Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Pressemeldung

Am 27. Februar 2026 jährt sich der Bombenangriff auf Mainz zum 81. Mal. Bei einer Gedenkstunde am Mahnmal St. Christoph gedachte Oberbürgermeister Nino Haase gemeinsam mit Bürger:innen, Vertreter:innen und Vertretern aus Politik, Kirchen und der Berufsfeuerwehr den mehr als 1.200 Menschen, die bei dem Luftangriff ihr Leben verloren, sowie allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft.

Mainz gedenkt der Opfer des Bombenangriffs vom 27. Februar 1945

„Der 27. Februar markiert einen tiefen Einschnitt in der Geschichte unserer Stadt“, sagte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache. Innerhalb von nur 13 Minuten versank die über 2.000 Jahre alte Stadt nach dem Abwurf von rund 1.500 Tonnen Bomben in Schutt und Asche. Die Zerstörung und das Leid der Bevölkerung seien bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses von Mainz. „Wir gedenken heute unserer untergegangenen Stadt. Wir gedenken derer, die der Krieg genommen hat – an diesem Tag und an allen Tagen davor und danach“, so Haase.

Zugleich betonte er die historische Verantwortung Deutschlands für den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen: „Dieses Bombardement auf Mainz – und auf viele andere deutsche Städte – war die Antwort der Alliierten auf den grausamen Krieg, den die Nationalsozialisten zuvor in die Welt getragen hatten.“ Erinnerung sei untrennbar mit Verantwortung verbunden. Mit Blick auf die Gegenwart rief Haase dazu auf, sich aktiv für Demokratie, Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen: „Frieden, Freiheit und Zusammenhalt sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen jeden Tag neu errungen und verteidigt werden.“

Besonders gedachte Haase des kürzlich verstorbenen Mainzer Zeitzeugen und Fotografen Philipp Münch, der über Jahrzehnte hinweg die Zerstörung und den Wiederaufbau der Stadt dokumentierte und seine Erlebnisse an nachfolgende Generationen weitergab. „Mit seinem Tod hat Mainz eine prägende Stimme der Erinnerungskultur verloren“, sagte Haase. Münchs Arbeit bleibe ein wichtiger Beitrag zum kollektiven Gedächtnis der Stadt und zur deutsch-französischen Verständigung.

Die Gedenkstunde wurde musikalisch vom Blechbläserensemble des Peter-Cornelius-Konservatoriums unter Leitung von Lajos Rézmüves gestaltet. Nach der Ansprache des Oberbürgermeisters und einer Schweigeminute legte Haase am Mahnmal St. Christoph einen Kranz nieder. Es folgten ein gemeinsames Friedensgebet von Dompräbendat Thomas Winter und Dekan Andreas Klodt sowie weitere musikalische Beiträge.

Am Nachmittag erinnern zudem die Innenstadtkirchen mit einem gemeinsamen Stadtgeläut ab 16.30 Uhr an die Bombardierung. Der Ortsbeirat Altstadt wird um 17 Uhr an der Gedenkplatte in der Emmeransstraße ebenfalls einen Kranz niederlegen.

Die Ruine von St. Christoph steht bis heute als Mahnmal gegen Krieg und Gewaltherrschaft und als Ort des Erinnerns. Der Oberbürgermeister danke der Initiative St. Christoph für ihr Engagement. Die Landeshauptstadt Mainz versteht das Gedenken als bleibenden Auftrag, sich für Frieden, Demokratie und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.

Herausgeber

Landeshauptstadt Mainz
Abteilung Presse und Kommunikation
Andreas Behringer
Abteilungsleiter und Pressesprecher
Stadthaus Große Bleiche (Große Bleiche 46 / Löwenhofstraße 1)
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-22 21
E-Mail
pressestellestadt.mainzde
Internet