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Pressemeldung

(rap) Verkehrsministerium übergibt Förderbescheide aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ an Stadt, Mainzer Stadtwerke und Mainzer Mobilität

Bund unterstützt „Green City Mainz“-Projekte

Die Stadt Mainz, die Mainzer Mobilität und die Mainzer Stadtwerke können bei der Umsetzung des Masterplans M³ "Green City Mainz" die nächsten Schritte gehen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergab heute in Berlin für mehrere in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt geplante Maßnahmen die entsprechenden Förderbescheide aus dem von der Bundesregierung ins Leben gerufenen „Sofortprogramm saubere Luft 2017-2020“ oder signalisierte Unterstützung. Mit dem Programm sollen neben der Reduzierung der Stickoxid-Emissionen auch drohende Dieselfahrverbote verhindert werden.

M³ steht für eine integrierte, intelligente und vernetzte Mobilität in Mainz. Die Themenschwerpunkte der Maßnahmen des Projektes M3 sind in fünf Handlungsfeldern gebündelt. Sie beinhalten neben Fahrzeugförderprogrammen (E-Antriebe), Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs, zur Digitalisierung des Verkehrs (z.B. Apps, Datenerhebung und Verkehrssteuerung) und der Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die urbane Logistik. Diese Themen werden gemeinsam von der Stadt Mainz, den Mainzer Stadtwerken sowie der Mainzer Mobilität bearbeitet.
Oberbürgermeister Michael Ebling und Verkehrsdezernentin Katrin Eder zeigten sich sehr erfreut, dass die Stadtverwaltung alle angemeldeten Projekte im Bereich der Digitalisierung und Datenerfassung gefördert bekommt: „Es ist quasi das Grundgerüst für die späteren Maßnahmen des Masterplans.“ So werden Lücken der Datenerfassung geschlossen, vor allem im Bereich des Rad- und Schwerlastverkehrs. Alle angemeldeten Komponenten einer modernen Verkehrsdatenerfassung erhielten den Förderzuschlag in Höhe von 405.000 Euro. Diese bilden die Grundlage für einen verbesserten Verkehrsfluss, für das Baustellenmanagement und verbesserten Aussagen zum Mobilitätsverhalten. Weiterhin werden die Konzeption eines innovativen Parkleitsystems und die Erarbeitung einer Park+Ride-Potentialuntersuchung hälftig (in Summe 113.000 Euro) gefördert.

MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof nahm in Berlin heute die Förderbescheide für den „Gesamtkonzern Stadt“ innerhalb des Gesamtprojektes M3 entgegen. Für die Mainzer Mobilität beteiligt sich der Bund mit der Hälfte der Kosten an der Entwicklung einer so genannten „Mobility-as-a-service-Plattform und App-Lösungen“. Dabei geht es unter anderem um die digitale Verknüpfung von verschiedenen Mobilitätsangeboten über den reinen Öffentlichen Personennahverkehr hinaus mittels neuer App-Angebote. Das Projekt ist bis Ende 2019 geplant und kostet etwa 780 000 Euro – die Hälfte davon wird gefördert.

Ebenfalls bezuschusst werden sollen neue so genannte „Vor-Weg-Anzeiger“, wie sie unter anderem bereits am Hauptbahnhof oder an der Universität aufgebaut sind. Die Fahrgäste können sich durch diese größeren Anzeigetafeln an zentralen Knotenpunkten schon auf dem Weg zur Haltestelle über die Abfahrt der Busse und Straßenbahnen informieren. Von den 400 000 Euro Gesamtkosten bis Ende 2019 stellt der Bund 50 Prozent Förderung in Aussicht, zusätzlich gibt es eine Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz.

Von der Bundesförderung sollen auch die Mainzer Stadtwerke mit ihrem Projekt „Smart City Mainz“ profitieren. Dabei geht es um ein Pilotprojekt zur „Internet-of-Things“-Infrastruktur und hier speziell zur Erfassung und Verarbeitung von Verkehrs- und Infrastrukturdaten. Hier beträgt die Projektsumme etwa 2,75 Millionen Euro – 1,3 Millionen davon könnte der Bund tragen. Der endsprechende Förderbescheid ist in Aussicht gestellt.

Neben diesen jetzt neu geförderten Projekten haben die Mainzer Stadtwerke und die Mainzer Mobilität in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe weiterer Projekte umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Dazu zählt unter anderem die Anschaffung von Elektrobussen für den ÖPNV. Die Bestellung von vier bis sechs Fahrzeugen und die Lieferung bis Mitte 2019 ist fix, die genaue Anzahl der Elektrobusse hängt ab von der noch nicht abschließend geklärten exakten Höhe der Bundesförderung. Neu ist ein Förderantrag der Mainzer Mobilität über 27 batteriebetriebene Busse, die bis 2021 bestellt werden sollen, samt der dafür notwendigen Lade- und Werkstattinfrastruktur. Das Fördervolumen hier: rund 21 Millionen Euro, ein entsprechender Antrag beim Bundesumweltministerium ist eingereicht.

Eingereicht, aber noch nicht bewilligt von Berlin sind zwei weitere Projekte, zum einen die Erweiterung und Modernisierung des Fahrradvermietsystems „meinRad“ Dabei geht es um die Anschaffung neuer Räder, Stationen und Stationstechnik im Wert von rund vier Millionen Euro. Im gleichen Förderaufruf hat die Stadtverwaltung Mainz die barrierefreie Rad-Anbindung der Kaiserbrücke per Spindel angemeldet. Hier soll durch einen interkommunalen Lückenschluss eine direkte Radverbindung Mainz-Wiesbaden geschaffen werden. Beides sind Maßnahmen, um den kommunalen Radverkehr in Mainz zu stärken und neue Kunden für dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu gewinnen.

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