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Pressemeldung

(rap) - Für die Förderung des Radverkehrs beschreitet die Stadt Mainz auch innovative Wege und wurde dafür nun beim Nationalen Radverkehrskongress in Mannheim am gestrigen Tage im Rahmen des Deutschen Fahrradpreises ausgezeichnet. Aus über 160 eingereichten Maßnahmen wählte die Fachjury die Mainzer Piktogrammkette auf den ersten Platz. Mit dieser Maßnahme setzt die Stadt ein Zeichen für das gemeinsame Miteinander und die Gleichberechtigung des Fahrrads im Straßenverkehr.

Stadt Mainz gewinnt Fahrradpreis – innovative Radverkehrsförderung und gemeinsames Miteinander

Hierfür wurden in der Mainzer Oberstadt auf rund 2,5 km Fahrradpiktogramme in regelmäßigen Abständen auf die Fahrbahn markiert. So wird ein klares Signal an Auto- und Radfahrende gesetzt, dass das Fahrrad auf der Fahrbahn erwünscht ist. Die Straßenverkehrsordnung lässt den Radfahrenden bereits seit 1997 die Wahl, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn nutzen wollen. Dabei hat Letzteres vielfältige Vorteile und bedeutet insbesondere auch einen Sicherheitsgewinn.
Viele Unfälle zwischen Rad- und Autofahrern passieren beim Rechtsabbiegen: Autofahrer nehmen Radfahrer auf separaten Radwegen neben sich oft nicht wahr, was beim Abbiegen dann zu fatalen Kollisionen führen kann. Auf der Fahrbahn hingegen befindet sich der Radfahrer im Blickfeld der Autofahrenden. Unfälle können somit deutlich reduziert werden. Die Radelnden profitieren von der direkten Wegeführung und auch Konflikte mit zu Fuß Gehenden werden vermieden. - Diese Form der Piktogrammkette ist die erste ihrer Art in Deutschland.

„Die Bedeutung des Fahrrades wächst stetig: 20 Prozent ihrer Wege legen die Mainzerinnen und Mainzer mittlerweile mit dem Rad zurück. Diesem Trend wollen wir Rechnung tragen. Wir möchten eine gute und sichere Verbindung durch die Oberstadt anbieten, nachdem dort bereits vor 10 Jahren die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben wurde. Die Piktogrammkette hat dabei den Vorteil, dass sie dem Autofahrer klar signalisiert, dass Radverkehr auf der Straße willkommen ist. Der Radfahrer wird zugleich eingeladen, sich auf der Straße sicher zu bewegen. Ein formaler Schutzstreifen auf der Fahrbahn hätte nach dem Regelwerk bedeutet, dass alle Parkplätze hätten entfernt werden müssen. Dies wollten wir vermeiden. Daher haben wir uns die Piktogrammkette überlegt. So haben wir mit dem Einsatz geringer Mittel große Sichtbarkeit für den Radverkehr erreicht, ohne in den motorisierten Individualverkehr eingreifen zu müssen. Sozusagen eine Win-Win-Situation, die auch von der Jury anerkannt wurde“, so Katrin Eder, Verkehrsdezernentin der Stadt Mainz.

Die Kosten für die Piktogrammkette beliefen sich auf rund 8.500€. Eine Sanierung des ehemaligen Radweges ist nicht möglich. Dessen Neuanlage würde nach dem aktuellen Regelwerk die Entfernung aller Parkplätze bedeuten und die Kosten würden sich aufgrund des Baumbestandes im Millionenbereich bewegen.
Die Wirkung der Piktogrammkette wird von der Stadt Mainz sowie der Bergischen Universität Wuppertal und der TU Dresden durch Vorher-Nachher-Zählungen sowie Befragungen begleitet. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird durch Information und Aufklärung weiterhin intensiviert.

Herausgeber

Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner
Abteilungsleiter und Pressesprecher der Stadt Mainz
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