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Pressemeldung

(rap) - Geplanter Stand by-Betrieb von Teilen der „Housing-Area“ soll für Planungssicherheit sorgen / Gemeinschaftsunterkunft „Wilhelm-Quetsch-Straße“ soll künftig als Kita-Standort dienen

Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge: Landeshauptstadt Mainz nimmt Anpassungen bei Platzkapazitäten vor

Die Landeshauptstadt Mainz betreibt derzeit zehn Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge mit einer Kapazität von 2040 Plätzen. Mit dem Stichtag 16. Oktober 2017 waren 1610 Plätze belegt, was einer Auslastungsquote von rund 79 Prozent entspricht. Aufgrund dieser Überkapazitäten und einem schon seit geraumer Zeit vorherrschenden Trend, dass in den Gemeinschaftsunterkünften mehr Abgänge als Zugänge zu verzeichnen sind, plant die Landeshauptstadt Mainz ihre Kapazitäten um 245 Plätze zu reduzieren um somit eine adäquate Auslastungsquote anzustreben.
Diese Anpassung soll durch die Auflösung der Gemeinschaftsunterkunft „Wilhelm-Quetsch-Straße“ in Mainz-Bretzenheim mit 65 Plätzen sowie der Schließung dreier Wohnhäuser zu je 60 Plätzen in der Gemeinschaftsunterkunft „Housing-Area“ in Mainz-Gonsenheim realisiert werden.

Das Areal der Gemeinschaftsunterkunft in der Wilhelm-Quetsch-Straße soll künftig als Kita-Standort dienen, die zu schließenden Häuser in der Housing-Area Gonsenheim sollen für den Fall eines sprunghaften Anstiegs der Flüchtlingszahlen kurzfristig reaktiviert werden können und befinden sich somit in einem Stand by-Betrieb.
Der Beigeordnete Dr. Eckart Lensch hat die für beide Einrichtungen zuständige Stiftung Juvente über die Entscheidung des Stadtvorstandes hinsichtlich der Auflösung bzw. Umwandlung von Kapazitäten zum 31.01.2018 in einem persönlichen Gespräch informiert. Im gleichen Zuge wurden durch ihn auch die betroffenen Ortsvorsteherinnen über die geänderte Situation in Kenntnis gesetzt.
Die im Umfeld der Gemeinschaftsunterkünfte aktiven Ehrenamtlichen wurden durch die Flüchtlingskoordination kontaktiert, um mit ihnen gemeinsam künftige Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu besprechen sowie ihnen für ihr bisher geleistetes Engagement zu danken.

Basis der Entscheidung war ein durch die Sozialverwaltung durchgeführtes Bewertungsverfahren, innerhalb dessen die Unterkünfte hinsichtlich der Kriterien Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und Nutzbarkeit für andere städtische Zwecke bewertet wurden. Beigeordneter Dr. Lensch: „Wir sehen durch die Entscheidung eine gute Abwägung unterschiedlicher Interessen getroffen und freuen uns insbesondere über einen neuen Kita-Standort in Mainz-Bretzenheim. Auch künftig legen wir Wert auf eine integrationsförderliche Unterbringung der Geflüchteten, um damit deren soziale Teilhabe zu stärken.“

Herausgeber

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Abteilungsleiter und Pressesprecher der Stadt Mainz
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