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  1. Fragen & Antworten
  2. Damit Ihr Keller möglichst trocken bleibt

Wenn der Himmel weint

Oder: Wie Sie Ihren Keller davor schützen können, überschwemmt zu werden
Es regnet. Lange. Ausgiebig. In Strömen. Und als wäre das noch nicht ärgerlich genug, steht plötzlich auch noch der eigene Keller unter Wasser. Warum, wer Schuld daran hat und wie ein ungewolltes 'Schwimmbad' im Souterrain zu verhindern ist: Hier finden Sie die Antworten.

Wie kommt das Wasser ins Haus?

Ungeschützer Keller© WB Mainz

Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Eine mangelhafte Gebäudeadichtung oder Isolierung zum Erdreich.
  2. Nachlässig geplante bzw. gebaute Kellertüren und -fenster oder Lichtschächte. 
  3. Abwasser, dass sich über den Hausanschluss zurückstauen kann.

Wie kann ich mein Haus schützen?

Von außen, indem Sie z. B. vor der Kellertür eine zusätzliche Stufe anbringen. Auch der Schutz ihrer Sanitäreinrichtungen ist kein Hexenwerk. Häufig genügt der Einbau einer einfachen Rückstausicherung. Wir empfehlen allerdings ausdrücklich eine Hebeanlage. Dabei sollten Sie allerdings unbedingt auf einen Fachmann zurückgreifen.

Gibt es noch etwas, auf das ich achten sollte?

Ja, gibt es. Rückstausicherungen müssen nicht nur fachgerecht eingebaut, sondern auch regelmäßig gewartet werden. Mindestens zweimal pro Jahr. Beides sollten Sie ernst nehmen. Ansonsten kann Ihre Versicherung die Übernahme des Schadens kürzen oder schlimmstenfalls komplett sogar streichen.

Was ist mit dem Betreiber der städtischen Kanalisation, sprich: dem Wirtschaftsbetrieb Mainz?

Der ist verpflichtet, das Abwassernetz den gesetzlichen Regeln und Vorschriften nach zu planen und zu bauen. Im Anschluss muss er die Einrichtungen entsprechend kontrollieren und gegebenenfalls reparieren. Und genau das tun wir.

Wie kann die Kanalisation dann aber voll- bzw. überlaufen?

Das Kanalnetz ist so ausgelegt, dass es Niederschläge, die so stark und selten sind, dass sie statistisch nur alle fünf Jahre auftreten, problemlos verarbeiten kann. Das bedeutet aber auch: Bei extremeren Unwettern kann und darf die Kanalisation bis zur sogenannten Rückstauebene (= Straßenoberkante) volllaufen.

Wieso plant und baut man dann die Kanäle nicht einfach eine Nummer größer?

Dafür müsste dann ja auch das bereits bestehende Kanalnetz entsprechend angepasst werden. Und dass ist schlichtweg unmöglich. Doch selbst wenn ein solches "Vergrößerungsprojekt" technisch umsetzbar wäre, wirtschaftlich würde es keinen Sinn machen. Größere Kanäle heißt höhere Investitions- bzw. Wartungskosten und damit auch höhere Gebühren. Und noch ein Faktor spricht dagegen: In Trockenzeiten würde der Dreck zum Teil in den Kanälen bleiben, weil der Wasserdruck zu gering wäre, um ihn komplett Richtung Kläranlage spülen zu können. Dementsprechend wäre der Geruch, der aus den Gullis käme.

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