Pressemeldung
(aga) Der Jahresbericht 2025 der Stadtverwaltung Mainz ist ab sofort digital verfügbar. Er gibt Mainzer:innen einen Einblick in die Arbeit der Verwaltung.
Jahresbericht der Stadtverwaltung 2025: Digitalisierung der Verwaltung, zukunftsorientierte Stadtentwicklung und Investitionen, soziale Teilhabe
Dezernat I – Oberbürgermeister
„Dezernat I hat wichtige Grundlagen für eine moderne, digitale und handlungsstarke Verwaltung in Mainz geschaffen. Neue Strukturen, digitale Prozesse und ein zeitgemäßer Katastrophenschutz stärken unsere Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist dabei das kontinuierliche Lernen als Verwaltung – für eine Stadt, die den Menschen dient und die Zukunft aktiv mitgestaltet.“
Digitalisierung und moderne Verwaltung
Der Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen wurde konsequent vorangetrieben. Zahlreiche neue Online-Services – etwa im sozialen Bereich, bei Einbürgerung, Ehe oder Elterngeld – erleichtern Bürger:innen den Zugang zur Verwaltung. Mainz nutzte dabei besonders erfolgreich sogenannte EfA-Dienste („Einer für alle“) und wurde 2025 mit dem GovDigital Ko-Pionier-Sonderpreis ausgezeichnet. Parallel schreitet die Einführung der eAkte voran. In der Ausländerbehörde wird seit Juli 2025 vollständig digital gearbeitet; über 11.000 Akten wurden bereits digitalisiert. Weitere folgen sukzessive.
Starke Strukturen für Mitarbeiter:innen
Das weiterentwickelte Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM 2.0) sorgt mit optimierten Abläufen für verlässliche Unterstützung von Beschäftigten und wird als hilfreiches Instrument breit anerkannt.
Internationale Solidarität: Mainz–Odessa
Mit der im Oktober 2024 vom Stadtrat beschlossenen neuen Städtepartnerschaft setzt Mainz ein Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Stadt Odessa. Neben kulturellem Austausch wie die „Odessa Kulturtage“ im Sommer 2025 leistete die Stadt konkrete humanitäre Hilfe, unter anderem durch die Übergabe von Löschfahrzeugen.
Bürgerbeteiligung Stadtteilentwicklung
Mit dem Programm „Gemeinsam für Deinen Stadtteil“ stärkt Mainz die Beteiligung der Bürger:innen bei der Weiterentwicklung ihres Stadtteils. Die Ortsbeiräte der 15 Stadtteile erhalten dafür ein festes Stadtteilbudget für Kleinmaßnahmen.
Neue Ausstattung für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Vier neue Notfall-Krankentransportwagen mit modernster medizinischer Technik, acht Notfall-Energie-Sets mit Stromaggregaten sowie Licht- und Heizsystemen und eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung stärken den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Darüber hinaus engagieren sich rund 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen für den Katastrophenschutz, unterstützt von hauptamtlichen Kräften.
Ambiente-Trauungen im Glashaus
Seit August 2024 bietet das Standesamt Mainz Eheschließungen im Glashaus des Staatstheaters an – mit beeindruckendem Blick auf Dom und Innenstadt.
Dezernat II – Bürgermeister Günter Beck, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport
Mainz stellt Weichen für zentrale Zukunftsprojekte
Die Landeshauptstadt Mainz treibt wichtige Vorhaben in den Bereichen Sport, Inklusion, Finanzen und Wirtschaftsentwicklung voran. Beim seit langem diskutierten Bau einer Großsporthalle wurde ein neuer Weg eingeschlagen: Der Stadtrat hat jüngst beschlossen, das Projekt zu einer multifunktionalen Arena weiterzuentwickeln, die neben Schul- und Vereinssport auch Kultur- und Veranstaltungsformate ermöglicht. Ziel ist ein wirtschaftlich tragfähiges Bau- und Betriebskonzept, das derzeit erarbeitet wird.
Ein besonderes sportliches und gesellschaftliches Highlight, waren die Special Olympics Landesspiele Rheinland-Pfalz vom 20. bis 22. Mai 2025 in Mainz. Rund 1.000 Athlet:innen traten in elf Sportarten an und setzten ein starkes Zeichen für Inklusion und Teilhabe.
Im Zuge der Grundsteuerreform hat Mainz die Hebesätze für Wohngrundstücke beibehalten, den Hebesatz für unbebaute und Nicht-Wohngrundstücke jedoch erhöht, um den Haushalt zu stabilisieren und Wohnraum nicht zusätzlich zu belasten.
Die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH sorgte auch 2025 für eine stabile Finanzlage. Die Wohnbau Mainz GmbH wurde mit fünf Millionen Euro gestärkt, zudem ermöglichte ein Zuschuss die Modernisierung des Foyers im Frankfurter Hof.
Auch der Life-Science-Standort Mainz entwickelte sich positiv weiter: Bauvorhaben auf dem Campus kamen planmäßig voran, internationale Aktivitäten steigerten die Sichtbarkeit, und ein gemeinsames Pitch-Event von Stadt und Land vernetzte erfolgreich Start-ups und Investoren.
Dezernat III – Manuela Matz, Dezernentin für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Ordnungswesen
„Mainz ist ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort und eine attraktive Tourismusdestination. Die Landeshauptstadt investiert gezielt in Zukunftsbranchen wie Biotechnologie, Life Science und GreenTech, stärkt innovative Unternehmen, die Gründungsszene sowie den Tourismus und die Innenstadt. Wirtschaftlicher Erfolg und hohe Lebensqualität gehen dabei Hand in Hand“, betont Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.
Im Mai 2025 fand das erste Mainzer Gründungsfestival „SELBSTSTÄNDIG“ statt. Über 800 Teilnehmer:innen nutzten Vorträge, Networking und Ausstellungsflächen, um sich über Unternehmensgründung zu informieren. Höhepunkt war die Verleihung des Mainzer Gründungspreises: Hauptpreis an die Sauerteigbäckerei Brot Bassing, Sonderpreis „LEVEL UP“ an MYNT für nachhaltige Premium-Farben. Das Festival wird künftig alle zwei Jahre veranstaltet.
Zur Sicherung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt trotz umfangreicher Bauprojekte setzte die Stadt auf kreatives Baustellenmarketing: farbige Lampions, Aktionen wie der „Osterspaziergang“ und Selfie-Points steigern Attraktivität und Besucher:innenzahlen. Die intensive Kooperation mit Gewerbetreibenden und Partnern sowie ein Sonderbudget von 100.000 Euro 2025 unterstreichen die langfristige Strategie.
Ein hilfreicher neuer digitaler Service ist das Online-Fundbüro, das mobiles Suchen, Anzeigen und Terminvereinbarungen ermöglicht. Als Maßnahme zur besseren Ordnung im öffentlichen Raum werden E-Scooter-Verleihsysteme künftig über Sondernutzungserlaubnisse, mit ausgewiesenen Abstellflächen in der Innenstadt, reguliert.
Dezernat IV – Dr. Eckart Lensch und Jana Schmöller, Dezernent/in für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit
Das Dezernat IV der Landeshauptstadt Mainz ist für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit zuständig. Bis 30. Juni 2025 leitete Dr. Eckart Lensch das Dezernat, seit 1. Juli 2025 ist Jana Schmöller Beigeordnete. Ziel ist eine sozial gerechte, inklusive Stadt für alle Generationen – von der Bekämpfung von Kinderarmut über gute Bildungs- und Betreuungsangebote bis hin zu würdigem, barrierefreiem Wohnen im Alter.
Zum Dezernat gehören u. a. Schulamt, Amt für soziale Leistungen sowie Amt für Jugend und Familie. Weitere Schwerpunkte sind Gesundheitsförderung, Flüchtlingskoordination, Psychiatriekoordination sowie Jugendhilfe- und Sozialplanung.
Ein zentrales Projekt ist die Schulbuchausleihe: 2025/26 nahmen 14.238 Schüler:innen teil, über 190.000 Schulbücher sind im Umlauf. Die Organisation erfolgt vollständig durch das Schulamt mit optimierten Prozessen.
Die Gemeinwesenarbeit (GWA) stärkt an neun Standorten in sechs Stadtteilen soziale Teilhabe durch niedrigschwellige Angebote, Beratung, Vernetzung und Prävention. Sie gilt als wichtiger Baustein kommunaler Daseinsvorsorge und Armutsprävention.
Mit dem Pooling-Modell an der Feldbergschule wird inklusive Schulassistenz erprobt, bei der Fachkräfte flexibel mehrere Kinder unterstützen. Erste Evaluationen zeigen positive Ergebnisse, eine Ausweitung ist geplant.
Ein weiteres Highlight ist die Mainzer Ferienkarte: Seit 55 Jahren bietet sie ein sechswöchiges Sommerferienprogramm mit rund 450 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Dezernat V – Janina Steinkrüger, Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr
„Der Schutz von Klima und Umwelt und die Anpassung an den Klimawandel sind von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität in Mainz. Mit dem Ausbau der Straßenbahn wollen wir das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Stadt noch attraktiver gestalten. Denn wenn weniger Autos in der Stadt unterwegs sind, reduzieren wir nicht nur die Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen und die Belastung durch Umweltschadstoffe wie Feinstaub, sondern auch Lärm und Unfallrisiken. Mit der Beschaffung von neuen Straßenbahnen setzen wir ein starkes Signal zur Stärkung des Umweltverbundes.“
Im Geschäftsbereich des Dezernates für Umwelt und Mobilität wurden im Berichtszeitraum Projekte für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung weiter vorangebracht. Für den Straßenbahnausbau in der Innenstadt konnte mit der Festlegung der Vorzugsvariante ein Meilenstein erreicht werden. Die geplante Strecke soll vom Schillerplatz über Höfchen, Flachsmarkt, Große Bleiche und Rheinallee bis zum Zollhafen führen. Ergänzend wurde die Beschaffung von 22 neuen Straßenbahnen beschlossen.
Im Bereich Umwelt konnte unter anderem die Renaturierung eines Teilstücks des Aubachs am Rande von Finthen umgesetzt werden. Der Aubach wurde auf einem 530 Meter langen Abschnitt in einen weitgehend naturnahen Zustand gebracht und zu einem struktur- und artenreichen Ökosystem entwickelt. Zur Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels wurde eine Strategie durch die Gremien beschlossen. Darin inbegriffen sind zahlreiche einzelne Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen und die Entwicklung eines Hitzeaktionsplans. Derzeit erstellt wird ein Konzept für eine kommunale Wärmeplanung. Es soll zeigen, wie Gebäude langfristig umweltfreundlich beheizt werden können und gibt Empfehlungen für den Ausbau von Wärmenetzen sowie für dezentral versorgte Gebiete. Die Planung wird im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen.
Dezernat VI – Marianne Grosse, Dezernat für Bauen, Denkmalpflege und Kultur
Das Jahr 2025 war im Dezernat VI von zentralen Fortschritten in den Bereichen Bauen, Denkmalpflege und Kultur geprägt. Ein besonderer Meilenstein war der Start der Bauarbeiten für den Neubau des Gutenberg-Museums. Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse betont: „Mit dem Startschuss der Bauarbeiten für den Neubau des Gutenberg-Museums wurde ein großer Meilenstein in dem Jahrhundertprojekt der Landeshauptstadt Mainz genommen. Das Ziel ist nicht nur ein neues Weltmuseum der Druckkunst zu bauen. Sondern wir wollen am Liebfrauenplatz, im Herzen der Altstadt, einen der schönsten und beeindruckendsten Orte von Mainz realisieren: Innenstadtbelebung durch Kultur!“
Parallel dazu wurden bedeutende Projekte der Stadtentwicklung vorangebracht. Mit dem Abschluss des Kaufvertrags für das Gelände der ehemaligen GFZ-Kaserne mit der BImA im August übernimmt die Grundstücksverwaltungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (GVG) die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers mit rund 450 Wohneinheiten, Flächen für Biotechnologie sowie einem neuen Stadtteilmittelpunkt für die Oberstadt.
Im Bereich Denkmalpflege konnten die Konservierung und Umfeldgestaltung des Drusussteins auf der Zitadelle abgeschlossen werden. Ergänzend wird ein Zeitstrahl mit 40 Text- und 20 Bildtafeln 2.000 Jahre Mainzer Stadtgeschichte dokumentieren. Ebenfalls sichtbar vorangekommen ist der Wiederaufbau der Gedenkstätte St. Christoph: Mit der neuen Turmspitze fand das Projekt im September 2025 seinen architektonischen Abschluss.
Zukunftsweisend ist auch der Schulbau: Die neue Peter-Härtling-Grundschule in Finthen entsteht als nachhaltige fünfzügige Clusterschule mit Ganztagesbereich für rund 500 Kinder, die Fertigstellung ist zum Schuljahr 2027/28 vorgesehen.
Kulturelle Höhepunkte setzten die bundesweite Nacht der Bibliotheken, die Mainzer Museumsnacht mit über 5.000 Besucher:innen sowie die Kultursommer-Eröffnung 2025, bei der mit dem Druck der größten Bibelseite der Welt ein Weltrekord gelang.
Dezernat VII – Dezernat für Verkehrsüberwachung und Fördermittelmanagement
Beigeordneter Karsten Lange leitet seit Dezember 2024 das Dezernat für Fördermittelmanagement. Im Fokus stehen die Finanzierung von Bau- und Kulturprojekten, Maßnahmen zur Klimaresilienz und die europäische Vernetzung. Neu zugeordnet wurde dem Dezernat im Oktober 2025 das Amt für Verkehrsüberwachung. Ziel ist es, die Aufgaben zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Entwicklung von Strategien zur EU-Förderung und die Verwaltung von Verkehrsinfrastruktur effektiver zu koordinieren.
„Fördermittelmanagement und Verkehrsüberwachung sind zentrale Faktoren für eine nachhaltige Stadtentwicklung – sie schaffen finanzielle Grundlagen und erhöhen die Sicherheit im öffentlichen Raum“, betont Karsten Lange.
2025 lag ein zentrales Handlungsfeld auf der europäischen Vernetzung, insbesondere über die Mainzer Städtepartnerschaften. Dazu zählen ein gemeinsamer EU-Antrag für ein Kulturprojekt mit der Partnerstadt Dijon, ebenso wie eine City-to-City-Kooperation mit Vantaa (Finnland) zur Entwicklung einer EU-Förderstrategie. Begleitend beteiligte sich das Dezernat an europäischen Austauschformaten und initiierte den Beitritt zum Netzwerk ICLEI, der Anfang 2026 erfolgt.
Im Bereich der Förderprojekte befindet sich das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) derzeit in der Umsetzungs- und Auszahlungsphase. Zudem wurden erfolgreich Fördermittel für Innenstadtprojekte eingeworben. Neben der gezielten Fördermittelrecherche erschloss das Dezernat neue Finanzierungsansätze, etwa über die Europäische Investitionsbank. Zur besseren Vernetzung lokaler Akteure organisierte das Dezernat im August 2025 erstmals eine Fördermittelkonferenz, die künftig jährlich den Austausch fördern soll.
„Dezernat I hat wichtige Grundlagen für eine moderne, digitale und handlungsstarke Verwaltung in Mainz geschaffen. Neue Strukturen, digitale Prozesse und ein zeitgemäßer Katastrophenschutz stärken unsere Leistungsfähigkeit. Entscheidend ist dabei das kontinuierliche Lernen als Verwaltung – für eine Stadt, die den Menschen dient und die Zukunft aktiv mitgestaltet.“
Digitalisierung und moderne Verwaltung
Der Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen wurde konsequent vorangetrieben. Zahlreiche neue Online-Services – etwa im sozialen Bereich, bei Einbürgerung, Ehe oder Elterngeld – erleichtern Bürger:innen den Zugang zur Verwaltung. Mainz nutzte dabei besonders erfolgreich sogenannte EfA-Dienste („Einer für alle“) und wurde 2025 mit dem GovDigital Ko-Pionier-Sonderpreis ausgezeichnet. Parallel schreitet die Einführung der eAkte voran. In der Ausländerbehörde wird seit Juli 2025 vollständig digital gearbeitet; über 11.000 Akten wurden bereits digitalisiert. Weitere folgen sukzessive.
Starke Strukturen für Mitarbeiter:innen
Das weiterentwickelte Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM 2.0) sorgt mit optimierten Abläufen für verlässliche Unterstützung von Beschäftigten und wird als hilfreiches Instrument breit anerkannt.
Internationale Solidarität: Mainz–Odessa
Mit der im Oktober 2024 vom Stadtrat beschlossenen neuen Städtepartnerschaft setzt Mainz ein Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Stadt Odessa. Neben kulturellem Austausch wie die „Odessa Kulturtage“ im Sommer 2025 leistete die Stadt konkrete humanitäre Hilfe, unter anderem durch die Übergabe von Löschfahrzeugen.
Bürgerbeteiligung Stadtteilentwicklung
Mit dem Programm „Gemeinsam für Deinen Stadtteil“ stärkt Mainz die Beteiligung der Bürger:innen bei der Weiterentwicklung ihres Stadtteils. Die Ortsbeiräte der 15 Stadtteile erhalten dafür ein festes Stadtteilbudget für Kleinmaßnahmen.
Neue Ausstattung für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
Vier neue Notfall-Krankentransportwagen mit modernster medizinischer Technik, acht Notfall-Energie-Sets mit Stromaggregaten sowie Licht- und Heizsystemen und eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung stärken den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Darüber hinaus engagieren sich rund 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen für den Katastrophenschutz, unterstützt von hauptamtlichen Kräften.
Ambiente-Trauungen im Glashaus
Seit August 2024 bietet das Standesamt Mainz Eheschließungen im Glashaus des Staatstheaters an – mit beeindruckendem Blick auf Dom und Innenstadt.
Dezernat II – Bürgermeister Günter Beck, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport
Mainz stellt Weichen für zentrale Zukunftsprojekte
Die Landeshauptstadt Mainz treibt wichtige Vorhaben in den Bereichen Sport, Inklusion, Finanzen und Wirtschaftsentwicklung voran. Beim seit langem diskutierten Bau einer Großsporthalle wurde ein neuer Weg eingeschlagen: Der Stadtrat hat jüngst beschlossen, das Projekt zu einer multifunktionalen Arena weiterzuentwickeln, die neben Schul- und Vereinssport auch Kultur- und Veranstaltungsformate ermöglicht. Ziel ist ein wirtschaftlich tragfähiges Bau- und Betriebskonzept, das derzeit erarbeitet wird.
Ein besonderes sportliches und gesellschaftliches Highlight, waren die Special Olympics Landesspiele Rheinland-Pfalz vom 20. bis 22. Mai 2025 in Mainz. Rund 1.000 Athlet:innen traten in elf Sportarten an und setzten ein starkes Zeichen für Inklusion und Teilhabe.
Im Zuge der Grundsteuerreform hat Mainz die Hebesätze für Wohngrundstücke beibehalten, den Hebesatz für unbebaute und Nicht-Wohngrundstücke jedoch erhöht, um den Haushalt zu stabilisieren und Wohnraum nicht zusätzlich zu belasten.
Die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH sorgte auch 2025 für eine stabile Finanzlage. Die Wohnbau Mainz GmbH wurde mit fünf Millionen Euro gestärkt, zudem ermöglichte ein Zuschuss die Modernisierung des Foyers im Frankfurter Hof.
Auch der Life-Science-Standort Mainz entwickelte sich positiv weiter: Bauvorhaben auf dem Campus kamen planmäßig voran, internationale Aktivitäten steigerten die Sichtbarkeit, und ein gemeinsames Pitch-Event von Stadt und Land vernetzte erfolgreich Start-ups und Investoren.
Dezernat III – Manuela Matz, Dezernentin für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Ordnungswesen
„Mainz ist ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort und eine attraktive Tourismusdestination. Die Landeshauptstadt investiert gezielt in Zukunftsbranchen wie Biotechnologie, Life Science und GreenTech, stärkt innovative Unternehmen, die Gründungsszene sowie den Tourismus und die Innenstadt. Wirtschaftlicher Erfolg und hohe Lebensqualität gehen dabei Hand in Hand“, betont Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.
Im Mai 2025 fand das erste Mainzer Gründungsfestival „SELBSTSTÄNDIG“ statt. Über 800 Teilnehmer:innen nutzten Vorträge, Networking und Ausstellungsflächen, um sich über Unternehmensgründung zu informieren. Höhepunkt war die Verleihung des Mainzer Gründungspreises: Hauptpreis an die Sauerteigbäckerei Brot Bassing, Sonderpreis „LEVEL UP“ an MYNT für nachhaltige Premium-Farben. Das Festival wird künftig alle zwei Jahre veranstaltet.
Zur Sicherung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt trotz umfangreicher Bauprojekte setzte die Stadt auf kreatives Baustellenmarketing: farbige Lampions, Aktionen wie der „Osterspaziergang“ und Selfie-Points steigern Attraktivität und Besucher:innenzahlen. Die intensive Kooperation mit Gewerbetreibenden und Partnern sowie ein Sonderbudget von 100.000 Euro 2025 unterstreichen die langfristige Strategie.
Ein hilfreicher neuer digitaler Service ist das Online-Fundbüro, das mobiles Suchen, Anzeigen und Terminvereinbarungen ermöglicht. Als Maßnahme zur besseren Ordnung im öffentlichen Raum werden E-Scooter-Verleihsysteme künftig über Sondernutzungserlaubnisse, mit ausgewiesenen Abstellflächen in der Innenstadt, reguliert.
Dezernat IV – Dr. Eckart Lensch und Jana Schmöller, Dezernent/in für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit
Das Dezernat IV der Landeshauptstadt Mainz ist für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit zuständig. Bis 30. Juni 2025 leitete Dr. Eckart Lensch das Dezernat, seit 1. Juli 2025 ist Jana Schmöller Beigeordnete. Ziel ist eine sozial gerechte, inklusive Stadt für alle Generationen – von der Bekämpfung von Kinderarmut über gute Bildungs- und Betreuungsangebote bis hin zu würdigem, barrierefreiem Wohnen im Alter.
Zum Dezernat gehören u. a. Schulamt, Amt für soziale Leistungen sowie Amt für Jugend und Familie. Weitere Schwerpunkte sind Gesundheitsförderung, Flüchtlingskoordination, Psychiatriekoordination sowie Jugendhilfe- und Sozialplanung.
Ein zentrales Projekt ist die Schulbuchausleihe: 2025/26 nahmen 14.238 Schüler:innen teil, über 190.000 Schulbücher sind im Umlauf. Die Organisation erfolgt vollständig durch das Schulamt mit optimierten Prozessen.
Die Gemeinwesenarbeit (GWA) stärkt an neun Standorten in sechs Stadtteilen soziale Teilhabe durch niedrigschwellige Angebote, Beratung, Vernetzung und Prävention. Sie gilt als wichtiger Baustein kommunaler Daseinsvorsorge und Armutsprävention.
Mit dem Pooling-Modell an der Feldbergschule wird inklusive Schulassistenz erprobt, bei der Fachkräfte flexibel mehrere Kinder unterstützen. Erste Evaluationen zeigen positive Ergebnisse, eine Ausweitung ist geplant.
Ein weiteres Highlight ist die Mainzer Ferienkarte: Seit 55 Jahren bietet sie ein sechswöchiges Sommerferienprogramm mit rund 450 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Dezernat V – Janina Steinkrüger, Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr
„Der Schutz von Klima und Umwelt und die Anpassung an den Klimawandel sind von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität in Mainz. Mit dem Ausbau der Straßenbahn wollen wir das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Stadt noch attraktiver gestalten. Denn wenn weniger Autos in der Stadt unterwegs sind, reduzieren wir nicht nur die Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen und die Belastung durch Umweltschadstoffe wie Feinstaub, sondern auch Lärm und Unfallrisiken. Mit der Beschaffung von neuen Straßenbahnen setzen wir ein starkes Signal zur Stärkung des Umweltverbundes.“
Im Geschäftsbereich des Dezernates für Umwelt und Mobilität wurden im Berichtszeitraum Projekte für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung weiter vorangebracht. Für den Straßenbahnausbau in der Innenstadt konnte mit der Festlegung der Vorzugsvariante ein Meilenstein erreicht werden. Die geplante Strecke soll vom Schillerplatz über Höfchen, Flachsmarkt, Große Bleiche und Rheinallee bis zum Zollhafen führen. Ergänzend wurde die Beschaffung von 22 neuen Straßenbahnen beschlossen.
Im Bereich Umwelt konnte unter anderem die Renaturierung eines Teilstücks des Aubachs am Rande von Finthen umgesetzt werden. Der Aubach wurde auf einem 530 Meter langen Abschnitt in einen weitgehend naturnahen Zustand gebracht und zu einem struktur- und artenreichen Ökosystem entwickelt. Zur Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels wurde eine Strategie durch die Gremien beschlossen. Darin inbegriffen sind zahlreiche einzelne Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen und die Entwicklung eines Hitzeaktionsplans. Derzeit erstellt wird ein Konzept für eine kommunale Wärmeplanung. Es soll zeigen, wie Gebäude langfristig umweltfreundlich beheizt werden können und gibt Empfehlungen für den Ausbau von Wärmenetzen sowie für dezentral versorgte Gebiete. Die Planung wird im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen.
Dezernat VI – Marianne Grosse, Dezernat für Bauen, Denkmalpflege und Kultur
Das Jahr 2025 war im Dezernat VI von zentralen Fortschritten in den Bereichen Bauen, Denkmalpflege und Kultur geprägt. Ein besonderer Meilenstein war der Start der Bauarbeiten für den Neubau des Gutenberg-Museums. Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse betont: „Mit dem Startschuss der Bauarbeiten für den Neubau des Gutenberg-Museums wurde ein großer Meilenstein in dem Jahrhundertprojekt der Landeshauptstadt Mainz genommen. Das Ziel ist nicht nur ein neues Weltmuseum der Druckkunst zu bauen. Sondern wir wollen am Liebfrauenplatz, im Herzen der Altstadt, einen der schönsten und beeindruckendsten Orte von Mainz realisieren: Innenstadtbelebung durch Kultur!“
Parallel dazu wurden bedeutende Projekte der Stadtentwicklung vorangebracht. Mit dem Abschluss des Kaufvertrags für das Gelände der ehemaligen GFZ-Kaserne mit der BImA im August übernimmt die Grundstücksverwaltungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (GVG) die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers mit rund 450 Wohneinheiten, Flächen für Biotechnologie sowie einem neuen Stadtteilmittelpunkt für die Oberstadt.
Im Bereich Denkmalpflege konnten die Konservierung und Umfeldgestaltung des Drusussteins auf der Zitadelle abgeschlossen werden. Ergänzend wird ein Zeitstrahl mit 40 Text- und 20 Bildtafeln 2.000 Jahre Mainzer Stadtgeschichte dokumentieren. Ebenfalls sichtbar vorangekommen ist der Wiederaufbau der Gedenkstätte St. Christoph: Mit der neuen Turmspitze fand das Projekt im September 2025 seinen architektonischen Abschluss.
Zukunftsweisend ist auch der Schulbau: Die neue Peter-Härtling-Grundschule in Finthen entsteht als nachhaltige fünfzügige Clusterschule mit Ganztagesbereich für rund 500 Kinder, die Fertigstellung ist zum Schuljahr 2027/28 vorgesehen.
Kulturelle Höhepunkte setzten die bundesweite Nacht der Bibliotheken, die Mainzer Museumsnacht mit über 5.000 Besucher:innen sowie die Kultursommer-Eröffnung 2025, bei der mit dem Druck der größten Bibelseite der Welt ein Weltrekord gelang.
Dezernat VII – Dezernat für Verkehrsüberwachung und Fördermittelmanagement
Beigeordneter Karsten Lange leitet seit Dezember 2024 das Dezernat für Fördermittelmanagement. Im Fokus stehen die Finanzierung von Bau- und Kulturprojekten, Maßnahmen zur Klimaresilienz und die europäische Vernetzung. Neu zugeordnet wurde dem Dezernat im Oktober 2025 das Amt für Verkehrsüberwachung. Ziel ist es, die Aufgaben zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Entwicklung von Strategien zur EU-Förderung und die Verwaltung von Verkehrsinfrastruktur effektiver zu koordinieren.
„Fördermittelmanagement und Verkehrsüberwachung sind zentrale Faktoren für eine nachhaltige Stadtentwicklung – sie schaffen finanzielle Grundlagen und erhöhen die Sicherheit im öffentlichen Raum“, betont Karsten Lange.
2025 lag ein zentrales Handlungsfeld auf der europäischen Vernetzung, insbesondere über die Mainzer Städtepartnerschaften. Dazu zählen ein gemeinsamer EU-Antrag für ein Kulturprojekt mit der Partnerstadt Dijon, ebenso wie eine City-to-City-Kooperation mit Vantaa (Finnland) zur Entwicklung einer EU-Förderstrategie. Begleitend beteiligte sich das Dezernat an europäischen Austauschformaten und initiierte den Beitritt zum Netzwerk ICLEI, der Anfang 2026 erfolgt.
Im Bereich der Förderprojekte befindet sich das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) derzeit in der Umsetzungs- und Auszahlungsphase. Zudem wurden erfolgreich Fördermittel für Innenstadtprojekte eingeworben. Neben der gezielten Fördermittelrecherche erschloss das Dezernat neue Finanzierungsansätze, etwa über die Europäische Investitionsbank. Zur besseren Vernetzung lokaler Akteure organisierte das Dezernat im August 2025 erstmals eine Fördermittelkonferenz, die künftig jährlich den Austausch fördern soll.
Herausgeber
Landeshauptstadt Mainz
Abteilung Presse und Kommunikation
Andreas Behringer
Abteilungsleiter und Pressesprecher
Stadthaus Große Bleiche (Große Bleiche 46 / Löwenhofstraße 1)
55116 Mainz
- Telefon
- +49 6131 12-22 21
- pressestellestadt.mainzde
- Internet
- http://www.mainz.de
