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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Unterhaltsvorschuss beantragen 

Beschreibung

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Vorsprachen nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich sind. Die Erreichbarkeitszeiten der MitarbeiterInnen sind weiter unten aufgelistet.

Die Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes, wonach ab 01.07.2017 vorgesehen ist, den Bezug des Unterhaltsvorschusses bis zum 18. Lebensjahr auszuweiten und auf die Befristung auf 72 Leistungsmonate aufzuheben, wurde von Bundestag und Bundesrat  beschlossen.

Das neue Antragformular und das Merkblatt stehen am Ende dieser Seite zum download bereit.

Beantragung:
- schriftlich beim Amt für soziale Leistungen

- nicht möglich ist ein mündlicher Antrag (z.B. durch Telefonanruf)

der Antrag ist erhältlich
- bei der Unterhaltsvorschussstelle in Amt für soziale Leistungen
- auf der Homepage der Stadt Mainz (zum herunterladen und ausdrucken)
- bei der Servicestelle Amt für soziale Leistungen im Stadthaus Zimmer 61

- Die Ansprechpersonen sind auf Wunsch beim Ausfüllen des Antrags behilflich - nach vorheriger Terminvereinbarung.

Unterhaltsvorschuss dient
- der Sicherstellung des Unterhalts von minderjährigen Kindern
- wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil keinen Unterhalt für ein Kind zahlt oder dies nicht kann

- In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschusskasse zunächst in Vorlage
- Unterhaltsvorschuss verfolgt das Ziel, den alleinstehenden Elternteil zu entlasten und den Ausfall an Unterhalt nicht entstehen zu lassen

- Die Unterhaltsansprüche des Kindes gehen dann in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über, der sich die gezahlten
Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückholt und gegebenenfalls einklagt.

Seit 01.01.2020 gelten folgende Unterhaltsvorschussbeträge:
- für Kinder bis unter 6 Jahren monatlich 165 Euro
- für Kinder von 6 bis 11 Jahren monatlich 220 Euro
- für Kinder von 12 bis 17 Jahren monatlich 293 Euro


Fristen:
- Unterhaltsvorschussleistungen können rückwirkend
- höchstens für den Monat vor dem Eingang des Antrags bei der Unterhaltsvorschussstelle gezahlt werden
- wenn die gesetzlichen Voraussetzungen bereits in dieser Zeit erfüllt waren

- Der Unterhaltsvorschuss wird längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt.
- Wenn das Kind das 12. Lebensjahr vollendet hat, ist zusätzlich Voraussetzung, dass entweder 

  - keine Leistungen nach dem SGB II bezogen werden oder
  - durch den Bezug von Unterhaltsvorschuss keine SGB II - Leistungen mehr benötigt werden, weil der Bedarf des Kindes durch eigenes Einkommen (z.B. Kindergeld und Unterhaltsvorschuss) gedeckt werden kann oder
  - bei der Berechnung der zustehenden Leistungen nach dem SGB II beim betreuenden Elternteil ein Brutto-Einkommen von mindestens 600 Euro im Monat berücksichtigt wurde. Grundlage ist der Leistungsbescheid des Jobcenters.

Voraussetzungen

- Ein Kind erhält Unterhaltsvorschussleistungen, wenn es
- in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen
- gewöhnlichen Aufenthalt hat und
- hier bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt und
- von dem anderen Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe des gesetzlichen Mindestunterhalts gemäß § 1612a Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) erhält.

- Ausländische Kinder bekommen Unterhaltsvorschussleistungen, wenn
- sie in Deutschland wohnen,
- sie nicht freizügigkeitsberechtigt sind, aber
- sie selbst oder ihr alleinerziehender Elternteil eine Niederlassungserlaubnis oder
Aufenthaltserlaubnis, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt, besitzen.

- Der Elternteil ist nicht alleinerziehend, wenn er verheiratet ist und nicht dauernd getrennt lebt oder wenn er unverheiratet mit dem anderen Elternteil zusammenlebt.

- Ein gerichtliches Unterhaltsurteil gegen den anderen Elternteil wird für die Beantragung eines Unterhaltsvorschusses nicht vorausgesetzt

Adresse

Besucheranschrift

Stadthaus Kaiserstraße (Lauteren-Flügel)
Kaiserstraße 3-5
55116 Mainz

Postanschrift

Postfach 3620
55026 Mainz
E-Mail
Unterhaltsvorschussstadt.mainzde

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle: Hauptbahnhof
Linien: 6, 9, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 67, 68, 69, 75, 76, 90, 92, 93, 620, 650, 652, 660

Parkhaus Bonifaziustürme und Parkhaus Cityport

Hinweise zur Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
Rollstuhlgerechtes WC

Zuständige Mitarbeiter/innen

Liste der zuständigen Mitarbeiter
 Frau Silke Marx Buchstaben: A, J +49 6131 12-3155
 Herr Udo Gill Buchstaben: Ba- Be, M, P (Mo - Mi) +49 6131 12-3368
 Frau Silke Faust Buchstaben: Bf-Bi, E, I, N, O, R, St, U +49 6131 12-3585
 Frau Yvonne Faller Buchstaben: Bj-Bz, D, V - Z (Mo 14-15 Uhr, Di 9-10 Uhr, Mi 11-12 Uhr) +49 6131 12-3079
 Frau Martina Limbach Buchstaben: C, Q, T (Mo + Mi 10 - 11 Uhr) +49 6131 12-2376
 Frau Diana Dralle Buchstaben: F, K, L (Mo - Mi) +49 6131 12-2276
 Frau Elisabeth Pulz Buchstaben: G, H +49 6131 12-2998
 Frau Sigrid Stocke Buchstaben: S (ohne St), Sch (Mo - Mi, 9-12 Uhr) +49 6131 12-3095

Unterlagen

in Kopie:

- Pass, Personalausweis (Kopie) der Antragstellerin/des Antragstellers
- bei Ausländern: Aufenthaltstitel (Niederlassungserlaubnis, Aufenthaltserlaubnis)

- Geburtsurkunde des Kindes (Kopie)
- ggf. Vaterschaftsanerkenntnis bzw. -feststellungsurkunde oder –titel

- ggf. Scheidungsbeschluss
- Sorgerechtsregelung
- Vorhandene Titel im Original (Urkunde, Beschluss, Vergleich)

- Einkunftsnachweise des Kindes (z.B. Unterhaltszahlungen, Halbwaisenrente oder ähnliches)

Rechtsgrundlagen

Gesetz zur Sicherung des Unterhalts von Kindern alleinstehender Mütter und Väter durch Unterhaltsvorschüsse oder - ausfallleistungen (Unterhaltsvorschussgesetz)

Hinweise

- Informationen über die Zahlung von Unterhaltsvorschuss und weitere Hilfen für Alleinerziehende erhalten Sie in der aktuellen Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

- Für nähere Informationen zum Thema "Unterhaltssachen" besuchen Sie bitte die Serviceseite des Amtes für Jugend und Familie.

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