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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Bodenrichtwerte

Neue Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2018

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat die aktualisierten Bodenrichtwerte für den Bereich der Stadt Mainz zum Wertermittlungsstichtag 1. Januar 2018 beschlossen.

Bodenrichtwerte für Bauflächen, Gewerbeflächen und landwirtschaftliche Flächen werden in einem zweijährigen Rhythmus zum Stichtag 01. Januar neu ermittelt. Sie dienen dazu, das Preisgefüge der Grundstücke in den verschiedenen Lagen von Mainz aufzuzeigen. Dabei stellen sie weder eine Preisempfehlung dar, noch geben sie Ober- oder Untergrenzen der in einem bestimmten Gebiet angemessenen Grundstückspreise an.

Ein Bodenrichtwert gibt den Wert für einen Quadratmeter Grund und Boden für ein normiertes Grundstück innerhalb einer Zone an, für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. Er bezieht sich definitionsgemäß auf voll erschlossene Grundstücke im unbebauten Zustand, für die keine weiteren Abgaben mehr zu zahlen sind. Bei bebauten Grundstücken gibt er den Wert ohne die Aufbauten an.

Grundlage für die Ableitung der aktualisierten Bodenrichtwerte sind die in den zurückliegenden zwei Jahren bei den Notaren abgeschlossenen Kaufverträge über Grundstücke und Immobilien innerhalb des Stadtgebietes der Landeshauptstadt Mainz. Die Geschäftsstelle erhält gemäß den Bestimmungen des Baugesetzbuches Kopien aller Verträge, und wertet diese statistisch aus.

Die aktuelle Auswertung zeigt, dass die Nachfrage nach Immobilien in der Landeshauptstadt weiterhin hoch ist. Diejenigen, die preiswerten Wohnraum suchen, müssen offensichtlich den Immobilienmarkt verstärkt mit Renditeanlegern teilen. Die weiterhin niedrigen Zinsen und das geringe Angebot an Immobilien und Baugrundstücken lassen den Immobilienmarkt weiterhin boomen und sorgen für teils deutliche Preissteigerungen.

Von insgesamt rund 4.860 Kaufverträgen der vergangenen zwei Jahre konnten 264 für unbebaute Grundstücke zur Ableitung der Bodenrichtwerte herangezogen werden. Davon wiederum betreffen 149 Kauffälle Grundstücke für Wohnbauflächen, 25 für Gewerbe- und Industrieflächen und 90 für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Die Verkaufsfälle fallen in den einzelnen Stadteilen wieder sehr unterschiedlich aus.

Ebersheim liegt an der Spitze mit 71 Kaufverträgen (davon 61 für Bauflächen und 10 für landwirtschaftlich genutzte Flächen), gefolgt von Gonsenheim mit 47 Kauffällen (16 Grundstücke für Wohnbebauung, 2 für gewerbliche Nutzung und 29 landwirtschaftlich genutzten Flächen).

Anhand dieser in den letzten beiden Jahren gezahlten Kaufpreise werden die Preisänderungen gegenüber den Bodenrichtwerten von 2016 ermittelt. Dort, wo keine Verkäufe stattfanden, werden die Bodenrichtwerte anhand des Mittelwertes der Preisentwicklung aus den Kauffällen in den anderen Stadtteilen für das entsprechende Marktsegment angepasst.

Anhand der ausgewerteten Kaufpreise steigen die Bodenrichtwerte für

  • Wohnflächen stadtweit um 40,7 Prozent,
    wobei die einzelnen Stadtteile zwischen rund 15 % bis 55% variieren.
    Im Innenstadtbereich steigen die Bodenrichtwerte um 153,3 %.
  • Gewerbe- und Industrieflächen um 8,8 Prozent und
  • landwirtschaftlich genutzte Flächen (Acker- und Grünland) um 9,9 Prozent.

Den höchsten Bodenrichtwert findet man weiterhin beidseits der Ludwigsstraße und am Höfchen mit 6.890 €/m², den kleinsten mit 1 €/m² in den Naturschutzgebieten. Der Wert für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke liegt zwischen 4,10 €/m² und 8,30 €/m².

Bodenrichtwerte im Geografischen Informationssystem

Benutzungshinweis: Wählen Sie zunächst über die Straßensuche und gegebenenfalls über die Hausnummer oder über Zoomen den gewünschten Kartenausschnitt. Anschließend aktivieren Sie über die Themenauswahl die Anzeige der Bodenrichtwerte. Dann aktivieren Sie den "i"-Schalter über der Karte. Mit einem Klick auf die gewünschte Fläche erscheint nun die Beschreibung des Richtwertnormgrundstückes für die ausgewählte Richtwertzone.

Anmerkung: Die Bodenrichtwerte sind ab dem Maßstab 1:10.000 sichtbar.