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Klimaschutz und Klimaanpassung in Mainz
Luftaufnahmen Mainzplus (Foto: Dominik Ketz)
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Klimaneutrale Stadtverwaltung

Erfahren Sie mehr über das Projekt "Klimaneutrale Stadtverwaltung".

Die Stadtverwaltung will Vorbild sein

Die Landeshauptstadt Mainz hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, idealerweise bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Einen zentralen Beitrag dazu soll die Stadtverwaltung selbst leisten – mit dem Konzept „Klimaneutrale Stadtverwaltung 2035“ will sie Vorbild sein und aktiv zur Erreichung dieses Ziels beitragen.

Vorgehen

Erstmals wurde eine umfassende Bestandsaufnahme aller klimarelevanten Bereiche innerhalb der Verwaltung erstellt. Darauf aufbauend entstand eine fundierte Eröffnungsbilanz, die den aktuellen Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen detailliert erfasst.

Ergänzt wurde diese Analyse durch eine Szenariobetrachtung: Welche Stellschrauben sind entscheidend, um bestimmte Klimaziele zu erreichen? Daraus wurde ein konkretes Handlungsprogramm mit gezielten Maßnahmen entwickelt.

Projektmanagement

Eine ämterübergreifende Projektgruppe – koordiniert vom Hauptamt sowie dem Grün- und Umweltamt – orientierte sich dabei am Leitfaden „Treibhausgasneutrale Verwaltung – ein langer Weg mit vielen Etappen“ des Umweltbundesamtes.

Bis zum Oktober 2024 konnten auf dieser Grundlage 19 Maßnahmenbündel in allen relevanten Handlungsfeldern identifiziert werden.

Themenfelder und Maßnahmen

Themenfeld "Übergreifende Maßnahmen"

Maßnahmen

  • A1: Prüfung von Beschlüssen auf Klimaschutz
  • A2: Management einer klimaneutralen Verwaltung
  • A3: CO2-Bepreisung
  • A4: Kompensation
  • A5: Klimaneutrale Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften im Konzern Stadt Mainz

Themenfeld "Gebäude, Energie, Ver- und Entsorgung / Infrastruktur"

Maßnahmen

  • B1: Energetische Sanierung im Bestand
  • B2: Zukunftsfähiger Neubau / Ersatzneubau
  • B3: Kommunales Energiemanagement an Liegenschaften der Stadtverwaltung
  • B4: Erneuerbare Wärmeversorgung der städtischen Liegenschaften
  • B5: Erneuerbare Stromversorgung der städtischen Liegenschaften
  • B6: Energieeffiziente Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen

Themenfeld "Mobilität"

Maßnahmen

  • C1: Übergeordnete (zentrale) Fuhrparkkoordination
  • C2: Klimafreundlicher Fuhrpark
  • C3: Klimaneutrale Dienstreisen und Dienstgänge
  • C4: Klimafreundliche Mobilitätsangebote für Mitarbeiter: innen und Kund: innen

Themenfeld "Beschaffung, Veranstaltungen und Nutzerverhalten"

Maßnahmen

  • D1: Nachhaltige und klimafreundliche Beschaffung
  • D2: Nachhaltige und klimaneutrale Veranstaltungen und Verpflegung
  • D3: Unterstützung der Digitalisierungsbestrebungen
  • D4: Ressourcen- und klimafreundliches Verhalten der Nutzenden

Bereits 17 der insgesamt 19 Maßnahmen befinden sich in fortgeschrittener Umsetzung oder lassen sich mit überschaubarem Aufwand zeitnah realisieren.

Dazu zählen etwa der Zuschuss zum Jobrad, das Jobticket sowie flexible Home-Office-Regelungen. Weiterer zentraler Baustein ist ein umfassendes Sanierungsprogramm für städtische Gebäude – insbesondere für Schulen und Kindertagesstätten.

Startbilanz 2019: Der CO₂-Fußabdruck der Mainzer Stadtverwaltung

Die nach dem Standard des Greenhouse Gas (GHG) Protocol erstellte Ausgangsbilanz für das Jahr 2019 macht es deutlich: Die Kernverwaltung der Landeshauptstadt Mainz war in diesem Jahr für rund 38.000 Tonnen CO₂-Emissionen verantwortlich – das entspricht etwa zwei Prozent der insgesamt ermittelten 1,88 Millionen Tonnen Treibhausgase für das gesamte Stadtgebiet.

In die Berechnung eingeflossen sind alle energiebedingten Emissionen, die durch Stromverbrauch, Wärmeversorgung und Kraftstoffeinsatz verursacht wurden. Der größte Anteil entfällt mit 63 Prozent auf städtische Gebäude – aufgeschlüsselt in 37 Prozent durch Wärme und 26 Prozent durch Strom. Weitere relevante Emissionsquellen sind die dienstliche Mobilität inklu-sive Fuhrpark (11 %), der tägliche Arbeitsweg der Mitarbeitenden (ebenfalls 11 %) sowie die Essensversorgung in Mensen und Einrichtungen mit einem Anteil von 9 Prozent.


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