Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Bundesweiter Warntag

9. September 2021, 11 Uhr

Ablauf des bundesweiten Warntages

Der nächste bundesweite Warntag findet am 9. September 2021 statt. Am gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern werden in ganz Deutschland um 11 Uhr sämtliche Warnmittel erprobt. Auch in Mainz findet ein Probealarm statt. Unter anderem werden die Sirenen im Stadtgebiet ausgelöst.

Was passiert am bundesweiten Warntag?

Um 11 Uhr wird eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren (z. B. Rundfunksender, App-Server) geschickt, die an das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossenen sind.

Diese Warnmultiplikatoren versenden anschließend die Probewarnung über ihre  Systemen bzw. Programme an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps (z. B. die Warn-App NINA, Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes).

Parallel werden auf Ebene der Länder, in den Landkreisen und in den Kommunen verfügbare kommunale Warnmittel ausgelöst (z. B. Sirenen und Lautsprecherwagen).

Wie wird am 9. September 2021 in Mainz gewarnt?

In Mainz werden durch die Warnzentrale des Bundes zunächst die Warn-Apps NiNa und KatWarn ausgelöst. Alle Personen, die eines dieser beiden Programme auf ihrem Smartphone installiert haben, erhalten somit die zentrale Warnmeldung des Bundes und werden durch diese auf den bundesweiten Warntag hingewiesen.
Zeitgleich erreicht die Warnmeldung die Redaktionen der Rundfunk- und Fernsehanstalten, sowie der Printmedien. Diese informieren ihre Zuschauerinnen und Zuschauer bzw. Zuhörerinnen und Zuhörer über die Meldung. Hierzu unterbrechen sie ihre laufenden Programme und verbreiten die Warnmeldung über Radio, Fernsehen und die sonstigen, ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle, wie z.B. Nachrichten-Apps und Homepages.

Die Leitstelle der Feuerwehr Mainz ist an das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossen und empfängt hierüber die Warnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutzund Katastrophenhilfe (BBK). Sie wird sodann die Sirenen im Mainzer Stadtgebiet auslösen.

Weiterhin wird die Stadtverwaltung für den Zeitraum der Probewarnung auf www.mainz.de ein entsprechendes "Notfallbanner" einblenden. In einem realen Notfall würden den Bürgerinnen und Bürgern an dieser Stelle alle relevanten Informationen zur Verfügung gestellt. 

Entwarnung um 11.20 Uhr

Bei jeder Warnung ist es erforderlich, nach dem Wegfall der Gefahr eine entsprechende Entwarnung auszustrahlen. Hierfür werden in der Regel dieselben Warnmittel genutzt, wie auch bei der zuvor erfolgten Warnung.
Auch der Vorgang der Entwarnung ist Bestandteil des bundesweiten Warntages und ist für circa 11.20 Uhr vorgesehen.

Was sind die Ziele des bundesweiten Warntags?

Der bundesweite Warntag und die Probewarnung haben zum Ziel,

  • Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren,
  • Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich zu machen und
  • auf die verfügbaren Warnmittel (z. B. Sirenen, Warn-Apps, digitale Werbeflächen) aufmerksam zu machen.

Der bundesweite Warntag soll dazu beitragen, das Wissen in der Bevölkerung zur Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit zu unterstützen. Auch die nun bundesweit einheitlichen Sirenensignale sollen bekannter werden.

Wer ist verantwortlich für den bundesweiten Warntag?

Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern gemeinsam vor. Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

Der bundesweite Warntag soll künftig jedes Jahr stattfinden.


Sirenen in Mainz

Die Landeshauptstadt Mainz verfügt derzeit über 55 Sirenen des Typs E57.

Es handelt sich hierbei noch um die klassischen Zivilschutzsirenen, bei denen ein elektrisch angetriebener Rotor Luft durch ein Gehäuse mit Öffnungen, den sogenannten  Stator, presst und hierdurch den charakteristischen Sirenenton entstehen lässt.

Durch Variationen der Einschaltdauer des Rotors können vier unterschiedliche Signale erzeugt werden.

In Mainz stehen die Sirenen in erster Linie im Bereich des Industriegebietes in Mainz-Mombach, entlang der Hauptverkehrsachsen sowie in Nähe des Rheins. Sie sollen in erster Linie vor Gefahren durch Unfälle mit Gefahrgut warnen.

Im Jahre 2018 wurden alle Steuergeräte der Sirenen auf digitale Alarmierung umgerüstet, so dass sie auch in Zukunft zuverlässig ausgelöst werden können. Dank dieser Umrüstung ist es möglich, die Sirenen entweder komplett, in einer von zwölf Gruppen oder ganz gezielt einzeln auszulösen.

Welche Sirenensignale stehen zur Verfügung?

In Mainz können vier unterschiedliche Sirenensignale, mit deren Bedeutung sie vertraut sein sollten, ausgelöst werden:

Warnung

Sirenensignal Warnung
Sirenensignal Warnung© Landeshauptstadt Mainz

Auf- und abschwellender Dauerton von einer Minute Länge.

Dieses Signal bedeutet:

  • Suchen Sie Schutz im Gebäude
  • Schließen Sie Fenster und Türen
  • Schalten Sie Klima- und Lüftungsanlagen ab
  • Schalten Sie ein Radiogerät ein (Sender SWR oder RPR)
  • Hören Sie auf weitere Informationen oder Anweisungen
  • Blockieren Sie nicht die Notrufe 110 und 112 durch Rückfragen

Entwarnung

Sirenensignal für Entwarnung
Sirenensignal für Entwarnung© Landeshauptstadt Mainz

Gleichbleibender Dauerton von einer Minute Länge.

Dieses Signal bedeutet:

  • Die Gefahr, vor der zuvor gewarnt wurde, existiert nicht mehr. Die damit verbundenen Handlungsanweisungen sind aufgehoben.

Feueralarm

Sirenensignal für Feueralarm
Sirenensignal für Feueralarm© Landeshauptstadt Mainz

Drei gleichbleibende Töne à zwölf Sekunden, unterbrochen durch Pausen von ebenfalls zwölf Sekunden Länge.

Dieses Signal bedeutet:

  • Einsatz für die Kräfte der Feuerwehr. Sofort das jeweilige Feuerwehrgerätehaus anfahren.

Test

Sirenensignal für Test
Sirenensignal für Test© Landeshauptstadt Mainz

Ein kurzer Ton von circa 15 Sekunden Länge. Dieses Signal wird nur zu Testzwecken ausgelöst, um die Funktionsfähigkeit der Sirene zu überprüfen.

Es hat keinerlei Bedeutung für die Bevölkerung.

Erklärung der Sirenensignale im Video

Erklärung der Sirenensignale // Datenschutzhinweis zur Videonutzung siehe www.mainz.de/datenschutz© Landeshauptstadt Mainz

Warn-Apps

Warn-Apps sind Programme, die auf Smartphones installiert werden können und die Aufgabe haben, im Gefahrenfall eine Warnmeldung wiederzugeben.
Der Vorteil dieser Apps besteht darin, dass Sie nicht nur in einem durch den Anwender definierten Bereich  (z.B. Heimat- und Arbeitsort) vor Gefahren warnen, sondern – sofern die Funktion durch den Anwender aktiviert wurde – in ganz Deutschland funktionieren und vor Gefahren am jeweils aktuellen Aufenthaltsort informieren.

Zusätzlich werden über diese Apps auch gezielte Handlungsanweisungen übermittelt, so dass die zu warnenden Personen direkt wissen, was sie tun können, um die Gefahr für sich und andere zu minimieren.

Neben den Gefahrenmeldungen des Bundes, der Länder und der Kommunen werden auf diesen Apps auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wiedergegeben.

Die Installation einer (oder mehrerer) Warn-App(s) ist freiwillig.

Die Landeshauptstadt Mainz setzt auf das System NINA zur Warnung der Bevölkerung:

Weiterführende Informationen

Was ist MoWaS?

MoWaS ist das Modulare Warnsystem des Bundes.
Es verknüpft via Satellitenkommunikation die Warnzentrale des Bundes beim BBK, die Lagezentren der Länder, die Leitstellen der Kommunen sowie sonstige warnberechtigte Stellen (DWD, zentrale Zivilschutzstelle, Luftraumüberwachung, etc.) miteinander. Zur Redundanz sind die vorgenannten Stellen zusätzliche durch terrestrische Leitungen miteinander verknüpft.

Über MoWaS ist es möglich, in nur einem einzigen Arbeitsgang die Warnstufe einer Gefahrenmeldung und den betroffen Warnbereich festzulegen, den Warntext und die Handlungsempfehlungen zu verfassen sowie die gewünschten Warnmultiplikatoren und Warnmittel auszuwählen um sodann die Warnung auszulösen und an die ausgewählten Adressaten zu versenden.

Die Warnstufe beschreibt dabei die Dringlichkeit einer Warnmeldung. Hierfür sind drei mögliche Stufen vorgesehen:

  • Stufe 1 – hoch (Gefahrendurchsage, unverändert und sofort senden)
  • Stufe 2 – mittel (Gefahrenmitteilung, redaktionelle Anpassung in geringem Umfang möglich, schnellstmöglich senden)
  • Stufe 3 – niedrig (Gefahreninformation, redaktionelle Anpassung möglich, bei nächster Gelegenheit senden)

Als Warnmultiplikatoren werden die an MoWaS angeschlossenen Medienhäuser (öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten, Redaktionen von Zeitungen, die Deutsche Bahn AG, und sonstige) bezeichnet. Diese haben die Aufgabe, die Warnmeldungen über die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel bzw. Sendewege weiterzugeben.

Warnmittel sind die Geräte, auf denen die Warnmeldungen ausgegeben werden (Warn-Apps, digitale Werbetafel, etc.) bzw. vorhandene Sirenen.  

Haben Sie für den Fall einer Warnung vorgesorgt?

Großbrand, Gefahrgutaustritt, Bombenentschärfung, Evakuierung….
Es sind viele Ereignisse denkbar, aus deren Grund Sie Ihre Wohnung schnellstmöglich verlassen müssen.
Haben Sie entsprechend vorgesorgt? Ist eine Tasche mit Wechselwäsche, den wichtigsten Dokumenten und Medikamenten jederzeit griffbereit?

Was ist, wenn Sie längere Zeit Ihre Wohnung nicht verlassen dürfen oder können?

Haben Sie Trinkwasser und Lebensmittelvorräte Zuhause?
Wie schnell die Regale in Lebensmittelmärkten leer sein können, hat uns die Corona-Krise deutlich gezeigt.

Wissen Sie, welche Gegenstände und welche Lebensmittel  Sie sinnvoller Weise Zuhause haben sollten oder wie Sie sich auf eine Notlage vorbereiten können?

Die Broschüre "Katastrophen-Alarm" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe liefert wichtige Informationen und Tipps.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie unter 'Datenschutz'.

'Datenschutz'
Bundesamt für Bevölkerungsschutzund Katastrophenhilfe (BBK)
2 / 5