Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Pressemeldung

(gl) Der aus Argentinien stammende Schriftsteller, Literaturdozent und Übersetzer Alberto Manguel erhält den Gutenberg-Preis 2018.

Vergabe des Gutenberg-Preises 2018

Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e. V. und die Landeshauptstadt Mainz verleihen den Gutenberg-Preis 2018 an den renommierten Literaten und Lese-Forscher Alberto Manguel.

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre, traditionell am Samstag der „Mainzer Johannisnacht“, vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz und dem Präsidenten der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft vergeben.

Die Feierlichkeiten anlässlich der Vergabe des Gutenberg-Preises mit Oberbürgermeister Michael Ebling finden am 23. Juni 2018 um 12.30 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses begleitet von der Mitgliederversammlung der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft statt.

Der seit 1968 vergebene Preis (seit 1991 gemeinsam mit der Stadt Leipzig) wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich im Bereich der Technikgeschichte, der Gestaltung, der wissenschaftlichen Erforschung und der Vermittlung von Büchern in der Nachfolge Gutenbergs beschäftigen. So gehören große Typografen wie Hermann Zapf, Wissenschaftler wie Prof. Dr. Robert Darnton, der Erfinder des E-Books, Prof. Dr. Joseph M. Jacobson oder der Wissenschaftler und Schriftsteller Prof. Dr. Umberto Eco zu den Preisträgern.

Der diesjährige Preisträger befasst sich seit Jahrzehnten mit der Buchkultur, mit der Geschichte des Lesens und der Leser, er erschließt die Geisteskultur der letzten 6.000 Jahre, indem er die vielfältigen geistigen Bezüge seit der ersten Medienrevolution (dem Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit) und die Schicksale der in zahlreichen Buchrollen, Büchern und Dateien verwobenen Gedanken, Erfahrungen, Wissen und Erzählungen zu einem großartigen Panorama der Menschheitsgeschichte über Generationen, Grenzen und Zeiten hinaus verbindet.

Das Mitglied des Präsidiums der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, Prof. Dr. Stephan Füssel, fasst dies so zusammen: „Alberto Manguel ist ein begeisterter Leser, der seine Lektüreerlebnisse mit vielen teilen möchte und damit selbst als Schriftsteller Anteil an seinen Leseerfahrungen gibt und zum Weiterdenken anregt. Seine in 36 Sprachen übersetzte „Geschichte des Lesens“ ist eine Einladung, sich mit der Ideenwelt der Bücher und all ihren Möglichkeiten vertraut zu machen.“

„Mit Alberto Manguel erhält den Gutenberg-Preis in diesem Jahr ein Preisträger, der wie kein zweiter die Beziehung von gedrucktem Buch, der Leserschaft und dem Lesen zum zentralen Punkt seines Wirkens gemacht hat. Eine herausragende Wahl im Jubiläumsjahr, die die Bedeutung des Erbes Gutenbergs und gleichzeitig unseres Gutenberg-Preises unterstreicht“, so Kulturdezernentin Marianne Grosse , die dem Vergabe-Kuratorium vorsteht.

Alberto Manguel, geboren 1948 in Buenos Aires, wuchs in Israel und Argentinien auf und ist seit 1988 kanadischer Staatsbürger. In mehreren Sprachen zuhause, wirkte er u. a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto als Verlagslektor, Literaturdozent und Übersetzer; seit 2016 ist er Direktor der argentinischen Nationalbibliothek und damit der Nachfolger des legendären Jorge L. Borges, dem blinden Bibliothekar der Argentinischen Bibliothek, dem der junge Alberto Manguel als Vorleser zur Seite stand.
Mit seinem Buch „Die Geschichte des Lesens“ schuf Alberto Manguel 1998 eine Verführung zum Lesen, die in 36 Sprachen übersetzt wurde. Soeben ist zu seinem 70. Geburtstag eine Liebeserklärung an seine eigene, 35.000 Bücher umfassende Bibliothek unter dem Titel „Die verborgene Bibliothek. Eine Elegie und zehn Abschweifungen“ (Packing My Library: An Elegy and Ten Digressions, New Haven: Yale University Press), Frankfurt am Main, S. Fischer 2018 erschienen.


Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e. V. ist eine Vereinigung zur Erforschung der Geschichte und Entwicklung der Drucktechnik und der schriftorientierten Medien. Sie nahm ihre Tätigkeit am 23. Juni 1901 auf, dem Tag der Eröffnung des Gutenberg-Museums. Heute hat die Gesellschaft etwa 1.000 Mitglieder in fast 40 Ländern der Welt.

Herausgeber

Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner
Abteilungsleiter und Pressesprecher der Stadt Mainz
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-22 21
Telefax
+49 6131 12-33 83
E-Mail
pressestellestadt.mainzde
Internet