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Pressemeldung

: Kita 'An den Lehmgruben offiziell eröffnet Seit Beginn dieses Jahres ist sie in Betrieb. Für Kinder, Erzieherinnen und Eltern gehört die Kita ‚An den Lehmgruben‘ mittlerweile schon ein gutes Stück zum Alltag. Oberbürgermeister Michael Ebling und Sozialdezernent Kurt Merkator: "Für unsere Stadt aber ist sie ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Und Zukunft heißt in diesem Fall konkret: die Vollversorgung mit Kinderbetreuungsplätzen und damit die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mainz! Dieses Ziel bleibt ein Riesen-Kraftakt. Und dennoch: Mit jeder Neueröffnung sehen wir ein wenig mehr Licht am Ende des Tunnels!"

Vollversorgung mit Betreuungsplätzen in Finthen erreicht

Finthen: Kita 'An den Lehmgruben' wird offiziell eröffnet

Seit Beginn dieses Jahres ist sie in Betrieb. Für Kinder, Erzieherinnen und Eltern gehört die Kita ‚An den Lehmgruben‘ mittlerweile schon ein gutes Stück zum Alltag. Oberbürgermeister Michael Ebling und Sozialdezernent Kurt Merkator: "Für unsere Stadt aber ist sie ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Und Zukunft heißt in diesem Fall konkret: die Vollversorgung mit Kinderbetreuungsplätzen und damit die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Mainz! Dieses Ziel bleibt ein "Riesen-Kraftakt. Und dennoch: Mit jeder Neueröffnung sehen wir ein wenig mehr Licht am Ende des Tunnels!"
Das gelte auch in Finthen: Nach vielen Monaten im Provisorium auf dem Layenhof sei ein wunderbares Umfeld mit viel Platz zum Spielen, Leben und Lernen entstanden. Auch das Außengelände werde bald fertig gestellt. Da das diesjährige Frühjahrswetter die Bauarbeiten sehr verzögerte, werde den Kindern, Erzieherinnen und Eltern erneut viel Kreativität und Flexibilität abverlangt. "Dafür danken wir Ihnen allen ganz herzlich!" so OB Ebling und Dezernent Merkator.

Insgesamt 96 Kinder, darunter allein 32 Unter-Dreijährige, können künftig in der neuen Kita betreut werden. Damit wird in Finthen nach dem derzeit gültigen Kita-Bedarfsplan die volle Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen erreicht. Dieser Erfolg sei für die klamme Stadtkasse mit erheblichen Investitionen verbunden gewesen, denn den Löwenanteil musste die Stadt alleine stemmen. Von rund 3,2 Millionen für die Kita veranschlagten Euro gab es für die Kita An den Lehmgruben nur 411.000 Euro an Landeszuwendungen. "Wir hätten uns eine vollständige Übernahme der Kosten durch die jeweiligen Gesetzgeber dringend gewünscht: Bund und Länder sollten sehr viel stärker in der Pflicht stehen", so OB Ebling und Dezernent Merkator. Darüber hinaus setze das ‚Betreuungsgeld‘ des Bundes nicht nur falsche Anreize, sondern es untergrabe den so dringend notwendigen Ausbau der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur in Deutschland.

Die Investitionen aber, die Mainz für den Kita-Ausbau tätigen müsse, seien gewaltig: 27 Millionen Euro sind dafür allein im Doppelhaushalt 2013/14 veranschlagt. "Und gerade einmal 1,3 Millionen Euro dürfen wir vom Bund an zusätzlicher finanzieller Unterstützung erwarten - soviel wie für eine dreigruppige Einrichtung!" führt OB Ebling aus. Dennoch seien er und Dezernent Merkator überzeugt, dass die erheblichen Investitionen in die Kindertagesstätten sich für Mainz mehr als bezahlt machen würden: "Schließlich geht es dabei um nicht weniger als die Zukunft unserer Kinder, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Mainz, um Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit - und nicht zuletzt um einen starken Wirtschaftsstandort in Mainz!" Trotz schwieriger Rahmenbedingungen werde die Landschaft der Kindertagesstätten in Mainz daher in wenigen Jahren neu aufgestellt sein.
"An diesem Ziel wirken viele Menschen und Institutionen mit - auch hier in der Kita An den Lehmgruben", dankten OB und Dezernent allen Eltern, die ihre Kinder jeden Tag ans andere Ende des Stadtteils zur provisorischen Kita am Layenhof bringen mussten, den Erzieherinnen und den Kita-Leiterinnen für die hervorragende Arbeit unter erschwerten Bedingungen. Dank gelte weiterhin dem Büro Poganiuch + Dang-Architekten für die engagierte Bauleitung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Projektentwicklung und Bauensowie allen am Bau Beteiligten. * * *


Bauzeit / Inbetriebnahme




Spatenstich am 06.09.2011.
Richtfest am 09.03.12.
Fertigstellung im Januar 2013
17. und 18.01.2013 Umzug/Auflösung der Containerräume
21.01.2013 Inbetriebnahme der neuen Kita mit den Kindern aus dem Provisorium (44 Kd., davon sind 7 Kinder unter 3 Jahren alt)
ab 16.Februar 2013 wurde die dritte "geöffnete Regelgruppe" mit 22 Plätzen eröffnet, davon sind 6 Plätze für Kinder ab 2 Jahren
Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der 2 Gruppen mit "kleiner Altersmischung" wird nach der Sommerschließung der Kita erfolgen

Bei einer Vollbelegung der Kita ergibt sich also folgende Gruppenaufteilung:

Im OG: 66 Kinder in drei Stammgruppen aufgeteilt im Alter zwischen 2-6 Jahren
Im EG: 30 Kinder in zwei Gruppen im Alter von 0-6 Jahren, sog. "kleine Altersmischung"
Insgesamt bietet die Kita Platz für 32 Kinder unter 3 Jahren


Der Bau im Überblick




Grundrissfläche 1.250 m², Außengelände 3.000 ² mit 1.930 m² Spielgelände
das EG beherbergt das Büro der Kita-Leitung, 2 Gruppenräume mit Nebenräumen, Sanitärräume, die Hauptküche mit Hauswirtschaftsraum, Lagerräume sowie einen Mehrzweckraum, der als Turnhalle genutzt werden kann mit einem angrenzenden Geräteraum
im OG befinden sich 3 Gruppenräume mit Nebenraum, die Kinderküche, Personalraum, Materialraum und Elternsprechzimmer, ein Kinderbad mit separatem Wickelbereich und der Multifunktionsraum, der als Kinderbistro genutzt wird
in der Kita ist durch einen Personenaufzug die Barrierefreiheit gewährleistet



Wesentliche Bedingungen für den Entwurf der Kita, waren die Lärmemissionen der Kurmainz-Strasse im Süden und der A60 im Osten



Das Gebäude fächert sich mit seinen "Wandstrahlen" von Osten nach Süden auf.
Die "Strahlen" werden als Gestaltungselement auch im Außengelände fortgeführt, wo sie dieses in Spielbereiche gliedern, sowie terrassieren.
Die Wandstrahlen folgen mit ihrer Farbgebung dem Verlauf von gelb nach orange und der Mehrzweckbewegungsraum ist in der Komplementärfarbe blauviolett gehalten.
Dieses Farbkonzept setzt sich auch im Gebäudeinnern fort.

Den östlichen Abschluss des Fächers bildet ein Gebäuderiegel mit Pultdach, in dem sich die Neben- und Funktionsräumen befinden. Der "Funktionstrakt" schützt die Aufenthaltsräume der Kita und das Außengelände gegen den Lärm der im Osten verlaufenden A60. Hier ist auch der Aufzug zur barrierefreien Erschließung untergebracht.
Den südlichen Abschluss bildet eine Lärmschutzwand aus Gabionen, die den Lärm der Kurmainz Straße von dem Außengelände der Kindertagesstätte abhält.
Ursprungspunkt der "Wandstrahlen" ist der Mehrzweck- / Bewegungsraum, der als eigenständiger
1-geschossiger Baukörper mit Flachdach die Anlage im Süden abschließt.

Ein zweiter Gebäuderiegel mit Pultdach nimmt über 2 Geschosse die Gruppenräume auf und orientiert sich nach Westen zu dem lärmgeschützten Außengelände hin.
Große Fensterflächen verbinden optisch die Gruppenräume mit dem Außengelände.
Über einen vor gelagerten Fluchtbalkon mit Außentreppen gelangt man von jeder Gruppe im OG ins weitläufige Außengelände.
Durch den Balkon wird es außerdem möglich, die Flure auch als Spielbereiche auszubilden, da der 1. Rettungsweg direkt aus den Aufenthaltsräumen ins Freie führt und nicht mehr über die Flurbereiche.

Zwischen den beiden Pultdachbaukörpern befindet sich die großzügige Eingangshalle und Erschließungszone mit begrüntem Flachdach .
Einganghalle, Erschließungsflächen und Garderobennischen verbinden sich in dieser zentralen Zwischenzone zu zusätzlichen Spielflächen.
Das Gebäude öffnet sich mit der Eingangshalle und dem Vorplatz mit Fahrrad- und PKW-Stellplätzen zur neuen Wohnbebauung hin.
Die Wandscheiben / "-Strahlen" gliedern den Vorplatz in die einzelnen Funktionsbereiche und leiten ins Gebäude.



Bauweise



Das Gebäude wurde in Massivbauweise mit Wärmedämmverbundsystem im Niedrigenergiestandard (gem. ENEV 2009 und Stadtratsbeschluss vom 25.02.2002) erstellt. Das 2-geschossige Spiel-Foyer mit der offenen Haupttreppe erhält eine großzügige Verglasung mit z. T. farbigen Gläsern.

Über der Haupttreppe befindet sich ein großes Alu-Glas-Oberlicht, das zusammen mit Oberlichtfenstern über den Garderobennischen viel Licht in den Spiel- und Erschließungsbereich bringt.Auch die Gruppenräume haben große Glasflächen zum Außengelände hin. Die Fenster nach Osten und Süden wurden als Schallschutzfenster ausgeführt.

Die Pultdächer sind mit einer Zinkblechdeckung mit Photovoltaik-Anlage versehen. Geheizt wird mit einer Gas-Brennwerttherme, die Warmwasserbereitung wird durch Solarthermie unterstützt.
Die Kita ist mit einer Lüftungsanlage ausgestattet, sämtliche Räume werden über eine Fußbodenheizung beheizt.

Alle Flachdächer wurden begrünt, das Regenwasser wird oberflächennah auf dem Gelände versickert.



Daten


Grundstücksfläche:
4.330,00 qm
Begrüntes Außengelände gesamt:
2.984,00 qm
Spielgelände der Kita:
1.930,00 qm
Bebaute Fläche:
766,00 qm

Nutzflächen gesamt:
1.195,00 qm
Hauptnutzfläche
610,00 qm
Nebennutzfläche
144,00 qm
Verkehrsfläche (auch Spielfläche)
428,00 qm
Funktionsfläche
14,00 qm



Außenanlage Kita "An den Lehmgruben"

Planung : 67-Grünamt
Ausführung: Firma Hüfner & Kuchenbuch, Mainz

Lärmschutzwand (Wand aus Gabionen, Höchste Stelle: 4,20m) teilt das Grundstück: Schutz vor Verkehrsgeräuschimmissionen durch die östlich gelegene Autobahn A 60 sowie die südlich angrenzende Kurmainzerstraße

Gliederung der westlichen, intensiv genutzten Freifläche:
strahlenförmige Gliederung der Architektur wurde mittels Einfassungs- u. Stützmauern (Höhe: ca. 50cm) sowie Baumreihen in der Außenanlage fortzusetzen. Dadurch Unterteilung in unterschiedliche Spiel- und Aufenthaltsräume.
Die Baumreihen bestehen aus kleinkronigen Bäumen und sollen durch Blüte und Habitus an die frühere Nutzung erinnern. (Obstplantage)
Geschwungener Weg "roter Faden": Ein geschwungener Weg durchzieht die Freifläche und verbindet die einzelnen Freiräume/ Nutzungsbereiche der Außenanlage miteinander.
Quadratischer Platz vor MZW-Raum mit ansteigender Rasenterrassierung dient als Zuschauertribüne bei Veranstaltungen.
Spielgeräte: Großzügige Sandfläche: Beherbergt ein über einen Holzsteg erreichbare Plattformhütte mit Rutsche und Klettermöglichkeit für die Kleinen (3-4 jährigen)
Für einen späteren Einbau einer Wassermatschanlage sind bereits Leitungen verlegt.
Doppelschaukel und Vogelnestschaukel sind auf der gegenüberliegenden Seite des Weges angeordnet. Vogelnestschaukel stammt noch aus dem Provisorium Layenhof.
Östliche und südliche Fläche , außerhalb der Lärmschutzwand: Dient vor allem als Versickerungsflächen für das anfallende Niederschlagswasser.


1. Bauverlauf/ Bauzeit

Bauzeit hat sich durch den langen Winter und die Regenereignisse im Frühjahr verzögert. Der Rasen konnte erst Anfang Juni werden. Die Baumpflanzungen und Pflanzflächen, wie Beerensträucher im Gärtchen, das erhöhte Grasband und die Staudenflächen im Eingangsbereich sowie das Rahmengrün der Außenanlage können erst im Herbst erfolgen.


Finanzierung Gesamtmaßnahme


Baukosten insgesamt ca. 3,2 Mio. €,
davon Landeszuwendungen in Höhe von 411.000,00 €

Herausgeber

Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner
Abteilungsleiter und Pressesprecher der Stadt Mainz
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