldung

Die heutige Namensgebung des Synagogenplatzes, zwei Monate nach der Grundsteinlegung für den Bau der neuen Synagoge, sei ein erfreuliches Ereignis, zumal der Namensvorschlag 'Synagogenplatz' der Jüdischen Gemeinde von allen Beteiligten einstimmig angenommen worden war.

Namensgebung "Synagogenplatz" an historischem Datum: Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

Die heutige Namensgebung des Synagogenplatzes, zwei Monate nach der Grundsteinlegung für den Bau der neuen Synagoge, sei ein erfreuliches Ereignis, zumal der Namensvorschlag `Synagogenplatz´ der Jüdischen Gemeinde von allen Beteiligten einstimmig angenommen worden war.
Das hob der Oberbürgermeister in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten des öffentlichen Lebens hervor. Jens Beutel: "Plätze sind Orte der Gemeinschaft, der Kommunikation - und so wird dieser Synagogenplatz nicht nur der Standort für das neue Gebetshaus, das jüdische Gemeindezentrum und der Treffpunkt für alle Gläubigen und Gemeindemitglieder, sondern mit seinen Einrichtungen auch Teil des öffentlichen Lebens unserer Stadt sein. Als Ort der Begegnung lädt er alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu informieren, an Veranstaltungen teilzunehmen und mit den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde den Kontakt zu pflegen. Der Platz symbolisiert zum einen die Zugehörigkeit des jüdischen Lebens zu unserer Stadt und zum anderen das selbstverständliche Miteinander unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Nationalitäten."

Die Stadt habe die Namensgebung bewusst auf einen historisch denkwürdigen Tag gelegt. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Auschwitz stehe für millionenfachen Mord und sei damit Sinnbild für kaum vorstellbares Leid, das Menschen anderen Menschen zugefügt haben. Seit 1996 ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Beutel: "Aus dem Gedenken an diese schreckliche Vergangenheit erwächst uns viel Gutes, Bereicherndes, Stärkendes und Unverzichtbares, für unsere Gesellschaft, für das Zusammenleben in unserer Stadt und für unsere Demokratie. Heute setzen wir in Erinnerung an die Vergangenheit namentlich ein Zeichen gegen das Vergessen und für die Lebendigkeit des jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur in unserer Stadt."

Auch für Kulturdezernent Peter Krawietz ist die Benennung des Platzes am heutigen Tag ein Zeichen, das gegen das Vergessen gerichtet ist, das vor allem aber einen Neubeginn für die jüdische Gemeinde und das jüdische Leben in Mainz darstellt. Krawietz: "Die alten Griechen benutzten gerne den Begriff "kairós" und meinten damit so etwas wie den "genau richtigen Zeitpunkt" oder den "passenden Augenblick". So einen "kairós" erleben wir heute mit der Benennung dieses Platzes." Mit dem architektonisch anspruchsvollen Neubau der Synagoge und des Gemeindezentrums, so der Kulturdezernent weiter, werde nicht nur eine Wunde geheilt, sondern auch eine städtebauliche Lücke gefüllt. Peter Krawietz dankte der Jüdischen Gemeinde für ihre umsichtige Empfehlung an den Ortsbeirat der Mainzer Neustadt und den Stadtrat, den Namen "Synagogenplatz" vorzuschlagen. Krawietz: "Der Religionsphilosoph Martin Buber hat einmal gesagt: "Alles wirkliche Leben ist Begegnung". Und so würde ich mich freuen, wenn der Synagogenplatz in der Mainzer Neustadt eine Stätte der Begegnung für alle Mainzer Bürgerinnen und Bürger wird, eine Stätte, die die Menschen zusammenführt und zum Dialog einlädt."
(bia)

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