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Rheinschiffsmühle Ginsheim

Einmalig in Europa - die Rekonstruktion der letzten produktiven Rheinschiffsmühle zeigt den technischen Stand des Mühlenwesens um 1900 anhand authentischer, betriebsbereiter Geräte: diverse Getreide-Reinigungsmaschinen sowie Mahl- und Siebvorrichtungen.

Die Rheinschiffsmühle Ginsheim auf einen Blick

Museumshighlights

Getreidereinigung

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die aufwändige Getreidereinigung, die vor dem Mahlen erforderlich ist, vom Bauernhof in die Mühlen verlagert. Mehrere Maschinen kommen zum Einsatz, etwa ein Aspirateur zum Ausblasen der restlichen Spreu, ein Trieur zum Auslesen von Unkrautsamen und eine Schäl- und Bürstmaschine zum Entfernen der äußeren Schale des Getreidekorns.

Steinmahlgang

Der Steinmahlgang die ist schon vor unserer Zeitrechnung bekannte Methode, Getreide zu zerkleinern. Der Mahlgang mit dem festen Bodenstein und dem sich drehenden Läuferstein steht direkt auf dem Mahlstuhl mit dem Getriebe. Das Mahlgut rutscht anschließend zum Aussieben in den Beutelkasten mit dem "Kleiekotzer".

Walzenstühle

Walzenstühle arbeiten mit geriffelten Stahl- oder Hartgusswalzen anstelle von Mühlsteinen. Diese Maschinen waren weit weniger wartungsbedürftig und lieferten einen deutlich höheren Durchsatz.

Gezeigt werden ein Schrot- und ein Ausmahlwalzenstuhl sowie zur Demonstration eine geöffnete Maschine. Ein Sechskantsichter als Siebvorrichtung und eine Grießputzmaschine komplettieren den Verarbeitungsprozess.

Regelmäßige Führungen und Veranstaltungen

Während der Öffnungszeiten werden regelmäßig kostenfreie Führungen angeboten.

Für "Mehr-Wisser"

Über mehrere Jahrhunderte hinweg arbeiteten Schiffsmühlen im Rheinstrom. 1840 gab es in Mainz noch 17 solche Mühlen, die an den Pfeilerresten der alten Straßenbrücke aus der Römerzeit festgemacht waren. Im nahen Ginsheim waren bis zu 21 dieser schwimmenden Kleinbetriebe zur Getreideverarbeitung gleichzeitig verankert, bevor sie der aufkommenden Industrialisierung und dem wachsenden Schiffsverkehr weichen mussten.

Bemerkenswert ist, dass die letzte Rheinschiffsmühle überhaupt bis 1928 in Ginsheim in Betrieb war. In den 1930er-Jahren wurde sie nach Mainz verlegt, wo schon damals eine Museumsmühle eingerichtet werden sollte. 1945 wurde sie durch eine Fliegerbombe total zerstört.

Heute bietet die authentische Rekonstruktion der letzten produktiven Rheinschiffsmühle interessante und spannende Einblicke in die Technik und die Arbeitsbedingungen vergangener Zeiten. Diese Anlage darf als einmalig in Europa bezeichnet werden.


Adresse

Rheinschiffsmühle Ginsheim
An der Schiffsmühle (Verlängerung Bouguenais-Allee)
65462 Ginsheim-Gustavsburg
E-Mail
infoschiffsmuehle-ginsheimde
Internet

Öffnungszeiten

März und April:
Samstag und Sonntag 13.30 bis 17 Uhr

Mai bis September:
Mittwoch, Samstag und Sonntag 13.30 bis 18 Uhr

Oktober:
Mittwoch, Samstag und Sonntag 13.30 bis 17 Uhr

November bis Februar:
Sonntag 13 bis 16 Uhr

Bitte beachten Sie Sonderöffnungszeiten ggf. auf der Website der Einrichtung.

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Bouguenais-Allee
Rheinschiffsmühle Ginsheim im Nebel Verein Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim e.V.
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