Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen

Pressemeldung

(fsc) Ein Mensch, der zuhört, Entscheidungen erklärt und da ist, wenn alles fremd erscheint. Das bedeutet ehrenamtliche Vormunde und Vormündinnen für Kinder und Jugendliche in Mainz. Ein Ehrenamt, das einspringt, wenn Eltern ihr Sorgerecht nicht ausüben können, darunter unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Seit über zwei Jahren zeigt dieses Ehrenamt eindrucksvoll, wie viel persönliches Engagement bewirken kann.

Zwei Jahre ehrenamtliche Vormundschaft in Mainz: Engagement, das Kindern und Jugendlichen Halt und Perspektive gibt

Seit Herbst 2023 schult und begleitet das Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz engagierte Bürger:innen, die bereit sind, vormundschaftliche Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu übernehmen. Mittlerweile sind zahlreiche Ehrenamtliche im Einsatz und vertreten die Interessen von Kindern rechtlich und persönlich.

Auslöser war die Reform des Vormundschaftsrechts im Jahr 2023. Leitgedanke des Gesetzgebers ist es, das Kindeswohl durch eine verlässliche, kontinuierliche Beziehung zu einer festen Bezugsperson zu stärken und damit Selbstbestimmung und Teilhabe zu fördern. Durch eine stabile Bindung sieht der Gesetzgeber hier eine sinnvolle Alternative zu der durch das Jugendamt geführten Amtsvormundschaft.

„Kinder brauchen mehr als formale Vertretung. Sie brauchen Menschen, die sie kontinuierlich begleiten“, betont Sozialdezernentin Jana Schmöller. „Dass so viele Mainzer:innen bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen, ist ein gutes Zeichen für unseren sozialen Zusammenhalt. Gerade für unbegleitete minderjährige Geflüchtete bedeutet eine feste Ansprechperson echte Teilhabe.“

Seit Beginn des Angebots wurden in vier Schulungsreihen mehr als 20 Interessierte qualifiziert, fast die Hälfte von ihnen hat bereits eine Vormundschaft übernommen. Darüber hinaus haben sich mehr als doppelt so viele Menschen bei Informationsveranstaltungen über dieses verantwortungsvolle Ehrenamt informiert.

„Wir sind überwältigt von der Resonanz“, sagt Gerburg Rizzi, Leiterin der Fachstelle für ehrenamtliche Vormundschaften. „Wir erleben täglich, wie wichtig diese persönliche Bindung ist. Ein gemeinsamer Spaziergang, Hilfe bei den Hausaufgaben oder einfach ein offenes Ohr, das gibt Sicherheit. Für die Kinder und Jugendlichen ist dieses Engagement ein Geschenk.“

Der besondere Vorteil der ehrenamtlichen Vormundschaft liegt in der intensiven Betreuung: Ehrenamtliche kümmern sich jeweils um ein Kind oder einen Jugendlichen, haben Zeit für persönliche Gespräche, Besuche, gemeinsame Aktivitäten und unterstützen etwa beim Spracherwerb oder bei schulischen Entscheidungen. So können sie individuelle Bedürfnisse erkennen und verantwortungsvolle Entscheidungen im Sinne des Kindes treffen.

Um die Ehrenamtlichen auf diese Aufgabe vorzubereiten, bietet die Fachstelle umfassende Beratung, Schulungen und kontinuierliche Begleitung an. Auch im Frühjahr 2026 werden wieder eine Informationsveranstaltung sowie eine Schulung angeboten.

Termine:
• Informationsveranstaltung: Mittwoch, 25. Februar 2026, 17 Uhr bis 18 Uhr
• Schulung: Freitag/Samstag, 27. und 28. März 2026,

Kontakt und Anmeldung:
Amt für Jugend und Familie
Abteilung Kinder, Jugend und Familien
Fachstelle Ehrenamtliche Vormundschaften
Tel.: 06131 12-3509
E-Mail: ehrenamtliche.vormundschaften@stadt.mainz.de

Interessierte können sich jederzeit an die Fachstelle wenden und sich unverbindlich beraten lassen.

Herausgeber

Landeshauptstadt Mainz
Abteilung Presse und Kommunikation
Andreas Behringer
Abteilungsleiter und Pressesprecher
Stadthaus Große Bleiche (Große Bleiche 46 / Löwenhofstraße 1)
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-22 21
E-Mail
pressestellestadt.mainzde
Internet