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Free to be online!

Free to be online? Das gilt nur selten für Mädchen! Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Kinderrechtsorganisation Plan International unter Mädchen zwischen 15 und 25 Jahren aus 22 Ländern.

Plan International

Umfrage zu digitaler Gewalt an Mädchen

Plan International hat 14.071 Mädchen zu ihren Erlebnissen bei der Nutzung sozialer Medien und ihren Erfahrungen mit Online-Belästigungen befragt. Gefragt wurde auch danach, welche Folgen die (sexualisierten) Anfeindungen und Diskriminierungen im Netz für sie haben – und was sie sich als Lösungen wünschen.

Die meisten der Befragten nutzten aktiv Plattformen wie WhatsApp, Instagram und Facebook, gefolgt von Snapchat und YouTube. Ihre Erlebnisse gleichen sich: Body-Shaming, Stalking, Beleidigungen, Androhung von Gewalt, auch sexuelle Gewalt, Rassismus und Anti-LGBTIQ-Kommentare. Weit über zwei Drittel der Mädchen vermuteten einen männlichen Belästiger, für 18 Prozent der Befragten steckte ein religiöser Bezug hinter den Angriffen, bei sechs Prozent eher ein politischer Hintergrund.

Belästigt, weil Mädchen Mädchen sind?

Ganz unabhängig vom Inhalt und von der Form der Posts von Mädchen im Netz: Belästigt und beleidigt werden sie, weil Mädchen Mädchen sind. Das allein reicht schon für Belästigungen und alle Formen von Beleidigungen aus. Noch heftiger werden die Angriffe, wenn es sich um schwarze Mädchen handelt, sie einen LGBTIQ+-Hintergrund haben oder gar behindert sind. Doch es gibt laut Umfrage von Plan International auch eine zweite Ebene. Da werden Mädchen aufgrund ihrer Äußerungen angegriffen, die Belästiger gehen hier auf die Debatten und Themen ein. Die Folgen beider Formen von Angriffen ähneln sich: weniger Selbstwertgefühl, emotionaler Stress, Unsicherheit, Probleme in der Schule, mit Freundinnen und Freunden und später im Job. Sie trauen sich immer weniger, im Netz aktiv zu sein oder posten gleich gar nichts mehr, was eine eigene Meinung ausdrückt. Die Hauptverantwortung für ihre Sicherheit im Netz sehen die meisten Befragten bei den Social-Media-Unternehmen selbst, aber auch bei den Regierungen in ihren Ländern. Hier wünschen sie sich mehr Bildung und Sensibilisierung, Bekämpfung der Geschlechtsnormen und die Durchsetzung von bestehenden Gesetzen. Vor allem aber eines: Dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

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