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Mainz denkt global

Hallo und herzlich willkommen auf Mainz denkt global! Hier finden Sie für die Zeit der Karikaturenausstellung "Glänzende Aussichten" im Rathaus Informationen zur Ausstellung sowie zu den begleitenden Veranstaltungen. Künftig informieren wir Sie über die Ziele für nachhaltige Entwicklung, zu denen sich die Mitgliedsstaaten der UN verpflichtet haben.

Karikaturenausstellung "Glänzende Aussichten"

Ab dem zweiten Dezember ist im Rathaus die Karikaturenausstellung "Glänzende Aussichten" im Rathaus zu sehen. Auf witzige, verblüffende und manchmal erschreckende Weise werden die Kernanliegen und Themen aufgegriffen, die die dunklen Seiten unseres westlichen Lebensstils betreffen. Ob Klimawandel, Hunger, Menschenrechte oder Globalisierung, die 99 Karikaturen konfrontieren uns mit den Zusammenhängen zwischen Weltpolitik und unserem individuellen Verhalten. .
Wir fordern im Ausland Menschenrechte ein und schotten uns im Mittelmeer gegen Flüchtlinge ab. In einer Karikatur von Waldemar Mandzel sitzt ein europäischer Grenzschutzpolizist auf seinem Boot im Mittelmeer und tippt in seinen Laptop. „Wohnort? Beruf? Alter?“, fragt er die in Massen in Richtung des Bootes schwimmenden Flüchtlinge noch kurz vor dem Ertrinken. Wir kritisieren die Konsumgesellschaft, kaufen aber kräftig weiter ein. „Warum weinst du denn, mein Kleiner?“, fragt die Großmutter ihren Enkel vor dem Schaufenster des Spielwarengeschäfts. „Ich hab das alles schon!“ Wir beklagen den Hunger in der Welt, während an der Agrarbörse mit Nahrungsmittelpreisen spekuliert wird. „Man wirft nicht mit Würstchen!“, ermahnt eine Mutter ihr Kleinkind. „Dafür musste ein Schweinchen ganz viel Soja fressen und viele arme Kinder mussten tagelang hungern!“
Es sind Perspektiven wie diese, die einen zum schmunzelnden Kopfschütteln veranlassen und vielleicht zu ein bisschen Selbstreflektion. Die Ausstellung wird der Stadt Mainz vom katholischen Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR zur Verfügung gestellt. Ziel ist es laut Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel, ohne erhobenen Zeigefinger etwas zu verändern. „Indem die Karikaturen uns zum Lachen bringen, regen Sie zum Nachdenken an und fordern zum Handeln auf.“
Die Ausstellung ist bis zum 18. Januar im Rathaus im linken Foyer zu sehen. Während dieser Zeit gibt es verschiedene Aktionen der AGENDA-Gruppen, die die Ausstellung begleiten

Quiz zur Karikaturenausstellung

Die Ausstellung „Glänzende Aussichten“ ist zum Schmunzeln, die Fakten, die die Karikaturisten zu ihren Bildern veranlasst haben, lassen jedoch nachdenklich werden. Wir begleiten die Ausstellung mit einem kleinen Quiz, an dem Sie sich gerne beteiligen können. Die Teilnahmekarten liegen im Ausstellungsraum aus und können dort in die Quizurne geworfen werden. Unter allen richtigen Antworten verlosen wir 10 "Glänzende Aussichten"-Kataloge, in denen alle Karikaturen abgedruckt sind. Im folgenden finden Sie einige Hinweise um die Fragen richtig beantworten zu können.
Nachhaltig zu leben betrifft praktisch alle Entscheidungen, die wir als Konsumentinnen und Konsumenten treffen. Hier immer danach zu entscheiden, was global am besten für Mensch und Umwelt ist, erfordert durchaus Zeit und Energie. Doch selbst dann bleiben viele Fragen offen. So sollte man beim Einkauf von Bio-Produkten genau hinschauen. Denn der Transportweg wird bei gesiegelter Bio-Ware nicht berücksichtigt. Wer meint, mit Bio-Wein aus Neuseeland oder Bio-Erdbeeren im Winter sei der Umwelt geholfen, liegt falsch. Am besten sind regionale, saisonale (Bio-)Produkte.
Auch bei unserem Energieverbrauch gibt es nicht die „eine“ saubere Lösung. Noch immer stammen 62,4% des Stroms, der bei uns aus der Steckdose kommt, aus nicht erneuerbaren Energien. Bei der Wahl des Beleuchtungsmittels sollte man daher auf einen möglichst geringen Stromverbrauch achten. Dem Namen nach klingen Energiesparlampen am besten, weniger Strom verbrauchen jedoch LED-Birnen. Sie halten lange, sind sparsam und enthalten keine giftigen Substanzen.
Energie– und Ressourcenverbrauch ist nicht auch Thema beim Kauf unsere Jeans. Bei der Produktion von Jeanshosen fällt ein immenser Wasserverbrauch an. Angefangen bei der Bewässerung der Baumwollplantagen über die verschiedensten Produktionsschritte bis zum Endprodukt verbraucht die Herstellung einer Jeans ca. 11000 Liter Wasser.
Neben der Frage nach der Umweltverträglichkeit von Produkten stehen vor allem die Arbeitsbedingungen der Menschen im Mittelpunkt, die diese Produkte fertigen. Die oben angesprochene sparsame LED-Birne kommt auch nicht ganz ohne seltene Erden aus. Diese werden meist in Ländern abgebaut, in denen das Wohl der Arbeiterinnen und Arbeiter nicht auf der Prioritätenliste steht. Die Jeans wird im Laufe ihres Herstellungsprozesses unzählige Male in andere Länder geschickt und zwar in jene, in denen der jeweilige Herstellungsschritt am billigsten ist – dies geht meist zu Lasten der Löhne und Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter. Ob im Bergbau, der Landwirtschaft oder der Textilindustrie, weltweit arbeiten 190 Millionen Kinder in Minen, auf Plantagen oder Produktionswerkstätten.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

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17 Ziele - Unsere Verantwortung

Wir wollen auf dieser Seite zeigen, wie die Stadt Mainz, ihre Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Organisationen und Initiativen dazu beitragen können, dass wir die Ziele gemeinsam erreichen.

Hier finden Sie künftig Informationen rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, zu denen sich die Mitgliedsstaaten der UN verpflichtet haben.

Schauen Sie doch demnächst mal wieder vorbei!

Hintergrund: AGENDA 2030

"Diese AGENDA ist von beispielloser Reichweite und Bedeutung. Sie wird von allen Ländern akzeptiert und ist auf alle anwendbar, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Realitäten, Kapazitäten und Entwicklungsstufen der einzelnen Länder und unter Beachtung der nationalen Politiken und Prioritäten. Ihre Ziele und Zielvorgaben sind universell und betreffen die ganze Welt, die entwickelten wie die Entwicklungsländer."

Aus der Deklaration der Vollversammlung der Vereinten Nationen zur AGENDA 2030

Eine globale AGENDA-Tagesordnung für alle

Eine nachhaltige Entwicklung ist für die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unseres Planeten entscheidend. Das ist der Grundgedanke der 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030.

Nachhaltigkeit wirkt sich auf das Leben der Menschen lokal und global spürbar aus: "Niemanden zurücklassen", ist das Oberprinzip der Agenda 2030.

Die AGENDA 2030 umfasst 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs. Hier findet man fast alles wieder, was 1992 bereits in der AGENDA 21 beschlossen wurde. Nur steht die Arbeit zur Umsetzung der SDGs auf kommunaler Ebene heute auf einer ganz anderen Basis, sowohl politisch als auch finanziell. Heute muss nicht mehr um die "Anerkennung" der Nachhaltigkeit als globales Ziel "gekämpft" werden, diese Notwendigkeit ist überall akzeptiert.

Da mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung heute in Städten leben (bis 2050 werden es voraussichtlich zwei Drittel sein) kommt den Städten eine sehr wichtige – die entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu.
Zur Umsetzung der SDGs können die Kommunen und viele lokale Akteure einen ganz entscheidenden Beitrag leisten. Kommunen haben eine starke demokratische Tradition, haben Kompetenz im lokalen und regionalen Bereich und sind an praktischen Lösungen für ihre Bürgerinnen und Bürger interessiert.

Faires und nachhaltiges Handeln vor Ort ist damit konkret und stellt einen direkten Bezug zu Globalisierungsfragen her. Diese betreffen uns alle in unserem Alltag und können von uns gestaltet werden.

An dieser Stelle können Sie in Kürze mehr erfahren über "Mainz denkt global".