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Gutenberg-Museum
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Newsletter des Gutenberg-Museums

18.12.2020, Ausgabe 02 / 2020
Illustration Gutenberg-Museum Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen und Förder*innen des Gutenberg-Museums,

im Jahr 2020 stellte die Corona-Pandemie auch das Gutenberg-Museum vor ungekannte Herausforderungen. Als Haus mit einer hohen internationalen Besucherfreqenz mussten wir als eines der ersten Museen bundesweit am 13. März schließen. Wir erarbeiteten ein umfangreiches Hygienekonzept und durften am 19. Mai wiedereröffnen, um die Pforten wegen der europaweit rasant steigenden Infektionszahlen ab 1. November bis Jahresende erneut schließen zu müssen. Wir arbeiten bis heute jedoch täglich vor Ort weiter; unsere zahlreichen Aktivitäten, Neuerungen und Ausblicke aufs nächste Jahr können Sie unserem angehängten Newsletter entnehmen.

An dieser Stelle sei allen Gästen, Fördernden und Freund*innen des Gutenberg-Museums ganz herzlich gedankt: für die – auch virtuellen – Besuche, für die Unterstützung, für die Zuwendungen – und dafür, dass Sie uns auch in dieser schwierigen Zeit die Treue halten. Wir freuen uns sehr darauf, Ihnen unser attraktives Museumsprogramm zu präsentieren und Sie hoffentlich bald wieder persönlich in der Dauerausstellung, in einer spannenden Sonderausstellung oder bei einer der vielen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Zunächst aber wünschen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gutenberg-Museums und ich persönlich ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2021, in dem hoffentlich bald wieder persönliche Begegnungen möglich sind. Bleiben Sie uns gewogen – und, am Allerwichtigsten: Bleiben Sie gesund!

  • Broschüre "Die Zukunft kann nicht mehr warten"
    © Landeshauptstadt Mainz, Dezernat für Bau, Denkmalschutz und Kultur

    Neubauplanungen

    Mit großen Schritten gingen im Jahr 2020 die Planungen für das neue Gutenberg-Museum voran. Nach insgesamt 15 Sitzungen, in deren Vorbereitung wir viel Arbeit investierten, votierte die „Arbeitswerkstatt Modernisierung Gutenberg-Museum“ mit Vertreter*innen aller Interessensgruppen einstimmig für den Neubau am bisherigen Standort in der Mainzer Innenstadt. Am 23. September verabschiedete der Stadtrat einstimmig einen entsprechenden Beschluss. Nach der gemeinsam mit Bund und Land finanzierten Machbarkeitsstudie zur Klärung baulicher und denkmalpflegerischer Fragen soll im Mai 2021 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, der im Mai 2022 in konkrete Planungen mündet, sodass nach unserem ambitionierten Plan Ende 2023 mit dem Neubau begonnen werden kann. Gemäß dem Vorschlag der beiden Museumsdirektoren soll das Gutenberg-Museum ab März 2023 seine bedeutendsten Exponate als Interims-Lösung im Naturhistorischen Museum zeigen, bevor im Jahr 2026 das neue Gutenberg-Museum eröffnen wird. Unser bauhaus.labor im Innenhof des Museums wurde auf Initiative von Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig zum „Schaufenster“ umgestaltet, um alle Interessierten zeitnah und transparent mit Informationen zum Projekt „Neubau Gutenberg-Museum“ zu versorgen.
    Eine architektonische und inhaltliche Neuausrichtung wird es dem „Weltmuseum der Druckkunst“ erlauben, dem durch die Digitalisierung ausgelösten Medienwandel angemessen zu begegnen und bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Derzeit bereiten wir das logistische Großprojekt "Umzug" vor und blicken dem Neubau voller Freude und Zuversicht entgegen!
  • Gutenberg-Museum
    © Gutenberg-Museum

    Bauhaus-Jubiläums-Ausstellung

    Einen großen Erfolg konnte das Gutenberg-Museum am Anfang des Jahres 2020 verbuchen: Die große von Direktorin Dr. Annette Ludwig kuratierte Sonderausstellung „ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“, die den zentralen Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zum Bauhaus-Jubiläumsjahr bildete, war ein Publikums-Magnet. Begleitend wurden im „bauhaus.labor“, dem in Anlehnung an die Kleinarchitekturen des Bauhaus-Lehrers Herbert Bayer gestalteten Pavillon im Innenhof, in einer Kooperation mit der Hochschule Mainz, Designlabor Gutenberg, insgesamt sechs studentische Präsentationen gezeigt, die den Bauhaus-Gedanken mit zeitgenössischen Mitteln reflektierten.
  • Printing like Gutenberg
    © Gutenberg-Museum

    Ausbau unserer Social-Media-Kanäle

    Um auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten in Kontakt mit Ihnen zu bleiben und Gutenbergs Erbe zumindest virtuell zu vermitteln, baute das Museum in Windeseile seine Social-Media-Aktivitäten auf Facebook und Instagram massiv aus. Gleichwohl können virtuelle Präsentationsformen echte visuelle und haptische Eindrücke und persönliche Begegnungen nicht vollständig ersetzen. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen den ersten Lockdown mit unserem kleinen „analogen“ postalischen Gruß, einer von unserem Druckermeister nur für Sie gestalteten Osterkarte zum Ausdrucken und Gestalten, ein wenig erhellen konnten. Denn die persönlichen Begegnungen mit unseren Besuchern, deren Zahl in den vergangenen Jahren auf fast 160.000 Gäste jährlich angewachsen ist, fehlten und fehlen uns sehr!
  • Q und Keilschriftplakat
    © Steidl-Verlag, Gutenberg-Museum

    Zwischen den Lockdowns - unsere Sonderausstellungen und weitere Angebote

    Zwischen den beiden Lockdowns durfte das Museum Besucher*innen empfangen – und ein kleiner Hauch von Normalität kehrte ein.
    Etwa mit den beiden Ausstellungen: Mit der Wiedereröffnung am 19. Mai startete die Sonderausstellung „Es steht geschrieben: Von der Keilschrift zum Emoji“ mit der das Gutenberg-Museum ein Programm für Familien anbot. Bis zur zweiten Schließung am 2. November zeigte Direktorin Dr. Annette Ludwig seit 10. Oktober gemeinsam mit dem Gutenberg-Preisträger 2020 Gerhard Steidl die Pop-up-Ausstellung „Mein Lieblingsbuchstabe ist das Q“, in der sich der renommierte Drucker und Verleger dem Geheimnis von Schrift und Schriftkultur widmet. Abhängig von den aktuellen Bestimmungen wird die Schau voraussichtlich mindestens bis 28. Februar 2021 zu sehen sein.
    Ab Ende Juli boten wir freitags um 12 Uhr eine kostenlose, öffentliche Führung durch die Dauerausstellung an. Weitere Lockerungen erlaubten ab Juni wieder die beliebten Familiensonntage, auch Kindergeburtstage mit eingeschränkter Personenzahl im Druckladen waren wieder möglich. Der Druckladen bot im Sommer ein Ferienprogramm, und nach den Ferien fanden wieder die beliebten zweitägigen Workshops statt, die Fertigkeiten rund um das Buch und das Drucken vermitteln. Auch die Gutenberg-Bibliothek konnte zumindest zeitweilig geöffnet bleiben.
  • Schott-Visual
    © Gutenberg-Museum

    Blick nach vorn

    Voller Vorfreude auf eine Zeit, in der kultureller Hunger wieder in der realen Welt gestillt werden kann, haben wir ein attraktives Ausstellungsprogramm ausgearbeitet, das wir Ihnen im Jahr 2021 präsentieren möchten; es wird ergänzt, sofern es die Pandemielage erlaubt:
    „Noten für die Welt“ heißt die Sonderausstellung zur Notationsgeschichte anlässlich des 250-jährigen Jubiläums des Mainzer Schott-Verlags 2020, deren Eröffnung ursprünglich für November geplant war und die pandemiebedingt bereits zweimal verschoben und neu organisiert werden musste. Die Schau spannt einen Bogen von den Neumen des Mittelalters bis hin zu Notationen des 20. und 21. Jahrhunderts und wartet nur noch darauf – hoffentlich im Januar – eröffnet zu werden. Zudem sind eine Ausstellung zum 85. Geburtstag der Mainzer Künstlerin Lore Bert, eine Einzelausstellung des amtierenden Mainzer Stadtdruckers Tobias Gellscheid und eine Schau mit hochkarätigen Grafiken von Lyonel Feininger geplant. Zudem soll am 10. September 2021 die große, für den vergangenen Sommer geplante Mainzer Museumsnacht nachgeholt werden.
Ihnen alle guten Wünsche und herzliche Grüße
Dr. Annette Ludwig
Direktorin

Der nächste Newsletter erscheint je nachdem, wann das Museum geöffnet werden darf, Anfang 2021.

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