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Pressemeldung

„Küken live! Hühner, Vögel, Fakten“: Vom 9. März bis zum 12. April 2026 können Gäste die kleinen Piepmatze im Naturhistorischen Museum bestaunen und sie mit ein wenig Glück beim Schlüpfen beobachten!

„Küken live! Hühner, Vögel, Fakten“: Küken-Schlüpfen im Naturhistorischen Museum Mainz

Ein leises Piepsen liegt in der Luft: Im Naturhistorischen Museum Mainz ist wieder Küken-Zeit! Wie aus dem Ei gepellt: In diesem Jahr schlüpfen die kleinen Museumsbewohner erstmals im großen Sonderausstellungsbereich – mit mehr Platz, neuen Inhalten und einem deutlich erweiterten Gehege. Den Gästen wird ein lebendiges Museumserlebnis geboten: Wer „Küken live!“ besucht, erfährt Wissenswertes zur Evolution der Tiere, bekommt Einblicke in unterschiedliche Haltungsformen und lernt die Vielfalt der Tiergruppe kennen.

Mit zahlreichen Informationen und Illustrationen bietet „Küken live!“ einen facettenreichen Streifzug durch die Vogelwelt.

„Mitten im Herzen der Landeshauptstadt die Entwicklung der Küken so nah beobachten zu können, bietet eine ganz besondere Erfahrung für Jung und Alt. Insbesondere denjenigen mit wenig Berührung zu naturwissenschaftlichen Themen, eröffnet das Küken- Schlüpfen die Möglichkeit, die Entwicklung der kleinen Nestflüchter vom Ei bis zum Schlupf hautnah mitzuerleben“, betont Ludwig Holle, neuer Dezernent für Bauen, Denkmalpflege und Historisches Erbe während seiner ersten Pressekonferenz im Naturhistorischen Museum.

Das jährliche Küken-Schlüpfen ist bereits seit den 1980er-Jahren fest im Veranstaltungsprogramm des Museums verankert und zählt bis heute zu den Highlights des Naturhistorischen Museums. Das neue Konzept, das mehr Wissen über Hühner und ihre Artgenossen vermittelt, war für das Museumsteam eine bewusste Entscheidung, denn im Laufe der Jahre hat sich das gesellschaftliche Denken über dieses Thema stark gewandelt. Es gilt, mehr Kontext und weniger geschlüpfte Küken, denn das Verständnis von biologischen Fakten und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen hat in der Gesellschaft an Stellenwert gewonnen.

Die Ausstellung zeigt die Tiere demnach nicht nur in Flausch und Farbe, sondern stellt auch ihre wilden Verwandten vor – von Kolibris bis zum Strauß.

So wurde auch der Titel von „Küken schlüpfen“ in „Küken live! Hühner, Vögel, Fakten“ umbenannt und orientiert sich somit auch am Puls der Zeit.

„Woher kommen die Frühstückseier“ oder „Warum gibt es weiße und braune Eier?“ sind einige Fragen, die den Gästen in der Ausstellung begegnen werden.

„Am Beispiel der Küken wird sehr deutlich, was pädagogische Bildungsarbeit bewirken kann. Wir möchten unseren Gästen die Verbindung zwischen lebendigen Tieren und der Herkunft unserer Nahrung aufzuzeigen. In unserem schnelllebigen Alltag bleibt oft wenig Zeit für die Auseinandersetzung mit diesen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Wir möchten die Brücke zwischen der Vermittlung biologischer Fakten und dem Zusammenleben zwischen Tier und Mensch schlagen und ein lebendiges Museumserlebnis mit Bildungsfaktor bieten“, betont Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner.

Die zunehmend komplexeren Produktionsprozesse von Lebensmitteln machen es Konsumenten schwer, die Herkunft der Nahrungsmittel nachzuvollziehen und einzuschätzen, woher beispielsweise Eier kommen oder welche Bedeutung Haltungsformen haben.

„Als tierische Botschafter für Bewusstheit im Umgang mit der Natur und unserem Konsumverhalten leisten die Küken jedes Jahr aufs Neue wieder unheimlich überzeugende Arbeit. Auf ganz ungezwungene Weise gewinnen sie die Herzen unserer Gäste, vermitteln dabei aufschlussreiches Wissen und regen unsere Gäste dazu an, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. In den wenigen Tagen, die die Küken bei uns verbringen, sind die weit mehr als nur niedliche Deko. Die direkte Beobachtung erfolgt bei vielen Besuchern eine emotionale Reaktion, die kaum anders zu erreichen ist. Die Bewusstseinsänderung, die bei unseren Gästen ausgelöst werden kann, kann bewirken, dass das eigene Konsumverhalten hinterfragt wird. Und dies kann wiederum einen entscheidenden Effekt auf die Lebensumstände vieler Artgenossen unserer Küken haben“, erklärt Nicole Fischer, Vize-Direktorin und Leitung der Abteilung Bildung und Kommunikation.

Wie jedes Jahr wird besonderes Augenmerk auf die artgerechte Haltung der Küken gelegt. Ein Brutkasten mit regulierter Temperatur und Luftfeuchte dient als geschützter Schlupfort für die Tiere. Geschultes Fachpersonal kümmert sich um das Wohlergehen der Tiere und achtet darauf, dass sie sich gut entwickeln. Die größeren Küken werden nach jeweils zehn Tagen im Museum zurück zum privaten Züchter gebracht – dann nehmen ihre jüngeren Artgenossen ihren Platz unter der Wärmelampe ein. Dank der größeren Ausstellungsfläche können die Tiere in einem größeren Gehege laufen und gemeinsam mit ihren Artgenossen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten erkunden.

Außerdem wurden mehr Wärmelampen angebracht, unter denen sich die Küken zurückziehen können.

Wer nun neugierig auf die Museumsküken geworden ist, hat zwischen dem 9. März bis zum 12. April die Gelegenheit sie zu besuchen. Für Gruppen, Kitas und Schulen werden zudem Führungen angeboten. Wer die Küken ohne Führung besuchen möchte, kann dies während den Öffnungszeiten des Museums tun.

Neu dieses Jahr ist das KNAX-Programm im Rahmen von „Küken live!“, welches dank der Unterstützung der Rheinhessen Sparkasse umgesetzt werden kann. Am 7/8 und 9. April können von 14 bis 16 Uhr Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren an einer Führung kostenlos teilnehmen.

Anmeldungen für das Begleitprogramm werden unter der Telefonnummer: 06131 – 12 2913 oder unter der E-Mail: buchung.nhm@stadt.mainz.de entgegengenommen.

Herausgeber

Landeshauptstadt Mainz
Abteilung Presse und Kommunikation
Andreas Behringer
Abteilungsleiter und Pressesprecher
Stadthaus Große Bleiche (Große Bleiche 46 / Löwenhofstraße 1)
55116 Mainz
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